Notebook: Welche Distribution?

Forum für Leute, die von anderen Systemen auf Linux gewechselt haben oder den Umstieg planen
Antworten
Nachricht
Autor
majo
Beiträge: 6
Registriert: 23. Feb 2006 5:39

Notebook: Welche Distribution?

#1 Beitrag von majo » 23. Feb 2006 8:23

Hallo,

ich steige gerade von WinXP auf Linux um, hab ich zumindest ernsthaft vor. Jetzt stelle ich mir aber, wie so viele andere hier in diesem Forum auch die Frage, welche Distribution ich benutzen soll.
Also hauptsächlich möchte ich Linux auf meinem Notebook (FSC Amilo 1425 / 1GB RAM / 1,2 GHz Centrino / 40 GB HD) benutzen.

In den Letzten Wochen hab ich mir schon einige Distributionen besorgt:

-SUSE Linux 10.0 OSS
-Debian GNU Linux 3.1
-Ubuntu Linux 5.04
-Mandriva Linux 2005 LE (Mandrake Linux 10.2)

In der Arbeit sehe ich meistens RedHat, dieses möchte ich aber nicht kaufen.
Hauptsächlich möchte ich Linux für folgende Anwendungen benutzen:

-Programmieren (C++ / Java / Tcl - Tk / PHP / HTML)
-Grafik (Gimp)
-Standard-Office-Anwendungen (Berichte und so)

Welche Distribution würdet ihr mir empfehlen? Und warum?

Bye

Majo

Benutzeravatar
jochen
prolinux-forum-admin
Beiträge: 699
Registriert: 14. Jan 2000 15:37
Wohnort: Jülich
Kontaktdaten:

#2 Beitrag von jochen » 23. Feb 2006 8:59

Die erwähnten Aufgabengebiete soltlest Du mit jeder der genannten Distributionen erschlagen können. Allerdings müsstest Du bei Ubuntu die Programmierwerkzeuge nachträglich aus dem Netz installieren - bei den anderen sind die direkt auf den Installationsmedien dabei. Da das aber konderleicht ist, würde ich das nicht als Entscheidungskriterium verwenden.

Wenn Du RedHat gut kennst, läge natürlich auch Fedora Core nahe!
Bei Ubuntu habe ich gute Erfahrungen mit Hardware-Erkennung und -Unterstützung gemacht.

Ansonsten sind Notebooks immer etwas hakelig bezüglich der Hardware. Daher würde ich Dir empfehlen, ggf. erst mal ein paar LiveCDs auszuprobieren - sind bei SuSE und Ubuntu vorhanden, bei Mandrake auch (glaube ich).

Außerdem steht die neue Version von Ubuntu vor den Toren, die wohl direkt von Live-CD herunter installierbar sein wird - das wäre momentan mein persönlicher Favorit. Schau's Dir einfach mal an und probier aus, was bei Dir am besten zuckt & Deine Erwartungen erfüllt!

Jochen
Die grösste Lüge der EDV? "Mal eben..."

Benutzeravatar
Pseudomonas
Beiträge: 120
Registriert: 16. Nov 2005 12:55
Wohnort: /home/anonymous

#3 Beitrag von Pseudomonas » 23. Feb 2006 9:23

Hi Majo,

Ich habe auf meinem Notebook (Amilo-Pro) Win XP und Suse 10 OSS parallel am laufen.

Macht keinerlei Probleme, auch die Installation, inklusive Partitionierung und Verkleinerung der XP-Partition, funktionierte reibungslos. Wichtig ist, bei einer Parallelinstallation unmittelbat vorher eine Defragmentierung der Win-Partition durchzuführen.

Gruß
Gunnar 8)
F#mmaj7/9

majo
Beiträge: 6
Registriert: 23. Feb 2006 5:39

#4 Beitrag von majo » 23. Feb 2006 9:52

Erstmal Danke an euch.

Hab gestern mal Debian installiert, hat auch einwandfrei funktioniert. Leider erkennt Debian meine GraKa aber nicht. SUSE hab ich in der Version 9.2 schon mal installiert, hat eigentlich auch einwandfrei funktioniert. Ubuntu hab ich ebenfalls schon mal in einer älteren Version ausprobiert.

Hab oben vergessen zu erwähnen, dass ich Linux nicht als Windoof ersatz möchte.
Ich möchte mit Linux richtig arbeiten und sobald ich das nötige Fachwissen hab auch diverse Zertifizierungen machen (z.B. LPI www.lpi.org)
Daher ist es mir nicht wichtig, ob mein Linux sehr Einsteigerfreundlich ist, sondern vielmehr, dass es sich an die meisten Standards hält.
Da dürfte dann, wenn ich alles richtig verstanden hab Debian die beste Lösung sein, oder?

Wie hällt sich eigentlich Ubuntu an die allgemeinen Standards?

Benutzeravatar
Janka
Beiträge: 3585
Registriert: 11. Feb 2006 19:10

#5 Beitrag von Janka » 23. Feb 2006 12:29

majo hat geschrieben:sondern vielmehr, dass es sich an die meisten Standards hält.
Da dürfte dann, wenn ich alles richtig verstanden hab Debian die beste Lösung sein, oder?
Eigentlich nicht. Debian ist vielmehr in vielen Dingen ein eigener Standard.

Wenn du ernsthaft an den Erwerb der LPI-Zertifikate denkst, solltest du sowohl Debian, als auch RedHat und SuSE griffbereit haben.

Janka

majo
Beiträge: 6
Registriert: 23. Feb 2006 5:39

#6 Beitrag von majo » 24. Feb 2006 7:38

OK, danke.
Allerdings wird es noch eine weile dauern, bis ich ein LPI-Zertifikat machen kann.

Auch noch ein Dankeschön an alle anderen, die hier geantwortet haben und auch an diejenigen, die sich so antworten wie "Benutz die Suchfunktion..." gespart haben.
Ich glaub in diesem Forum werd ich öfter vorbeischauen.

Bye

Antworten