Zero Client?

Antworten
Nachricht
Autor
cc
Beiträge: 191
Registriert: 18. Apr 2003 18:04

Zero Client?

#1 Beitrag von cc » 21. Jun 2012 0:09

Hallo

Ich möchte die Fachwelt fragen, wie funktioniert eigentlich ein Zero Client über das Internet?
Zero Client sollte doch keinen Betriebsystem und keinen Storage haben.
Wie macht er die Verbindung z.B über PCoIP oder ICA?
Geht das über PXE?

Benutzeravatar
Janka
Beiträge: 3573
Registriert: 11. Feb 2006 19:10

#2 Beitrag von Janka » 21. Jun 2012 16:24

"Zero Client" ist kein technischer, sondern ein Werbebegriff.

"Zero Clients" brauchen auch ein Betriebssystem, nur muss dieses nicht mehr können, als den Bildschirminhalt und die Eingabegeräte zu kontrollieren. Was aber inzwischen auch schon ein Haufen Arbeit ist. Wenn zusätzliche I/O-Möglichkeiten bestehen, z.B. Anschluss eines USB-Sticks zwecks Datenexport, muss das auch das lokale OS machen. Welche Art der Netzwerkverbindung und welches Protokoll diese Daten transporrtiert ist nicht festgelegt. Über PXE kann man auch das gesamte Betriebssystem vom Netz laden, was konkret seit 10 Jahren ein alter Hut ist - seit über 25 Jahren gibt es BOOTP/TFTP und RARP, was prinzipiell dasselbe ist.

Wir haben - als Schüler - an unserem (Latein!-)gymnasium bereits im Jahr 2001 alte 386er-PCs als "Zero Clients" per BOOTP/TFTP/Linux/X11 an mehrere Pentium-Server angebunden, um möglichst viele Schülerarbeitsplätze für möglichst wenig Geld zu erzeugen. Nur um dir einen Eindruck davon zu geben, wie "innovativ" "Zero Clients" eigentlich sind.

Janka
Ich vertonne Spam immer in /dev/dsp statt /dev/null.
Ich mag die Schreie.

cc
Beiträge: 191
Registriert: 18. Apr 2003 18:04

#3 Beitrag von cc » 21. Jun 2012 18:28

Janka hat geschrieben:"Zero Client" ist kein technischer, sondern ein Werbebegriff.

"Zero Clients" brauchen auch ein Betriebssystem, nur muss dieses nicht mehr können, als den Bildschirminhalt und die Eingabegeräte zu kontrollieren. Was aber inzwischen auch schon ein Haufen Arbeit ist. Wenn zusätzliche I/O-Möglichkeiten bestehen, z.B. Anschluss eines USB-Sticks zwecks Datenexport, muss das auch das lokale OS machen. Welche Art der Netzwerkverbindung und welches Protokoll diese Daten transporrtiert ist nicht festgelegt. Über PXE kann man auch das gesamte Betriebssystem vom Netz laden, was konkret seit 10 Jahren ein alter Hut ist - seit über 25 Jahren gibt es BOOTP/TFTP und RARP, was prinzipiell dasselbe ist.

Wir haben - als Schüler - an unserem (Latein!-)gymnasium bereits im Jahr 2001 alte 386er-PCs als "Zero Clients" per BOOTP/TFTP/Linux/X11 an mehrere Pentium-Server angebunden, um möglichst viele Schülerarbeitsplätze für möglichst wenig Geld zu erzeugen. Nur um dir einen Eindruck davon zu geben, wie "innovativ" "Zero Clients" eigentlich sind.

Janka
Vielen herzlichen Dank!

Antworten