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BeitragVerfasst: 30. Mai 2006 7:23 
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prolinux-forum-admin
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Registriert: 05. Mai 2004 7:35
Beiträge: 1238
Ich wollte hier mal eine kleine Unterhaltung darüber initiieren, ob es unter Linux generell möglich ist, einen leichten Einstieg zu ermöglichen. Distributionen wie SuSE und heute Ubuntu sind insbesondere auch deshalb so beliebt, weil sie "benutzerfreundlich", d.h. wohl zunächst ein einfaches User-Interface zum System darstellen und im Zweifelsfalle nützliche Default-Einstellungen benutzen, wo ein Einsteiger nicht mal weiß, das diese oder jene Option / Möglichkeit überhaupt existiert.

Viele sind zunächst beeindruckt, wie einfach der Umstieg ist, es bahnen sich dann aber schnell Probleme an: SuSE will die MP3s nicht spielen, es existiert anscheinend keine WMA-Unterstützung, usw. Das diese Probleme lösbar sind, ist für den Einsteiger nicht offensichtlich - und warum dies nicht von Anfang an unterstützt wird noch weniger.

Für mich stellt sich nun die Frage, ob es unter Linux überhaupt möglich sein kann. Das Problem von OpenSuSE, keine MP3s per default zu unterstützen ist ja kein technisches (und der Verkauf von Distributionen mit WMA-Codec sicher auch nicht).

Solche Probleme wären aber gelöst, wenn nur offene Formate genug Verbreitung finden, aber dennoch habe ich das Gefühl, dass es selbst dann noch nötig sein wird, hin und wieder einen Blick ins Handbuch zu werfen. Die wahre Stärke von Unix-Systemen sehe ich darin, dass dem Anwender nicht vorgegaukelt wird, dass die Dinge nicht zu verstehen seien. Würde aber nicht gerade dies geschehen, wenn man ihn komplett von der Komplexität des Systems abschottet?


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BeitragVerfasst: 30. Mai 2006 12:51 
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Registriert: 11. Feb 2006 19:10
Beiträge: 3569
Man darf den Anwender nicht von der Komplexität des Systems abschotten. Man lebt ruhiger mit der Gewissheit, dass da irgendwo ein Ungeheuer ist, dass man aber notfalls bändigen (lassen) kann, als mit der Ungewissheit, wann es das nächste mal zuschlägt.

Wichtiger ist, dem Anwender lästige Routinetätigkeiten bei der Konfiguration abzunehmen. Das ist von den gängigen Linux-Distributionen schon in hohem Maße erreicht, mit sinnvollen Defaults kommen fast alle. Probleme gibt es vor allem mit Closed-Doku-Hardware und halt in rechtlichen Bereichen.

Janka

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Ich vertonne Spam immer in /dev/dsp statt /dev/null.
Ich mag die Schreie.


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BeitragVerfasst: 02. Jun 2006 5:01 
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prolinux-forum-admin

Registriert: 26. Jun 2004 21:18
Beiträge: 1444
Tach Lateralus!

Ich hab die Tage fünf, sechs mal angefangen zu schreiben. Aber irgendwie war nix zielführend. Deshalb mal eine Gegenfrage: Ein grundlegendes Problem, Technikphobie gepaart mit dem Irrglauben das Geseiere von Innovation hätte irgendeine Substanz -> suggerierte Schnelllebigkeit, was hat das mit einem Betriebssystem für irgendwelche Rechner zu tun?


Gruß, Klopskuchen

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When all else fails, read the instructions .


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BeitragVerfasst: 18. Aug 2006 12:27 
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Registriert: 18. Aug 2006 6:17
Beiträge: 10
Der Mensch ist nunmal ein "Gewohnheitstier" ... . Und ob es es nun absichtlich macht oder nicht - man vergleicht letztendlich Linux mit Windows.
Ich bin z.B. ein Fan aufgeräumter PC. Bloß wenn ich heute zu einer der üblichen Distri greife --- dann erschlagen mich da gleichmal 10 Grafikprogramme/progrämmchen und 10 Tabellenkalkulationen oder ähnliches und dann gleich 2 Browser, 5 Taschenrechner, 7 Multimediaplayer und 5 Brennprogramme. Wo beim Starten nach spätestens 15 Minuten die Hälfte dieser Programme Fehlermeldungen bringt.

Was soll das ? Der Neuling wird mit einer Flut an Müll eingedeckt, was er real alles nicht braucht. Oder bin ich etwa der Einzige auf der Welt, der bei Software kein Jäger und Sammler ist ? :D :cry:
Dazu die absolute Verwirrung bei der nicht mehr überschaubaren Flut an Distributionen, die sich doch alle etwas unterscheiden. So sollen zwar Knoppix und Kanotix angeblich beide fast gleich sein, aber warum geht der Sound bei Kanotix, bei Knoppix aber nicht, während bei Knoppix der Desktop stabil ist - und sich bei Kanotix laufend verabschiedet (immer die identische Hardware).

Für mich ist Linux ein Spiegelbild des menschlichen Egos und Egoismus. Wenn es nur 2 bis 3 Distri gäbe (also eine für den Desktop/Notebook), eine für kleine Server und eine für große) wäre der Welt wohl weit besser gedient. Nur würde das wohl wiederum das Aus für viele spezialisierte ITler bedeuten, welche sich halt auf spezielle Distris konzentrieren und damit satt Geld verdienen - weil außer Ihnen real kaum einer durchblickt. Und so bietet wohl bald jedes größere Systemhaus seine eigene spezielle Linux-Distri an. :evil:

Und dann wünsche ich mir eine Distri, wo eigentlich erstmal nur das Betriebssystem da ist - und sonst nichts. Und wo man das ganze Anwendungszeug sich erst nachträglich installiert. Und das bitte so laienhaft einfach, wie es bei MS-BS seit ewigen Zeiten möglich ist (vorrausgesetzt man installiert gut gemachte Software und keinen Scheiß - wovon es in der MS-Welt mehr als genug gibt). Wenn ich da z.B. an "Nero Burn rights" denke - dann klappt sich da schon das Taschenmesser von allein auf ... . . Aber das stört ja kaum einen in der MS-Welt, weil ja eh fast alle als Admin am heimsichen PC hängen. :cry: Und dann lautstark über Viren, Würmer und Trojaner jammern. :evil:

MfG
Ottonang


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BeitragVerfasst: 24. Aug 2006 1:39 
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Registriert: 31. Mai 2006 14:41
Beiträge: 54
Zitat:
[...] aber warum geht der Sound bei Kanotix, bei Knoppix aber nicht, während bei Knoppix der Desktop stabil ist - und sich bei Kanotix laufend verabschiedet (immer die identische Hardware).
Weil die Kernel-Version nicht dieselbe ist? Weil die Version des ausprobierten Desktops nicht dieselbe ist?

Wenn der Sound "nicht geht", dann ist das meistens ein Kernel-Problem und kein Distributionsproblem. Ich weiß zwar jetzt nicht, welches Modul Deine Soundkarte hätte unterstützen sollen, aber dann gab es halt ein Problem mit diesem Modul.

Eine andere Distribution mit derselben Kernelversion hätte den Sound zum klingen gebracht, eine andere Version derselben Distribution nicht. Warum? Weil für die Hardware der Kernel zuständig ist.
Zitat:
Und dann wünsche ich mir eine Distri, wo eigentlich erstmal nur das Betriebssystem da ist - und sonst nichts. Und wo man das ganze Anwendungszeug sich erst nachträglich installiert.
Darf ich mal einfach umgekehrt fragen, welche Distribution das nicht bietet?

Jede Distribution kommt heutzutage mit einem Paketmanager daher und jede Distribution bietet mehrere Installationsprofile. Als Vorauswahl gibt es meistens ein grafisches System, wenn man nicht explizit etwas anderes auswählt - aber man kann ja ein Basissystem auswählen und sich den Desktop selbst zusammenstellen, wenn man das so haben will.

Man muss nur während der Installation das richtige Profil auswählen, sprich: Man muss die Software so benutzen, wie es dokumentiert ist. Das Rundum-Sorglos-Alles-Installieren-Profil zu benutzen und sich hinterher darüber zu wundern, dass es zuviel ist, ist langweilig.


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BeitragVerfasst: 02. Sep 2006 13:02 
mi der gefahr das ich am thema vorbei schreibe...

man muss als normalanwender gar nicht so viel können!

wichtig sind nur ein paar tools//kommandos wie:
cd, .configure, make, make install, lsmod, etc...
damit aknn man dann software installieren und bei treibern auch mal schauen ob das modul geladen wurde...

ansonsten wirst du normalerweise selten in versuchung kommen ein kernel-update per hand durchführen zu müssen, distris bieten immer pakete an!

suse ist auch deshlab so einsteigerfreundlich weil due überall howtos im novell-net findest.

ansonsten hast du viele guis fürs konfigurieren der hardware, das macht das einrichten des i-nets kinderleicht, in anderen systemen muss du oft einstellung durch editieren von dateien ändern...

zum programmieren eigent sich linux allerdings finde ich besser als windows, dort war der einstieg -fand ich- überhaupt erst richtig möglich!


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