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Kampf gegen Zensursula

 
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Anarchokommunist
Gast





BeitragVerfasst am: 02. Jun 2009 23:57   Titel: Kampf gegen Zensursula

Der Widerstand der deutschen Netzgemeinde gegen die Pläne der Bundesregierung, im Namen des Kampfes gegen "Kinderpornographie" eine Infrastruktur zur Internetzensur einzuführen, ist ohne Beispiel. Anfangs verlächelt und verhöhnt organisiert sich aus einer neuen Generation von netzaffinen Menschen eine Bürgerbewegung der neuen Art, mit der die deutsche Politik in der Form bislang noch nicht konfrontiert war.


Interessante Radiosendung des CCC zu diesem brisanten Thema.


Bequem als Stream anhören:


http://blip.tv/file/2178234/


Als mp3:

http://chaosradio.ccc.de/cre124.html

Verbreitet den Link möglichst weiter wir brauchen Alternativen zur Mainstreampresse die solche Theman ja leider nur oberflächlich behandelt.
 

Freidenker



Anmeldungsdatum: 12.06.2009
Beiträge: 1

BeitragVerfasst am: 12. Jun 2009 6:15   Titel: Petition gegen Internetzensur - Ihre Stimme zählt

Nur noch wenige Tage möglich: gegen Internet-Zensur unterschreiben!

Sie sind gegen die Verbreitung von Kinderpornografie im Internet, gegen Internet-Sperren und gegen Internet-Zensur?

Unterzeichnen Sie die Online-Petition gegen Internet-Sperren!
Haben Sie schon? Dann informieren Sie Freunde und Bekannte darüber:

Öffentliche Petition beim Bundestag:
https://epetitionen.bundestag.de/index.php?petition=3860;sa=details

Eine kurze Anleitung, die erklärt, in welchen Schritten man zum Unterzeichner einer Petition werden kann:

1. Aufrufen der Petitions-Webseite des Deutschen Bundestages epetitionen.bundestag.de
2. Registrieren auf epetitionen.bundestag.de
3. Bestätigungsmail im E-Mailpostfach abrufen
4. Bestätigungslink in E-Mail anklicken
5. Anmelden auf epetitionen.bundestag.de
6. Petition auswählen
7. Mitzeichnen

Internet-Sperren sind vollkommen ungeeignet im Kampf gegen die Verbreitung der Darstellung sexuellen Missbrauchs von Kindern (Kinderpornografie) im Internet. Lesen Sie hier, warum solche Maßnahmen blinder Aktionismus sind:

Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur
http://ak-zensur.de/

Westliche Internetzensur
http://wikileaks.org/wiki/Westliche_Internetzensur:_Anfang_vom_Ende_oder_Ende_vom_Anfang%3F

Missbrauchsopfer gegen Internet-Sperren
http://mogis.wordpress.com/

Argumente - Wiki gegen Netzzensur
http://www.thomasmoehle.de/zensur/index.php/Argumente

Gegen Zensur
http://www.gegenzensur.org/

DuBistTerrorist.de (Video) - Deutschland aus Politikeraugen
http://dubistterrorist.de/

Die dreizehn Lügen der Zensursula
http://netzpolitik.org/2009/die-dreizehn-luegen-der-zensursula/

Zensursula Wiki
http://zensursula.de/wiki/index.php?title=Hauptseite

Zensursula Blog
http://www.zensursula.net/

Daten-Speicherung
http://www.daten-speicherung.de/

German Privacy Foundation e.V.
https://www.privacyfoundation.de/

Internet-Sperren sind ungeeignet

92% der Bundesbürger sind laut einer repräsentativen Umfrage von Infratest Dimap für Löschen statt Sperren.

Durch die Sperren wird der beanstandete Inhalt nicht aus dem Internet entfernt, sondern nur der Abruf erschwert. Seiten mit kriminellen Inhalten sollen nicht etwa gelöscht, sondern lediglich mit technischen Maßnahmen vor zufälligem Zugriff verborgen werden. Doch „zufälliges“ Auffinden solcher Seiten ist sehr selten: Der Aufwand, um an entsprechendes Material zu gelangen, ist weitaus größer als der, eine Sperre zu umgehen. Auch wird einschlägiges Material in der Regel über andere Wege als das Web verbreitet. Doch da, wo tatsächlich kriminelle Inhalte vorhanden sind, wird durch eine Sperre nichts erreicht: Die Inhalte sind weiterhin vorhanden und können weiter konsumiert werden. Daher können Internet-Sperren das angestrebte Ziel in keiner Weise erreichen.

Wenn die DNS-Sperren nichts anderes ist, als die Löschung einer Telefonnummer aus dem Telefonbuch, dann besteht doch das einzige Hindernis darin, dass ich die Telefonnummer manuell wählen muss?

Damit ist das Kernproblem erfasst, denn genau so sieht es aus. Beispiel: Der Domain heise.de ist die IP-Adresse 193.99.144.80 zugewiesen. Anstatt nun die hypothetisch gesperrte Domain heise.de in Ihren Browser einzugeben, tippen Sie einfach die IP http://193.99.144.80 ein, und schon haben Sie den Filter umgangen. Sie sehen, dass bereits mittels direkter Verlinkung auf die IP-Adresse der hypothetisch gesperrten Webseite eine DNS-Sperre umgangen werden kann - möglicherweise sogar ohne, dass es Ihnen als Nutzer der auf einen Link klickt, auffällt. Damit wird auch klar, dass DNS-Sperren nicht einmal geeignet sind, die oftmals angeführten Zufallsbekanntschaften mit Kinderpornographie zu verhindern.

Sogar die schwedische Polizei, deren Land bereits über ein solches Filtersystem verfügt - hält offenkundig wenig von ihrem eigenen System:

„Unsere Sperrmaßnahmen tragen leider nicht dazu bei, die Produktion von Webpornografie zu vermindern“, bilanzierte der Chef der Polizeiermittlungsgruppe gegen Kinderpornografie und Kindesmisshandlung in Stockholm, Björn Sellström, im Nachrichtenmagazin FOCUS. Die Zahl der gesperrten Seiten habe sich seit der Einführung des Systems im Jahr 2005 auf 5000 erhöht. Zudem könnten Nutzer die Stopp-Seiten problemlos umgehen.

Internet-Sperren sind kontraproduktiv

Die Internet-Sperren sind für die kriminellen Täter eine indirekte Hilfe. Sie verzögern die Strafverfolgung und suggerieren, dass etwas getan wird - doch die Inhalte bleiben weiterhin im Netz. Die Täter können automatisiert testen, ob ihre Angebote auf Sperrlisten stehen, und können die gewonnene Zeit nutzen, um Spuren zu verwischen und die Inhalte auf neue Server zu verlagern.

Dazu kommt noch, dass für das Sperrszenario eine Liste mit zu sperrenden Webseiten erstellt und an die Provider weitergegeben werden muss. Kommt diese Liste an die Öffentlichkeit, dient sie als hervorragendes Inhaltsverzeichnis kinderpornographischer Webseiten. Das dies selbst unter Strafandrohung nicht zu verhindern ist, lehrt die Erfahrung. So sind inzwischen die dänische, finnische und österreichische Sperrliste bei Wikileaks frei verfügbar.

Ausweitung der Sperren als Vorwand für Zensur

Internet-Sperren sind aber auch schädlich für die Demokratie. Internet-Sperren bergen erhebliche Risiken für unser demokratisches Gemeinwesen und die Informations- und Meinungsfreiheit. Zahlreiche Interessensgruppen möchten Internet-Sperren für ihre Zwecke ausnutzen und ausbauen, etwa gegen Urheberrechtsverletzungen und ausländische Glücksspiel-Anbieter.

Missbrauchte Kinder werden ein zweites Mal missbraucht, um ein umfassendes Internet-Sperr-System zu etablieren, denn eine einmal etablierte Sperr-Infrastruktur wird zwangsläufig für andere Zwecke genutzt werden.

Diese Gefahren sind keine Hirngespinste von Verschwörungstheoretikern sondern ganz real. So schreibt Annette Marberth-Kubicki in der Neuen Juristischen Wochenschrift (NJW 2009, 1792):

„Hat sich das Instrument der Internetsperre erst einmal etabliert, wird es nicht nur zum Kampf gegen Kinderpornografie eingesetzt werden. Die Nutzung wird dann auch zur Verhinderung anderer unzulässiger oder nur unerwünschter Inhalte des Internets ausgedehnt werden. Schon jetzt werden Forderungen nach der Blockade von Glückspielen, Sportwetten, Killerspielen, Urheberrechtsverletzungen, politischer Propaganda etc. erhoben. Das Zeitalter der Internet-Zensur hat endgültig begonnen.“

Die FDP-Innenpolitikerin Gisela Piltz sagte: „Wir befürchten, dass die Grauzone immer weiter ausgedehnt wird und so eine schleichende Zensur stattfindet.“

Löschen statt Verstecken

Der Arbeitskreis gegen Internet-Sperren und Zensur (AK Zensur) hat die Ankündigung der SPD, das Internet-Sperr-Gesetz in der jetzigen Form nicht mittragen zu wollen, als ersten Schritt in die richtige Richtung begrüßt. Die Bedenken der Internet-Nutzer würden ernst genommen. Gleichwohl gingen sie nicht weit genug, sagte Sprecher und Mitgründer Alvar Freude.

„Überall auf der Welt entfernen Webhoster auf Anfrage solches Material innerhalb kürzester Zeit. Das hat ein von uns durchgeführtes Experiment gezeigt“, so Freude. „Dem BKA wurden mehrere einschlägige Server in Deutschland bekannt gegeben. Es ist unverständlich, warum diese lediglich versteckt und nicht abgeschaltet werden sollen.“

Auch Christian Bahls vom Verein "Missbrauchsopfer gegen Internetsperren" (Mogis) fordert, dass Inhalte, die den sexuellen Missbrauch von Kindern zeigen, zügig entfernt werden: „Es kann nicht sein, dass diese Missbrauchsdokumentation nur vordergründig versteckt wird, während die Verbreitung weiterhin stattfindet. Betroffenen fällt die Aufarbeitung des Missbrauchs umso schwerer, wenn die Darstellungen weiter verfügbar sind und weitgehend ungehindert weiterverbreitet werden. Dadurch ist der Missbrauch faktisch nie beendet.“

Helfen Sie mit, dies zu verhindern und unterzeichnen Sie die Online-Petition gegen Internet-Sperren:

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=3860
 
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