Linux für Studis

Forum für Leute, die von anderen Systemen auf Linux gewechselt haben oder den Umstieg planen
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Taryk

Linux für Studis

#1 Beitrag von Taryk » 11. Mai 2012 14:32

Hallo liebe Leute...

Ich bin seit 20 Jahren mehr oder weniger glücklicher Windows-User, schiele aber seit fast genauso langer Zeit auf Linux. Was man so hört und liest, kann man ja in vielen Punkten sehr neidisch werden.

Jetzt hat sich der Glücksfall ergeben, dass ich ein ausrangiertes Netbook in die Finger bekommen habe, welches ich mir für den Uni-gebrauch nochmal fit machen möchte. Gleichzeitig guter Augenblick, um mal Linux zu testen, dachte ich mir mal. Dazu aber einige Fragen:

-Generell: welches Linux überhaupt? Es sollte nach Möglichkeit auch gut mit Plug & Play-geräten zu Rande kommen, da ich wahrscheinlich oft auf eine USB-Tastatur zurückgreifen werde.
-Gibt es Punkte zu beachten, was die kompatibiltät zu diverser Hardware betrifft?
-Wie sieht es aus mit einem Office-Paket? Wenn es etwas gibt, wie kompatibel ist es zu Microsoft Office? (.doc-Dokumente)
-Ist es möglich, Linux über USB-Stick nach einer Formatierung zu installieren?

Besten Dank

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Janka
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Re: Linux für Studis

#2 Beitrag von Janka » 11. Mai 2012 16:37

Taryk hat geschrieben: -Generell: welches Linux überhaupt?
Prinzipiell sollte jede der Desktop-Distributionen darauf laufen.
Es sollte nach Möglichkeit auch gut mit Plug & Play-geräten zu Rande kommen, da ich wahrscheinlich oft auf eine USB-Tastatur zurückgreifen werde.
Plug&Play ist ein Standard für ISA-Steckkarten, der zusammen mit ISA seit ca. 15 Jahren obsolet ist. Was du meinst ist vermutlich, ob deine vorhandene Hardware funktioniert. Das kann man nicht pauschal beantworten. USB-Tastaturen, USB-Mäuse, USB-Festplatten und Speichersticks sowie die meisten USB-Webcams funktionieren jedoch praktisch immer, weil es da Standard-Geräteklassen gibt, für die Linux Treiber mitbringt. Bei Scannern, Druckern, Joysticks und anderer Hardware muss man gucken, ob es Treiber gibt.
-Gibt es Punkte zu beachten, was die kompatibiltät zu diverser Hardware betrifft?
Am besten nennst du mal eine Liste der Hardware, dann können wir die dazu eine detaillierte Antwort geben
-Wie sieht es aus mit einem Office-Paket? Wenn es etwas gibt, wie kompatibel ist es zu Microsoft Office? (.doc-Dokumente)
Z.B. OpenOffice/LibreOffice. Ehrlich gesagt verwundert mich diese Frage etwas, denn diese Software gibt es auch schon sehr lange für MS-Windows. Als hättest du die letzten 10 Jahre unter einem Stein gelebt und das passt nicht mit "ich schiele seit 20 Jahren auf Linux" zusammen.
-Ist es möglich, Linux über USB-Stick nach einer Formatierung zu installieren?
Falls du kein DVD-Laufwerk hast, kannst du das DVD-Image auch auf einen genügend großen Stick packen und von dort installieren. Allerdings muss das BIOS auch vom Stick booten können, dazu muss man einige Dinge vorbereiten, für jede Distribution subtil anders. Dafür gibt es passende Anleitungen.

Janka
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muck
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#3 Beitrag von muck » 13. Mai 2012 8:59

Für Einsteiger ist ein OpenSuse mit KDE wohl am bessten geeignet.
Vom feeling her ist es nahe an einem Windows dran und mit den Systemeinstellungen und dem Systemwerkzeug yast hat man kaum Probleme mit der Einrichtung.
Installation von USB kein Problem:
Z. B.: http://www.bizuweb.com/opensuse-11-2-in ... usb-stick/

Gruss
Michael

blubber

einsteiger

#4 Beitrag von blubber » 13. Mai 2012 10:40

Hallo,

da gehen die Meinungen schon auseinander:
Für Einsteige meiner Meinung nach ist Mandriva/Mageia am Besten geeignet weil die Software dort besser getestet ist. In vielen Distributionen existieren Paket, welche einfach nicht funktionieren.....

Ein Einsteiger kann meistens nicht differenzieren: liegt es an mir oder taugt das Paket nichts...
... auch finde ich das Mandrak-Center besser als den Yast ;)

Hier kann man seine Distributions-Bedürfnisse abchecken:
http://www.zegeniestudios.net/ldc/index.php?lang=de

(Da kommen viele Ergebnisse bestimmt zugunsten von OpenSuse)

Und hüte Dich von Installations-DVDs von pseudo-"Fach"zeitschrften, da sind u.U. Vorabversionen (RC.n) dabei. Also nimm nur die vom Linux-User/~Magazin/~usw. oder von Heise.

habe a lot of fun

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Phoenix
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#5 Beitrag von Phoenix » 13. Mai 2012 16:06

Hallo Taryk,

Tipps können da nur eigene Ansichten und Erfahrungen wiederspiegeln. Gängig sind derzeit 2 Hauptlinien, und zwar rpm- oder deb- Systeme. Das sagt zunächst nicht viel, hat mit dem Paketmanager zu tun...

Rpm- Systeme sind bei weitem nicht in der riesigen Anzahl vorhanden wie deb- Systeme; das kann ein Vor- wie auch ein Nachteil sein.
Aus meiner Sicht ist die Verzettelei gerade in deb- Bereich für Anfänger nicht unbedingt leicht zu durchschauen. Die Basis Debian ist ein grundsolides System, nur nicht immer wirklich einfach zu nutzen. Alle Ableger davon setzen irgendwas auf das Grunddebian auf und versuchen damit wohl auch, eingängigere Bedienung zu bieten. So ist z.B. die ..buntufamilie ein Abkömmling von Debian, dennoch in den Anwenderkreisen inzwischen heiß umstritten. Da gibt es wesentlich ruhigere Familienmitglieder...

Willst Du nur als normaler Anwender mit Linux arbeiten, nimm aus meiner (!) Sicht besser ein rpm- System, wie Fedora, openSUSE oder Mandriva- Mageia. Allerdings ist bei Mandriva Vorsicht angebracht, weil da einiges im Umbruch ist; der Ableger Mageia verspricht mehr Konstanz. Willst Du wirklich nur erst einmal in Linux hineinschnppern: versuche Mageia.

Viel Spaß

Phoenix
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Janka
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#6 Beitrag von Janka » 13. Mai 2012 18:31

Es ist völlig egal, welcher Paketmanager und welches Paketformat da im Hintergrund werkelt. Pakete einzuspielen, die nicht für die jeweilige Distribution gebaut sind ist immer mit großen Schmerzen verbunden, weil die Abhängigkeiten dann nicht stimmen. Das gilt bereits zwischen den einzelnen Versionen einer bestimmten Distribution.

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brum

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#7 Beitrag von brum » 14. Mai 2012 12:22

Was möglicherweise noch ein Entscheidungspunkt sein kann, ist die Aktualisierungstechnik.
"Normale" Distributionen werden veröffentlicht und eine Weile supportet, vorher erscheint eine neues Release. Dann muß man irgendwann, nach 3 bis 5 Jahren, sein System komplett updaten oder neu installieren.

Es gibt aber auch Distributionen, welche sich nach dem "Rolling Release"-Verfahren aktualisieren.
http://de.wikipedia.org/wiki/Rolling_Release

Da wäre dann PCLinuxOS als Derivat von Mandriva oder LinuxMint ein Kandidat für Dich.

Gruß brum

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#8 Beitrag von Phoenix » 14. Mai 2012 18:14

Hallo brum,

LinuxMint (Ubuntu) oder LinuxMint LMDE? Aptosid oder Siduction wären auch solche Kandidaten; aber... :roll: Sogar openSUSE kann das (Tumbleweed).

Hallo Janka,

den Paketmanager habe ich nur angeführt, weil man die Distris so etwas einfacher einordnen kann. Sonst wollte ich daran nicht herumkritteln; gezeigt hat sich bei mir nur, daß ich vor Einsatz einer Distri schon auf den Manager achte, weil für meine Arbeitsweise insgesamt rpm besser in der Hand liegt als deb.

Nette Grüße

Phoenix
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#9 Beitrag von Janka » 14. Mai 2012 22:14

Wenn man nicht selbst paketiert sollte es keinen Unterschied machen, welches Paketformat die Distribution verwendet. Man nimmt das Softwarewerkzeug und sagt welche Software man haben will und das Ding macht den Rest. Mit den einzelnen Paketen kommt man normalerweise gar nicht in Berührung. Wenn doch, macht man irgendwas falsch.

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Linux Mint

#10 Beitrag von PeterKola » 07. Feb 2013 17:17

Hi,

ich habe demletzt von meinem Vater ein altes schwachbrüstiges Notebook bekommen, das einzige BS das anständig lief, war Linux Mint. Also meine Empfehlung Linux Mint für dein Netbook.

Gruß
Linux rulez.

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#11 Beitrag von Phoenix » 07. Feb 2013 17:40

Hallo PeterKola,

ob Taryk überhaupt noch mitliest? Ein "professionelles" Linux für Studenten scheint derzeit nur noch Linux Advanced aus Österreich :lol: zu sein, aktuell Version 12.1.

Allerdings ist das etwas umstritten in seiner Komposition auf Gnome 3 und seiner Auslegung auf PAE- Kernel.

Da es das als Livesystem gibt, sind Tests leicht möglich. Ob das einmal installiert auch auf andere Oberflächen umstellbar ist, weiß ich derzeit nicht.

Willst Du ersthaft im Unibetrieb mit einem Linuxrechner arbeiten, sollte es nicht unbedingt ein Modell von Fred Feuerstein sein... aber auch nicht ein topaktuelles Hightech- Modell (wegen leicht drohender Verluste).

In dem Sinne viel Erfolg für Mitleser

Phoenix
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fantasia
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#12 Beitrag von fantasia » 10. Apr 2013 18:43

Gibt es für Studenten nicht sogar Rabatte auf Linux-Rechner? Bei Apple ist das zumindest so. Früher gab es ca. 10 Prozent auf jeden Mac...
Dies ist ein Text, der an jeden Beitrag von Ihnen angehängt werden kann.

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#13 Beitrag von Phoenix » 10. Apr 2013 22:47

fantasia hat geschrieben:Gibt es für Studenten nicht sogar Rabatte auf Linux-Rechner? Bei Apple ist das zumindest so. Früher gab es ca. 10 Prozent auf jeden Mac...
Hallo fantasia,

das ist ... genau! Zunächst gibt es keine Firma Linux, die ihre Händler anweisen könnte, im Firmenauftrag Rabatte zu geben (wie beim Fallobst) und demnach wäre es eine Sache eines jeden Händlers, wieviel er nachläßt zur Förderung des werdenden Nachwuchses... Dies gälte aber auch für Rechner mit WIN.

Aber: mir sind nur wenig Händler bekannt, die die Kisten ohne Redmond oder Apple verkaufen; da wird die Auswahl klein.

Viel Spaß

Phoenix
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