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Von blubber am Mo, 24. September 2018 um 18:35


.... Canonical stellte die Entwicklung von Unity und Mir allerdings im Frühjahr 2017 ein und Mir wandelte sich zu einem Gemeinschaftsprojekt, das von einigen Freiwilligen unabhängig weitergeführt wird. Die Leitung von Mir übernahm dabei Alan Griffiths, der schon bei Canonical das Projekt führte....

Unity7 und Unity8 sind nicht eingestellt, Canonical hat nur aufgehört die Entwickler für die Arbeit an diesen Projekten weiter zu bezahlen. Bei mir wurde das Team verkleinert - die Arbeit geht aber weiter. Alan Griffiths ist wohl der aktivste beteiligte Entwickler und noch immer bei Canonical beschäftigt.

..... Den Anstoß, auf eine Eigenlösung zu setzen, gab bei Canonical seinerzeit die Ansicht, wonach weder X11 noch Wayland den Anforderungen von Ubuntu entsprechen würden. Die Reaktionen aus der Gemeinschaft fielen auf diese Ankündigung allerdings recht unterschiedlich aus. Der Start eines neuen Display-Servers missfiel manchem Entwickler.

Randbemerkung: wayland ist in erster Linie ein Code Generator für UI-Protokoll. Technisch könnte man auch sagen dass wayland die weiterentwicklung der x11 Protokollerlweiterungsmechanismen ist. MirServer /MirAL ist aus Stacksicht ein paar Ebenen höher aufgehängt, vielleicht eher mit Compiz+X11Server vergleichbar). MirServer ist eine Display Server Implementierung mit flexibler Treiberschicht. Mit Hilfe von MirServer können WindowManager/Compositor gebaut werden. Selbst mit dem Support von Wayland clients hat sich daran nichts geändert.

So bekräftigte beispielsweise der damalige Betreuer von Kwin seine Ablehnung gegenüber Mir und bemängelte, dass viele Konzepte unausgereift waren.

Martin hat sich mit Mark einen ins persönliche abgerutschten Streit geliefert, inhaltlich war da nichts..

Nach der Trennung des Projekts von Canonical stand nicht nur Mir, sondern auch das dahinter stehende Konzept zur Disposition.

Fake news.

Reichlich spät sind die Entwickler deshalb zu der Einsicht gelangt, dass neben Wayland kein zweites neues Protokoll benötigt wird.

Fake news und hier liegt ein fundamentales Problem von wayland begraben. Wayland ist X11 auf Extensions-LSD. Es gibt die wayland core Protokolle die irgendwie jeder Client und Server können muss. Damit lässt sich aber noch keine ordentliche Desktop Anwendung bauen. Darüberhinaus hat sich jedes Compositor Projekt seinen eigenen Satz von Erweiterungen gebacken. Zusammengeführt wurden diese teilweise in den xdg-shell Protokollen. Diese werden regelmäßig erweitert und sind jetzt bei v6 angelangt. Die UI Toolkits und Server müssen also mit diesem Versionswust umgehen. Ob ein Client oder Server sauber funktioniert ist dann am eine Laufzeitentscheidung, also ob die Version der ui toolkit library mit den am Server verfügbaren Protokollversionen zusammenpasst.

In der mirclient library wurde damals versucht dieses Problem nicht dem Toolkit zu überlassen sondern in der Implementierung der client library abzufangen.

Obwohl es diesen Wildwuchs an Protokollen gibt sind gerade die Core Protokolle auch ein Problem. Das dort verankerte redraw Protokoll geht davon aus dass der client und server mit Puffern hantieren. Wenn man davon abweichen will fängt man sich nur Ärger ein. Nvidia wollte EGLStreams einführen. Dort nutzen Client und Server handles auf einen Stream über den dann das redraw geregelt wird. Also wir nie ein einzelner Puffer per IPC von Client zu Server transportiert - das passiert auf Treiber Ebene. Das hat jede Menge Vorteile bei der Latenz beim Resourcenverbrauch - es spart IPC .. usw.

Im Mir Design sind EGLStreams nur MirRenderSurfaces die an Fenstern attached werden koennen, die technischen Details werden durch die client und server Treiber Implementierungen geregelt. Dadurch muss kein WindowManager/Compositor angepasst werden und clients nutzen einfach die EGL. Das ist Software Design 1x1 - Verstecke deine Implementierungsdetails! Lass nicht zu dass das Protokoll das du verwendest in deiner API sichtbar wird.

- Mit Wayland kann jeder sein eigenes Protokoll bauen -

Jede Anwendung kommuniziert ausschließlich über eine eigene Verbindung, die sowohl sicher als auch robust gegen Angriffe ist.

Das war auch schon bei X11 so und bringt sicherheitstechnisch nichts neues. Sicherheitskonzepte sind in den Waylandprotkollen immer noch nicht umgesetzt. Copy & Paste ist so schrecklich wie schon bei X11. (Eine Lösung des C&P Problems gibt es bei Ubuntu Touch -> Content Hub)

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Von Mir ist ein compositor für Way am Mo, 24. September 2018 um 17:49

Mir ist, wie auch im Artikel beschrieben mittlerweile ein compositor für Wayland. Man benötigt bei Wayland einen compositor und fast jede DE braut da ihr eigenes Süppchen. Gnome und KDE haben ihren eigenen sogar sway (ein tiling WM für wayland) benötigt seinen eigenen. Da wundert es nicht wenn unity auch so was haben will.

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Nach der Trennung des Projekts von Canonical stand nicht nur Mir, sondern auch das dahinter stehende Konzept zur Disposition. Reichlich spät sind die Entwickler deshalb zu der Einsicht gelangt, dass neben Wayland kein zweites neues Protokoll benötigt wird. Ende des vergangenen Jahres verkündeten sie schlussendlich, dass Mir in Zukunft nur noch mit Wayland-Clients kommunizieren soll. Damit sollte sich der Server auf die Aufgabe eines Treibers, Kompositors und Window-Managers beschränken und nur ein Minimum weiterer Komponenten mitbringen.
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Aber haters gonna hate

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Von inta am Mo, 24. September 2018 um 15:03

Firefox integriert sich „so ungefähr“ ins Gnome-UI, aber Chrome/Chromium tat das zuvor gar nicht und jetzt kein bisschen mehr. Da ist selbst so manche Java-Software (z.B. von Jetbrains) noch näher dran. Schade eigentlich, ich kann dem Wildwuchs absolut nichts abgewinnen und bevorzuge ein einheitliches Erscheinungsbild.

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Von cyberpatrol am Mo, 24. September 2018 um 14:40

Nein, die haben auch bei 1 angefangen. Damals wusste nur noch niemand, was eine Maus ist und wozu man so ein Teil überhaupt brauchen könnte. MS-DOS war damals so etwa bei 3.1.

Und zwischendurch haben die angefangen, ganz wirre Versionsnummern zu vergeben. Irgendwann wars mal - ein oder zwei mal - eine Jahreszahl, dann haben die wieder mit Versionsnummern ohne Punkt dahinter angefangen und irgendwo sinnfrei mittendrin - bei 7 - angefangen zu zählen.

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Von blubb am Mo, 24. September 2018 um 13:38

Warum also sollte man eine Zwischenschicht einführen (wollen)?
Will man auch nicht.

Aber es darf ja jeder seine Freizeit einteilen wie er will, auch wenn das dann keinen Sinn oder Zweck erfüllt.

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Von unwissender am Mo, 24. September 2018 um 13:29

Was ist daran so aufwendig, so teuer, dass zusätzlich 100 Mio $ Kapital benötigt werden, verdienen die Hoster dort so gut?

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Von kurzefrage am Mo, 24. September 2018 um 11:31

Kann mir jemand erklären wozu ich Mir brauchen sollte ?

Alle Gui toolkits werden doch entwickelt um direkt mit Wayland zu kommunizieren/davon Gebrauch zu machen.

Warum also sollte man eine Zwischenschicht einführen (wollen)?

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Von Gill Bates am Mo, 24. September 2018 um 10:22

Microsoft kann sich eine fette Code Base leisten, die wird nämlich von Profis reviewed und nicht von Amateuren und Schwätzern mit Tourette-Syndrom.

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Von Mueller am Mo, 24. September 2018 um 08:53

Schade, für die Abfrage fehlt die Basis-Frage bzw. Option.

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Von Mike111 am Mo, 24. September 2018 um 08:11

Der Gendermist zieht jetzt auch in den Linux Kernel.
Linus hat sich nicht grundlos zurückgezogen.

http://www.danisch.de/blog/2018/09/23/
selbstzerstoerungssequenz-eingeleitet-10-9-8/

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Von pointer am So, 23. September 2018 um 17:32

Eine vielleicht überzeugendere Alternative:
https://lwn.net/Articles/765674/#Comments

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Von Verfluchtnochmal_5987109 am So, 23. September 2018 um 16:58

Fällt hin und wieder VM mit Edge/IE aufwecken um websites zu testen schon unter benutzen? Ansonsten wohl vor 12 Jahren

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Von hjb am So, 23. September 2018 um 14:22

Die Kernel haben Namen - schau einfach ins Haupt-Makefile :)

Ich erwähne den Namen allerdings nie, das macht auch sonst niemand.

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Von Peekaboo am So, 23. September 2018 um 10:22

Warum haben die Kernel eigentlich noch keine Codenamen? So ziemliche jedes Projekt hat welche ;) :D

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Von Peekaboo am So, 23. September 2018 um 10:18

...dann mache dir halt eines! Wirst so ziemliche der Einzige sein, der sowas will ;)

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Von Peekaboo am So, 23. September 2018 um 10:14

Tja, und ich benutze das Default-Theme, die 400k interessieren mich nicht einmal xD Benutze inzwischen auch meistens Chromium.

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Von Peekaboo am So, 23. September 2018 um 09:38

wenn man das Buch in Papierform kaufen möchte.

Nicht nur das. Du darfst es auch nur DREImal herunterladen, und für Updates darfst du das Buch dann nochmal kaufen! Yeah!

Andere Verlage liefern die eBook Version mit der Printausgabe mit.

Yep, andere Verlage machen das. Vorallem englischsprachige Verlage. Bei deutschen Verlagen darf man alles extra bezahlen.

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Von Verfluchtnochmal_5987109 am So, 23. September 2018 um 08:28

Bla! In der richtigen Welt gibts auch was neben Office wenn wir von Arbeiten reden - Eclipse und ein grosses Projekt und schon geht es dahin mit RAM spätestens beim build

Typischerweise hat man heutzutage auch mal eine oder mehrere VM's oder lass es es container sein laufen, nicht permanent aber wir sind aus dem Zeitalter wo man immer erst irgendwas schließen muss bevor man was anderes öffnet heraussen

Ja die 32 GB brauche ich aktiv nur alle heiligen Zeiten bzw hätten 20 wohl auch gereicht, 16 waren zuwenig aber dazwischen wird der RAM vom OS als disk cache benutzt weil er immer noch um Welten schneller als die teuerste SSD ist

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Von Verfluchtnochmal_5987109 am So, 23. September 2018 um 08:17

Na dann kompiliere mal grössere software mit LTO (selbst googeln was das ist) auf 512 MB du Komiker - Es ging um arbeiten und nicht um spielen, das ist dort wo Zeit Geld kostet und nicht tot geschlagen wird, also das Gegenteil deiner Welt

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Von Verfluchtnochmal_5987109 am So, 23. September 2018 um 08:13

Es soll Firmen geben die ihre Hardware nicht beim Blödmarkt nach dem Motto "Was halt gerade im Regal liegt" kaufen weil sie zB eine vernünftig geführte IT haben die Standard Images mit aktuellen patches, treibern und der vom User benötigten vorkonfigurierten Software ausrollen und wenn deine Kiste auch nur irgendein blödes Verhalten an den Tag legt selbiges einfach wieder drüber bügeln nachdem du lokal ohnehin keine Daten zu speichern hast

Da reichen tatsächlich 32 GB als HD und was du zum arbeiten brauchst ist RAM und noch mehr RAM


 
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