Lohnt sich ein Umstieg auf Linux

Forum für Leute, die von anderen Systemen auf Linux gewechselt haben oder den Umstieg planen
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Lohnt sich ein Umstieg auf Linux

#1 Beitrag von Gast » 29. Okt 2009 17:02

Hallo!

Seit einiger Zeit spiele ich mit dem Gedanken, mir einen Laptop zu kaufen und dort linux zu installieren. Leider habe ich von Linux noch 0 Ahnung und deshalb einige Fragen.

Zuerst mal will ich mit dem Laptop Office nutzen, bisschen in C++ rumspielen und Fotos bearbeiten. Spiele kommen keine drauf, dafür hab ich noch nen PC.

Wie sieht es mit treibern für neue Notebooks aus? Gibt es irgend was, was auf keinen Fall linux geeignet ist?
Welche linux distribution ist für Einsteiger am ehesten geeignet?
Habt ihr vllt nen Vorschlag für nen laptop dazu?

exc64user

Linux und Laptop

#2 Beitrag von exc64user » 29. Okt 2009 18:54

Hallo

Ich habe ein recht altes Laptop einen IBM Thinkpad T22 von 2001 mit 900Mhz und 512 mb Arbeitsspeicher und einer 80 GB Platte. Als System habe ich Suse 10.3 drauf und es läuft super stabil wie der Käfer von VW - läuft und läuft ......
Es ist nicht einfach einem Einsteiger etwas zu raten aber ich würde Dir am Anfang eine Live Distri empfehlen wie z.B Knoppix die Du runterladen kannst ( schnelles DSL oder Kabelverbindung sollte es aber schon sein) einfach in Google mal Knoppix eingeben dann kommen schon viele infos darüber. Auch kannst Du dir ein Linux-Magazin wie Easy-linux zulegen ( ca. 9,80 € mit 2 DVD's) da ist openSuse 11.1 und Ubuntu 9.04 was recht Einsteigerfeundlich sein soll - ich verwende openSuse.
So weit ich dies Beurteilen kann gibt es bei den aktuellen Linux Distries keine grösseren Probleme was die Unterstützung von Laptop's angeht.
Da du ja keine Spiele oder sonst was in dieser Richtung machen willst, sehe ich keine probleme bei dem Grafikchip. 3D kann manchmal schwierig werden zu konfigurieren für einen Einsteiger.
Alles andere ist gut Unterstüzt sollte keine Probleme machen.
Und wenns ein gebrauchter sein soll ... kein problem wie du weist habe ich einen und der ist 8 Jahre alt und wenn man keine spiele und grosse grafiken machen will dann tut's auch so ein ewas betagter Veteran der Mobilen Zunft.
Wünsche Dir viel Glück


mfg

Ralf

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Janka
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#3 Beitrag von Janka » 30. Okt 2009 0:07

Du hast gefragt, ob sich ein Umstieg "lohnt", hast aber nicht gesagt, was du eigentlich erreichen willst. Daher kann man dir auf deine Frage keine richtige Antwort geben.

Janka
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Gast

#4 Beitrag von Gast » 02. Nov 2009 8:19

Danke erstmal für die schnelle antwort!

Es nervt mich einfach windows immer wieder neu zu installieren, weil mein pc lahmt.

Ich will einfach ein stabiles system und da wurde mit halt von nem kumpel zu linux geraten.
Und da ich von linux mal gar keine ahnung habe, stellt sich mir die frage ob es sich lohnt umzusteigen.

ups

Frage

#5 Beitrag von ups » 02. Nov 2009 9:17

Moin,

diese Frage hatte ich mir vor 9 Jahren auch gestellt ;)

Damals mußte man aber echt noch ein bißchen basteln, z.B. bei TV-Karten und den Kernel anpassen.

Heute laufen alle PC's unter Linux.

Neuinstalltion ist natürlich auch aller paar Jahre fällig, weil. neuerer Software eben auch neuere Biblliothen haben will... Z.B. läuft des Elster-Derivat Winston nicht mehr auf einem 5 Jahre alten Linux.

Ob sich das lohnt? Finanziell auf alle Fälle ;)
Und lohnt sich es, das ein Betriebssystem zuverlässig ist. Oder das man keine Angst vor Viren haben muß?
-- Alles relative Meinungen: welche Art von Spaß magst Du denn ? ;) ---

Gruß
ups

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Phoenix
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Linux lohnt?!!

#6 Beitrag von Phoenix » 02. Nov 2009 16:37

Hallo Zusammen, hallo gast 1,

wie schon angedeutet, gibt es mehrere Antworten. Finanzielle Gesichtspunkte sind nur ein Part. Willst Du grundsätzlich nicht basteln bzw. experimentieren, scheust Du jegliche Initiative, hast Du Angst vor der Computertechnik, hast Du ein ausreichendes Grundkapital: bleib beim Redmond- Guru, und laß Dich von ihm nach Strich und Faden dirigieren und ausforschen, auch noch ausmisten.

Trifft das alles nicht zu, versuch's doch einfach. Sichere Deine aktuellen Daten mit Image und Backup, und spiele ein Linux auf Deinen Rechner. Es gibt kleinere Versionen mit einfachen Desktops, und es gibt Mammutdistributionen mit allem Luxus und Komfort. Vielleicht ist ganz zu Anfang ein Ubuntu nicht schlecht, das nimmt Dir fast alle Arbeit beim Installieren ab. Mit ein bischen eigenem Gestaltungswillen nimmt vielleicht Mandriva oder openSUSE oder Sidux oder...

Aber bleib eine Weile bei der getroffenen Entscheidung, bis Du einigermaßen firm bist. Ja. und frag bei Problemen- sicher wird Dir auch hier geholfen.

Viel Spaß mit Linux

Phoenix
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Janka
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#7 Beitrag von Janka » 02. Nov 2009 18:01

Gast hat geschrieben:Es nervt mich einfach windows immer wieder neu zu installieren, weil mein pc lahmt.
Das ist schlecht. Wenn du einfach nur ein MS-Windows ohne Abstürze haben willst, musst du dein Verhalten ändern -- also niemals als Admin arbeiten, keine "neuen tollen" Programme von irgendwoher installieren, auf bestimmte Programme verzichten, die diesen Unsinn erfordern, nicht andauernd an Treibern herumbasteln, nicht dauernd neue Hardware vom Grabbeltisch kaufen.

Linux ist nicht einfach ein "Ersatz", bei dem man ein MS-Windows ohne die dummen Probleme von MS-WIndows bekommt. Linux erfordert es ebenfalls, das du dein Benutzerverhalten änderst, an vielen Stellen *erzwingt* es dies sogar. Es schützt dich vor deiner eigenen Unkenntnis, du wirst das als Umsteiger aber vermutlich als Bevormundung empfinden. Da müsstest du dann erstmal durch.
Ich will einfach ein stabiles system und da wurde mit halt von nem kumpel zu linux geraten.
Benutzt dieser Kumpel denn Linux? Wenn nein, solltest du ihn ignorieren. Wenn er es erst kurz benutzt solltest du seine Einschätzung in 6 Monaten abwarten und dann selbst entscheiden. Wenn er es längere Zeit benutzt solltest du mit ihm erstmal eine Parallelinstallation auf deinem Rechner durchführen, dann kannst du Linux ausprobieren.
Und da ich von linux mal gar keine ahnung habe, stellt sich mir die frage ob es sich lohnt umzusteigen.
Klar lohnt es sich. Du bekommst einen riesigen Softwarehaufen für lau, nicht nur Demoversionen oder Shareware, sondern immer Vollversionen. Dabei musst du nicht ewig nach Software suchen oder fürchten, dass irgendein Crack deinen Rechner befällt, denn es sind alles *legale* *freie* Vollversionen. Nicht die kommerziellen Programme, die du vielleicht gewohnt bist, in manchen Fällen gleichwertige, meistens jedoch sogar deutlich bessere Programme als man für Geld kaufen könnte.

Du musst dich auch nicht davor fürchten, in eine Abofalle zu geraten, weil Linux ein ausgereiftes Softwaremanagement hat, das genau weiß, woher es die jeweils aktuellesten Versionen aller Programm bekommt. In der Liste nach Name oder Begriff suchen lassen reicht aus. Außerdem bekommst du bei Linux zentrale, auf Wunsch automatische, Sicherheitsupdates für *alle* installierbaren Programme, nicht nur für manche wie bei MS-Windows.

Womit wir beim Sicherheitsthema wären. Bei Linux werden die Sicherheitslücken gestopft, anstatt nach Software zu suchen die sie ausnutzt. Das geht deshalb so einfach, weil die Software kostenlos ist, also kein Marketingfuzzi dazwischensitzt, der festlegt, dass es für alte Versionen keine Sicherheitsupdates mehr gibt, weil sich das nicht "lohne" und dass die neue Version selbstverständlich was kostet. Deshalb bist du was Sicherheit angeht immer auf dem neuesten Stand. Ein ressourcenfressender Virenscanner ist überflüssig, sogar kontraproduktiv, weil er ja überall reingucken müsste. Es gibt ohnehin gerade mal ein paar Dutzend Schadprogramme für Linux und die zugehörigen Lücken sind seit Jahren gestopft.

Janka
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Gast

#8 Beitrag von Gast » 02. Nov 2009 19:01

Vielen Dank für eure Antworten. Der Laptop muss wohl bis Anfang Dezember warten...
Erstmal muss ich n bisschen Geld zusammenkratzen... Jaja, als azubi hat mans nicht leicht!

Ich bin mir auf jeden Fall bewusst, dass ich kein Wondows-Ersatz vor mir haben werde.
Ich habe auch gar kein Problem damit, mich einzuarbeiten und etwas Zeit zu investieren.

Das mit dem lahmenden PC liegt übrigens nicht daran, dass ich an treibern oder hadrware rumbastle, sonden wohl eher an den überflüssigen programmen, auf die ich ungerne verzichte.
...also niemals als Admin arbeiten...
Wo wir grad mal dabei sind: Wie siehts eigenltich bei linux mit "Denutzerkonten" aus?
Installiert ihr alles, und meldet euch dann nur noch mit einem eingeschränkten Konto an?

Der Kumpel arbeitet schon lang mit linux, aber im Moment is er schwer zu erreichen, weil er beim Bund is und am Wochenende braucht ihn seine Freundin.

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Janka
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#9 Beitrag von Janka » 03. Nov 2009 0:29

Gast hat geschrieben:
...also niemals als Admin arbeiten...
Wo wir grad mal dabei sind: Wie siehts eigenltich bei linux mit "Denutzerkonten" aus?
Installiert ihr alles, und meldet euch dann nur noch mit einem eingeschränkten Konto an?
Natürlich. Als "root" sollte man niemals "normal" arbeiten, es ist unnötig und einige Distributionen verhindern es sogar. Wenn man später irgend eine Arbeit als root machen muss, kann man sich in einem bestimmten Terminalfenster oder für eine spezielle Anwendung die root-Rechte per Kennwort holen. Das war schon immer so.

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Linux

#10 Beitrag von logoft » 04. Nov 2009 23:19

Hallo,

Linux ist ein eigenständiges System. Leider ist es nicht so leicht verständlich wie DOS oder Windows von der internen Struktur, es braucht länger es zu verstehen. Wenn Windows 5 Einstellungen hat eines Programms, dann gibt es bei Linux 50 - unglaubliche Anpassungsmöglichkeiten. Deshalb am Anfang nie versuchen viel rumbasteln. Und niemals Verzeichnisse (Ordner) löschen, denn dann kann man Programme nicht mehr deinstallieren.

Die Programmierer leisten unglaubliches, die Programmflut von Programmen ist beeindruckend. Nur mit Programmnamen haben sie sich -kein- Gefallen getan, sie sind nach Anwendung sortiert - nicht nach Thema. Es gibt eine Oberfläche die kde heißt, das Programm heißt dann kdeProgramm statt Programmkde. Das richtige Programm zu finden ist deshalb schwieriger.

Linux bietet mehrere Task, also Linux läuft mehrfach Strg-ALT-F1 bis F12 durchtesten. Linux stürzt seltener ab, weil es mehrfach läuft und es deshalb leichter bei Stillstand resetet werden kann ohne zu booten.

Linux sollte man sich mit Live-Systemen ansehen, eine DVD die startet und man ohne Installation testen kann.

Linux ist toll, aber es erfordert Engelsgeduld und sehr viel Ausdauer es kennen lernen zu wollen. Ratzfatz installieren und benutzen gibts bei Linux nicht. Spätestens beim 1. Anpassungsversuch muß man tiefer in Linux wühlen als einem lieb ist.

Linux ist ne Weltreise - Windows ein Stadtbesuch.

mfg

Newbee
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lohnt auf jeden Fall

#11 Beitrag von Newbee » 27. Jun 2010 0:36

der Umstieg lohnt sich aus verschiedenen Gründen.
Windows kostet Geld pro PC/Laptop, Linux ist OpenSource, kostenfrei solange Du keinen Support brauchst - für reine Privatanwendungen braucht man nicht unbedingt Support.
Der Support endet bei Windows für die alten Versionen irgendwann ganz, dann heißt es wieder neu kaufen.
Diese Tatsache und der Sicherheitsaspekt hat mich damals zum Umstieg bewogen.
Ich würde Dir Fedora oder Ubuntu für den Anfang empfehlen, aber das ist alles reine Geschmackssache.
Vorteil der großen Distri-Versionen: die haben Autopartitionierung und eine Hardwareerkennung - andere Distris sind aber auch nicht schlecht.
Das hängt auch stark von Deinen Laptop ab. (Ramspeicher, Grafikkarte, usw.).
Wenn der Ramspeicher, Cpu eher schwach ist, mußt Du auf eine kleinere Spezialdistribution ausweichen - da dürfte es dann für Dich als absoluter Anfänger sehr schwierig werden.
Eine gute Übersicht findest Du unter http://distrowatch.com
Ich würde für den Anfang nichts exotisches nehmen.
In jedem Fall mußt Du Dich mit Linux beschäftigen - das erfordert einiges an Zeit wie bei jedem Betriebssystem, da man es ja nicht kennt.
Für c++ kannst Du z.B. gut Eclipse als IDE verwenden.
Auf Dauer gesehen lohnt sich der Umstieg.
never dismiss a plan, try time and again

schmacko

#12 Beitrag von schmacko » 29. Jun 2010 5:51

Linux bietet mehrere Task, also Linux läuft mehrfach Strg-ALT-F1 bis F12 durchtesten.
Linux stürzt seltener ab, weil es mehrfach läuft und es deshalb leichter bei Stillstand resetet werden kann ohne zu booten.
Linux ist ne Weltreise - Windows ein Stadtbesuch.
LOL
Weder Ahnung von Linux noch von Windows.
Für heute bist du der Knaller des Tages.

haha

Linux bietet mehrere Task

#13 Beitrag von haha » 29. Jun 2010 8:22

Linux bietet mehrere Task, also Linux läuft mehrfach Strg-ALT-F1 bis F12 durchtesten.
Linux stürzt seltener ab, weil es mehrfach läuft und es deshalb leichter bei Stillstand resetet werden kann ohne zu booten.
Da ist doch cooool :)
Du musst das nur richtig interpretieren, es ist vielleicht auch nur unglücklich formuliert:
Was ist denn falsch daran, stürzt tty7 ab, so geht tty1 noch? Geht denn das bei Windows?

logoft
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lachen kann man immer

#14 Beitrag von logoft » 14. Okt 2010 0:33

Er bringt nicht einen Satz dazu was er meint. Sowas beeindruckt mich nicht.

Windows reißt oft andere Task mit sich und Windows steht.

Bei Linux geht man auf einen anderen Task und kann den toten Task einfach löschen.

logout

#15 Beitrag von logout » 25. Jan 2011 15:58

"Er bringt nicht einen Satz dazu was er meint. Sowas beeindruckt mich nicht. "
Der Satz beeindruckt ebenfalls nicht!

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