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 Betreff des Beitrags: Kernel-Update rückgängig machen
BeitragVerfasst: 19. Mai 2008 13:57 
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Registriert: 15. Apr 2006 3:42
Beiträge: 26
Hallo zusammen :-)

Ich habe im Dezember 2007 Suse 10.3 installiert. Der Kernel dürfte ein 2.6.22.5 gewesen sein. Gleich nach der Installation habe ich ein komplettes Online-Update (die Sache mit den Patches) durchgeführt. Unter anderem wurde dabei auch der Kernel auf die Version 2.6.22.13-0.3 modifiziert. Im Ergebnis wurde der Rechner nicht mehr richtig heruntergefahren (vor dem Online-Update kein Problem). Das Problem wurde damals als bekannter Bug eingestuft.

Ich wusste mir damals nicht anders zu helfen, als die Installation noch einmal durchzuführen und beim anschließenden Online-Update auf die Kernel-Modifikation zu verzichten.

Inzwischen dürfte dieses Problem mit dem aktuellen Kernel wohl nicht mehr existieren. Bestätigen kann ich dies aber nicht, weil ich damals aus anderen Gründen wieder auf Suse 10.2 umgestiegen bin.


Trotzdem bleibt eine Frage (1):

Hätte ich damals nach dem Online-Update den "Ursprungs"-Kernel auf eine andere Weise wieder zurückbekommen können, ohne dabei das System noch einmal ganz neu zu installieren?


Oder was vielleicht noch besser gewesen wäre (2):

Hätte ich während des Online-Updates irgendwie auswählen können, dass der neue/modifizierte Kernel parallel zum alten Kernel installiert wird, so dass man beim Booten auswählen kann, mit welchem Kernel der PC hochgefahren werden soll? Dann hätte man den neuen Kernel erstmal testen können und später (wenn keine Probleme auftauchen) als Standard einstellen können.


Bin für jeden Rat und für jede Info dankbar :-)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Mai 2008 8:37 
Morgen,

Normalerweise Aktualisiert Grub die Menu.lst nach einem apt-get oder aptitude oder Yast Update Automatisch so das beide Kernel Images Zurverfügung stehen! Ich Denke Du wirst wohl ganz einfach das Alte Image gelöscht haben!

Gruß
hypa


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Mai 2008 8:53 
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Registriert: 11. Feb 2006 19:10
Beiträge: 3569
Du musst du dich in /boot und /lib/modules umsehen, ob da der alte Kernel, die alte initrd, die alte System.map und die alten Module rumliegen. Wenn ja, kannst du /boot/grub/menu.lst oder /etc/lilo.conf passend editieren (um im zweiten Fall "lilo" aufrufen, um lilo neu zu installieren) und kannst dann mit dem alten Kernel booten.

Es ist also möglich, auf den alten Kernel downzugraden, aber das ist relativ umständlich, wenn man ihn nirgendwo mehr rumliegen hat. Evtl. kannst du auch einfach den aktuellen Vanilla-Kernel probieren? SuSE 10.3 hat WIMRE keine speziellen Patches, die nicht im aktuellen Vanilla-Kernel nicht schon drin wären. Nachteil: Um's Updaten des Kernels musst du dich dann tatsächlich selbst kümmern.


Janka

_________________
Ich vertonne Spam immer in /dev/dsp statt /dev/null.
Ich mag die Schreie.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 20. Mai 2008 17:50 
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Registriert: 15. Apr 2006 3:42
Beiträge: 26
Hallo hypa :-) Hallo Janka :-)

Zunächst einmal vielen Dank für die Antworten. Ich habe im Moment jedoch noch einige Probleme, eventuelle frühere Kernel-Versionen auf meinem System in den genannten Ordnern wiederzufinden. Dort finde ich bislang nur Einträge, die dem gerade aktuellen Kernel entsprechen. Gelöscht habe ich zumindest nichts.

Aber vielleicht habe ich ja einen (für mich als Anfänger) passenden Weg gefunden:

Man trägt als zusätzliche Installationsquelle einfach die openSuse-URL ein, auf der sich unter anderem auch die ganzen Kernel-Versionen befinden, passend zur Distribution und Architektur.
Dann lässt man sich diese per YaST ("Software installieren oder löschen") anzeigen und wählt den Kernel aus, den man vor dem Online-Update zuletzt installiert hatte. Ich würde hierzu einzig den entsprechenden Eintrag "kernel-default" auswählen, weil ich dahinter alles vermute, was für einen Kernel-Downgrade nötig ist.

Tja, soweit meine "grandiose" Idee. Hintergrund ist noch immer, dass ich oftmals nach einem Kernel-Update verschiedene Probleme hatte, und dann einfach nur meinen früheren Kernel zurückbekommen möchte. Zumindest so lange, bis diese Probleme dann in einer zukünftigen Kernel-Version beseitigt sind.

Ist meine Idee so halbwegs brauchbar oder habe ich da etwas völlig grundlegendes in Gedanken vermasselt?

Liebe Grüße :-)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21. Mai 2008 8:44 
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Registriert: 10. Feb 2002 21:39
Beiträge: 411
Wohnort: Heroldsberg (ERH)
Hallo dubidu

So wie du es beschreibst, sollte es eigentlich funktionieren.

Ich habe selbst schon öfter auf diese Weise "downgrades" gemacht, allerdings noch nie betreffend den kernel.

Frohes Schaffen
Lothar


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 21. Mai 2008 13:35 
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Registriert: 15. Apr 2006 3:42
Beiträge: 26
Hallo Lothar :-)

Klingt prima. Dann werde ich mal versuchen, ob ich anhand meiner eigenen Anleitung demnächst einen Erfolg verkünden kann.

Allerdings benötige ich ein paar Tage, weil ich hierzu erst einen Test-Rechner einrichten werde, sicher ist sicher.

Ich werde mich dann in Kürze an dieser Stelle wieder melden.

Erstmal vielen Dank an alle Mitwirkenden :-)


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