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BeitragVerfasst: 11. Jul 2012 6:24 
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prolinux-forum-admin
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Registriert: 05. Mai 2004 7:35
Beiträge: 1238
Hallo allerseits,

ich hätte da mal eine Frage in Berufssachen. Nehme man mal an, dass man gerne etwas in Richtung Systemadministrator an Linux-Rechnern ansteuern möchte.

1. Welche Ausbildung / welches Studium wird da am liebsten gesehen?
2. Werden duale Studiengänge genauso genommen (oder vielleicht noch lieber)?
3. Was bringt mir eine LPI-Zertifizierung für die Bewerbung?

Vielen Dank im Voraus.


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BeitragVerfasst: 11. Jul 2012 10:20 
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Registriert: 11. Feb 2006 19:10
Beiträge: 3569
Zitat:
1. Welche Ausbildung / welches Studium wird da am liebsten gesehen?
Ein Linux-Systemadmin muss ein Allrounder sein, der alles kann, auch MS-Windows, OSX und am besten auch den ganzen teilveralteten Hardwarepark, der in einer mittleren Firma auftauchen wird. Reine Linux-Admins werden sehr selten gesucht. Linux-Entwickler schon, aber das ist ja wieder ein ganz anderes Anforderungsprofil.
Zitat:
2. Werden duale Studiengänge genauso genommen (oder vielleicht noch lieber)?
Mit Studium ist man zum Sysadmin überqualifiziert. Computerpflege ist ein reines Ausbildungsfach.
Zitat:
3. Was bringt mir eine LPI-Zertifizierung für die Bewerbung?
Ein Zertifikat sagt nicht aus, ob du deinen Job gut machst. Punkt.

Dieser Zertifikatsquatsch ist eine Unsitte, die aus dem angelsächsischen Raum zu uns herübergeschwappt ist. Dort macht man sich auch seit Jahren darüber lustig, selbst die Inhaber der Zertifikate. Großfirmen werden auf Zertifikate achten, weil sie irgendwas in der Art in ihre ISO9000-Doku reingeschrieben haben. Ob das dann gerade LPI ist, bezweifle ich. Wahrscheinlich stehen "Office-Kenntnisse" drin. ^.^;

Eine formale Qualifikation ist immer dann sinnvoll, wenn man eine definierte kleine Schraube in einem großen Getriebe darstellt. Das ist eine Situation, die in einem mittelständischen Unternehmen für Sysadmins so nicht vorkommt, da es dort ohnehin maximal so zwei, drei Admins gibt und diese sich gegenseitig vertreten. Jeder muss also alles können, und "alles" wird von Zertifikaten niemals abgedeckt. Das wissen die Leute.

Janka

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 Betreff des Beitrags: lpi
BeitragVerfasst: 12. Jul 2012 13:19 
Hallo,

> Was bringt mir eine LPI-Zertifizierung für die Bewerbung?

Das kommt auf die Qualifikation des Personalverantwortlichen an. Hat dieser keine oder wenig Ahnung, so sucht er alles Fachliche für eine Entscheidung zusammen.
Ist dieser ein Fachmann, so sagter er "aha" dazu und führt seinen eigenen Dialog ;-)

Dazu gehören neben vorgefertigte Fragen ("mit welcher Kernelversion habe Sie Erfahrung" *g*) eben auch der Besitz irgendwelchen Zertifikate.

Ich empfehel eine 4-monatigen Crashtest mit anschließenden Praktikum....

bye ups


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Jul 2012 18:33 
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prolinux-forum-admin
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Registriert: 05. Mai 2004 7:35
Beiträge: 1238
Erstmal danke für die Antworten.

Dann wäre es also sinnvoller sich als Fachinformtiker ausbilden zu lassen, als (möglicherweise auch dual) Informatik zu studieren (ich meine - dann hätte man immerhin noch den Studienabschluss, wenn man später mal was Anderes / Spezielleres machen will)?

@ups: Was meinst du mit einem viermonatigen Crashtest? Einen Kurs?

Ist es eigentlich auch möglich "ganz" quer einzusteigen (habe einen Master in Mathematik, 15 Jahre Erfahrung mit Computer von DOS über Windows zu Linux, habe kleine Netzwerke eingerichtet, Shell-geskriptet, schreibe in Python, mal PHP gemacht, Computer zusammengebaut...)???

Ich lese oft bei Stellenangeboten, dass man Leute mit viel Berufserfahrung sucht und frage mich immer, wie die Leute Berufserfahrung bekommen haben, wenn niemand jemanden ohne Berufserfahrung einstellen will. :)


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 15. Jul 2012 21:15 
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Registriert: 11. Feb 2006 19:10
Beiträge: 3569
Zitat:
Dann wäre es also sinnvoller sich als Fachinformtiker ausbilden zu lassen, als (möglicherweise auch dual) Informatik zu studieren (ich meine - dann hätte man immerhin noch den Studienabschluss, wenn man später mal was Anderes / Spezielleres machen will)?
Der Fachinformatiker bringt dich leichter in einen Betrieb hinein, weil du als Ausgebildeter billiger bist als als Studierter. Duale oder noch breitere Studiengänge, dann vielleicht nur bis zum Bachelor, kranken daran, dass man alles nur ein bisschen gemacht hat. Das ist dann kaum mehr in die Tiefe als die Ausbildung. Dann lieber Ausbildungsabschluss mit 1,0 anstreben.
Zitat:
Ist es eigentlich auch möglich "ganz" quer einzusteigen (habe einen Master in Mathematik, 15 Jahre Erfahrung mit Computer von DOS über Windows zu Linux, habe kleine Netzwerke eingerichtet, Shell-geskriptet, schreibe in Python, mal PHP gemacht, Computer zusammengebaut...)
Warum nicht? Allerdings ist das Alter ein Problem, wenn man umschult. Regel: Die Jungen machen die kleinteilige Arbeit und die Alten kümmern sich Kraft ihrer Erfahrung um das große Ganze. So ist die Struktur in den meisten Betrieben und ein Alter ohne extreme fachliche Ahnung wird sich sehr schwer tun, in die Gruppe der Jungen reinzupassen. Wenn die Ahnung allerdings da ist, fällt das doch raus.
Zitat:
Ich lese oft bei Stellenangeboten, dass man Leute mit viel Berufserfahrung sucht und frage mich immer, wie die Leute Berufserfahrung bekommen haben, wenn niemand jemanden ohne Berufserfahrung einstellen will. :)
Eigentlich suchen die nur jemanden mit viel Selbstvertrauen - die Berufserfahrung können sie sowieso erst testen, wenn man da schon arbeitet. Also auch so verstehen und ordentlich dich auftragen.

Janka

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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 22. Jul 2012 19:30 
Das fragst du im Ernst als Mathematiker mit Master Abschluss?
Als studierter Mathematiker sollte es keine allzu großes Problem sein in der IT-Branche einen guten Posten zu bekommen. Ich kenne selbst welche die es so gemacht haben.
Soweit ich weiß arbeiten die meisten Mathematiker sowieso in anderen technischen Disziplinen. Würdest du nicht als Softwareentwickler arbeiten wollen?
Als Admin dürfte es dir auf Dauer wohl zu langweilig werden, und der Verdienst ist auch eher mittelmässig. Außerdem läuft da ohne Ausbildung eher nicht soviel. Als Programmier/Entwickler kommt man als Quereinsteiger besser rein. Mit deinen Kenntnissen dürftest du noch nicht mal soo ''quer'' sein :)


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