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Verzeichnis im Netzwerk mounten????

 
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cb42de



Anmeldungsdatum: 10.04.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 10. Apr 2008 20:29   Titel: Verzeichnis im Netzwerk mounten????

Hilfe,

stelle mich doof. Ich habe zwei Rechner im Netzwerk - beide Linux - laufen.
Nun möchte ich auf ein "share"-Verzeichnis des anderen Rechner jeweils zugreifen. Eigentlich hatte ich die Hoffnung das einfach mounten zu können.

Stelle ich mich einfach zu doof oder geht das nicht so einfach?
Kann mir bitte bitte jemand ein Beispiel posten??

Danke
christian
 
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Janka



Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 3569

BeitragVerfasst am: 10. Apr 2008 20:49   Titel:

Es gibt da viele Möglichkeiten. Die gängigsten.

1. Kopieren per scp. Vorteil: Der ssh-Daemon läuft bei vielen Distributionen meist schon und ist auch für scp konfiguriert. Per GUI geht das auch, nimmt man beispielsweise kio_fish, um im Konqueror mit fish:// auf den anderen Rechner zuzugreifen. Nachteil: Durch die im lokalen Netz eigentlich überflüssige Verschlüsselung nicht wirklich für große Datenmengen geeignet, da ist es einfach zu langsam.

2. NFS. Vorteil: Ganz gut, wenn man tatsächlich das Dateisystem eines Rechners in einem anderen verfügbar machen will. Einfach einzurichten (/etc/exports editieren und nfsserver starten reicht). Nachteil: Viele Hinkefüße, die einem das Leben schwermachen können, wenn man irgendwas spezielles erreichen will. Unter anderem müssen beide Rechner dieselbe Benutzerdatenbasis haben, denn der Zugriff erfolgt ausschließlich über die UIDs. Kennworte etc werden nicht abgefragt.

3. Samba. Vorteil: Kompatibel zu MS-Windows, relativ viel einstellbar. Nachteil: Das muss man auch machen. Bis man einen funktionierenden Server hat, vergehen ein- zwei Stunden.

Mounten kann man übrigens nahezu alle Netzwerkdateisysteme. Es muss bloß halt auf dem Rechner, der Dateien liefern soll, ein passender Server laufen, und auf dem Rechner, der auf die Dateien über das Netz soll, ein passender (FUSE-)mounter. Will man kreuzweise zugreifen, braucht man auf beiden Rechnern beides.

Janka
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trigor
Gast





BeitragVerfasst am: 11. Apr 2008 9:45   Titel:

AoE wääre auch eine Möglichkeit, wahrscheinlich sogar die performanteste

http://de.wikipedia.org/wiki/ATA_over_Ethernet
 

cb42de



Anmeldungsdatum: 10.04.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 14. Apr 2008 18:08   Titel: Rechnername versus IP

Hallo,

vielen dank für die infos.
Habe mich für nfs entschieden. Funktioniert inzwischen auch mit 2 Haken:
1. Musste in der exports datei den Rechnernamen durch die IP adresse austauschen???
2. Die Performance ist lausig. 360 KB/s ????

Hat mir jemand ne Idee warum di e Performance so lausig ist? und warum ich die IP adresse brauche statt dem Namen?

(Ich gehe über die WLAN an einer Fritzbox)

Vielen lieben Dank
christian
 
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Janka



Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 3569

BeitragVerfasst am: 14. Apr 2008 20:19   Titel:

Wie misst du die Geschwindigkeit?

Probier mal, mit den Optionen rsize=32768,wsize=32768 und evtl. nolock zu mounten.

Den Hostnamen in /etc/exports zu nutzen sollte funktionieren, wenn dieser Name im DNS eingetragen ist. Alternativ kannst du natürlich auch ein ganzes Netzwerk freigeben.

Janka
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cb42de



Anmeldungsdatum: 10.04.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 15. Apr 2008 20:47   Titel:

Die Geschwindigkeit hat mir Suse schlicht im Kopieren-Fenster angezeit als ich schlicht 3 GB kopieren wollte (hat dann auch 3 Stunden gedauert Crying or Very sad ) Den Durchsatz habe ich nicht nachgerechnet. Ich vertrau da einfach mal der blackbox....

Mit dem Namen : ich habe natürlich keine Ahnung wo ich die DNS konfiguriere und ob der bei mir läuft... Wo müsste ich sowas denn eintragen??

Die mount optionen werde ich bei gelegenheit testen. Vielen lieben dank
 
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Janka



Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 3569

BeitragVerfasst am: 16. Apr 2008 10:46   Titel:

Wenn du nicht weißt, wo du DNS konfigurierst, hast du vermutlich auch die Hostnamen nicht quer auf allen Rechnern eingetragen. Damit kann es nicht funzen, Hostnamen in /etc/exports einzutragen, denn die Hosts kennen sich ja untereinander gar nicht.

Eine automatische Namensauflösung ala Windows via Broadcast ist nicht routebar und dazu noch notorisch unzuverlässig, deshalb unterstützt Unix sowas auch nicht.

Im einfachsten Fall reicht es, in /etc/hosts auf allen Rechnern alle Rechnernamen einzutragen. Besser ist es, auf einem Rechner (zum Beispiel einem Router) einen DNS-Server für das lokale Netz einzurichten -- das bieten viel Router schon an -- und diesen dann auf den Clients einzutragen.

Janka
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cb42de



Anmeldungsdatum: 10.04.2008
Beiträge: 4

BeitragVerfasst am: 16. Apr 2008 19:39   Titel: Vielen lieben dank für die tolle Hilfe

Hallo,

Nochmals tausend dank für die tolle Hilfe.

Das die hosts datei im endeffekt den dns bedient war mir nicht bewusst und prompt habe ich hier nur auf einer Seite geändert so konnte das nichts werden. man muss schon beide anpassen.

Leider haben die option rsize und wsize=32768 und auch nolock die Performance nur wenig geändert (eigentlich gar nicht). Aber immerhin es funktioniert, wenn auch sehr langsam.

Vielen lieben Dank Janka.
Liebe Grüsse
christian
 
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Janka



Anmeldungsdatum: 11.02.2006
Beiträge: 3569

BeitragVerfasst am: 17. Apr 2008 9:26   Titel:

In dem Fall scheinst du einen ziemlichem Wurm in deinem Setup zu haben. Gucke dir mal die Datei in /var/log/messages und die Ausgabe des Befehls dmesg (jeweils die letzten Zeilen) an, während der NFS arbeitet. Evtl. meckert der da über irgendwas.

Janka
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