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Von kamome umidori am Mi, 20. März 2019 um 22:30

> Warum ist das Beispiel schlecht gewählt?
> Klar gab es Debian 1.3.

Ja, Ubuntu 6.04 aber nicht!

> Wenn du im nächsten Jahr eine Minorversion von der Lib raushauen will, wie soll die dann heißen?

2019-r4
Das funktioniert genauso gut wie jedes andere x.4 – nur hast Du die Zusatzinformation, in welchem Jahr die Version ursprünglich veröffentlicht wurde (also die x.0).

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Von klopskind am Mi, 20. März 2019 um 22:22

Das ist korrekt. Es ging bei dieser Frage eher darum, ob und wie sich unnötige Reibereien zukünftig vorbeugen & verhindern lassen.

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Von hejkla am Mi, 20. März 2019 um 22:20

Als Ersatz für folgende Prozedur:
1. Boilerplate-Code schreiben (class Test { public static void main(String[] a) { .... usw)
2. Für jede zu testende Expression System.out.println(...) schreiben
3. Kompilieren
4. Ausführen
5. Merken, dass man einen kleinen Fehler eingebaut hat und alle Schritte noch mal (teilweise) durchlaufen.

Ich habe die JShell meist verwendet um exotische Randfälle zu prüfen, bspw. die Auswertungsreihenfolge von `a[i++] = i++`. Kommt im Arbeitsalltag vielleicht nicht so oft vor.

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Von klopskind am Mi, 20. März 2019 um 22:18

Danke für den Austausch deiner Ansichten.

Schwätzen kann man viel, viel wichtiger ist aber die Frage, wer seine Versprechen auch halten kann.
Nunka, auf irgendeiner transparenten Grundlage muss man seine Wahl schon treffen können. Sonst wäre Debian eine Art Sekte.

Ich persönlich würde mir einen Debian Projektleiter wünschen, der zum einen etwas von der Thematik versteht, damit die richtigen Entscheidungen getroffen werden können, aber zum anderen wünsche ich mir auch jemanden, der etwas von Design und Usability versteht.
Viele Entwickler haben so etwas in der Regel nicht drauf.

Insofern wäre es schön, wenn jeder Debian Maintainer mal ein Bild malen würde, damit man sehen kann, ob sie ein Gespür für gutes Design und Usability haben.

Das stelle ich mir sehr schwierig in der Umsetzung vor. Wer soll das bewerten? Die Wähler? Sind diese im Durchschnitt kompetenter? Oder ein ernannter DPL-Bewerter? Dann wäre man aber wieder am selben Ausgangspunkt.
Und außerdem würde man hiermit die ohnehin schon relativ hohen Hürden unnötig vergrößern.

Das kann man gut an Ubuntu sehen. Die Wikis sind sehr gut gepflegt, der Einsteigersupport ist erstklassig, wo es mangelt ist an der Software. Die guten Entwickler gehen da halt eher zu Debian.
Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube, gelesen zu haben, dass die Ubuntu-Wikis mit der signifikanter Hilfe einiger Mitarbeiter Canonicals erstellt, gepflegt und moderiert wurden.

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Von ups am Mi, 20. März 2019 um 21:58

Schon aufgefallen?

Mache ich eine Suchanfrage bei Google, so erscheinen für eine halbe Sekunde die besten Treffer an der ersten Stelle und werden kurz darauf von einer viertel Seite "Werbe-Treffer" nach unten befördert.

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Von glasen am Mi, 20. März 2019 um 21:06

Ich benutze sie z.B. zum Testen von kurzen Code-Fragmenten oder kleinen Methoden.

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Von pointer am Mi, 20. März 2019 um 20:52

>Insofern wäre es schön, wenn jeder Debian Maintainer mal ein Bild malen würde, damit man sehen kann, ob sie ein Gespür für gutes Design und Usability haben.

Bin zwar kein Debian-Maintainer, aber das hier würde ich abliefern:

. .
o
_


Inspiriert vom User-Icon von KDE-Breeze! :)

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Von Ghul am Mi, 20. März 2019 um 20:46

Die interessantere Frage wäre:

Wie viel Prozent aller Linux Benutzer möchten unter diesen Bedingungen Debian als Hauptsystem auf ihrem Desktoprechner benutzen?

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Von Fonter am Mi, 20. März 2019 um 20:42

Gibt es eigentlich eine Extension, die die gängigsten Google Webfonts lokal vorhält? Ähnlich Decentraleyes?

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Von Michael Stehmann am Mi, 20. März 2019 um 20:29

"Wer möchte unter diesen Bedingungen gerne freiwillige Beiträge zu diesem Projekt leisten?"

Derzeit etwa tausend Menschen.

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Von Holzhammer am Mi, 20. März 2019 um 20:27

Was machste denn damit? Als Ersatz für ?

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Von throgh am Mi, 20. März 2019 um 20:22

Sehr interessanter und wichtiger Gedankengang. Es gäbe ja auch durchaus noch Alternativen zu einem Android, kleine aber feine Nischen. Nur bräuchten diese auch Pflege und Zuwendung! Replicant 6 beispielsweise ist ein tolles Projekt und hinter den Kulissen dürften auch einige Veränderungen passieren, aber eben nicht sichtbar nach außen und Replicant respektive andere Projekte in der Richtung brauchen sich überhaupt nicht verstecken. Im Gegenteil: Mehr Zuwendung auch für eine breite Masse an Geräten. Aber das allein dürfte ein Kampf gegen Windmühlen sein, leider.

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Von klopskind am Mi, 20. März 2019 um 20:21

"Natürlich schwingen bei Debian stark ausgeprägte ideologische Züge mit, ..."

Ich würde diese Züge nicht ideologisch, sondern ethisch nennen. Und das ist wohl auch das "Erfolgsgeheimnis" von Debian. Die allermeisten Beitragenden sind überzeugt von dem, was sie tun, und handeln aus Überzeugung.

Nenn es, wie du's magst. Für mich sind es zwei Seiten der selben Medaille.

Ich finde es jedenfalls fraglich, inwieweit das Debian-Projekt tatsächlich davon profitiert, bspw. Firmware, die nicht der DFSG entspricht, von den Standard-Installationsmedien bzw. aus main absichtlich zu entfernen. Diese ist teilweise für eine erfolgreiche Installation absolut erforderlich (z.B. WiFi).
Die Absicht hinter jener Entscheidung und die damit vermittelte Botschaft wird jedem potentiellen Anwender spätestens beim Fehlschlagen der Installation klar, und ich weiß Debians Konsistenz und Vehemenz in dieser Argumentation für diesen Punkt wirklich zu schätzen.

Aber ich vermute, dass diese Herangehensweise dem Projekt insgesamt eher schadet, als sie ihm nützt. Die allermeisten anderen Distros - sogar die kommerziellen - schaffen es, die Firmware auf dem Wege des geringsten Widerstands zu verteilen, meistens unter der Formulierung einer Ausnahme der selbst auferlegten, allgemeinen Paketierungsrichtlinien.

Natürlich stellt Debian für genau dieses Problem Installationsmedien mit "unfreier" Firmware bereit - wohlgemerkt inoffiziell und gut versteckt. Das ist eine unnötige Hürde für eine möglichst breiten Einsatz Debians. Das Argument, dass jene potontiellen Anwender, die an diesem Problem bereits "scheitern", sowieso nicht in/um Debian erwünscht sind, zeugt von einem Elitarismus, der hier wirklich fehl am Platze ist. Sogar ein Herr Torvalds ist mit solchen unnötigen Verkomplifizierungen nicht glücklich [0]. Das heißt gleichzeitig aber nicht, dass er ein Verfechter "unfreier" Firmware wäre.

Hinzu kommt noch das Beharren auf Inkompatibilitäten zwischen DFSG und der 'invariant sections' der GFDL [1]. Stattdessen wird Dokumentation nach nonfree verbannt und kann standardmäßig nicht installiert werden. Der Status besteht bis heute.
Jede andere ernstzunehmende Distro verhält sich hier pragmatisch und vernünftig, z.B. mittels Ausnahmeregelungen für die GFDL, wenn es sein muss.

Inkonsequenterweise kümmert sich Debian ein feuchten Furz in rechtlichen Fragen/Angelegenheiten, wenn es um die Paketierung patentierter Software geht. Das hat zwar für den gemeinen, häuslichen Hobbyanwender einen schönen Nebeneffekt des Vorhandenseins diverser Multimediacodecs im Binärformat, aber inkonsequenter geht es nun wirklich nicht.

Gleiches gilt für diverse Forks, z.B. von Mozillas Software, die über Jahre unnötige Spannungen im Ökosystem verursacht haben.

Wer möchte unter diesen Bedingungen gerne freiwillige Beiträge zu diesem Projekt leisten?

Es sind diese (vielen, kleinen) Details, die das Gesamtbild trüben. Vernunft und Pragmatismus seitens Debian kann ich hier bei Leibe nicht erkennen. Es werden Entscheidungen für Maßnahmen aufgrund einer Überzeugung, nicht der Vernunft, gefällt, die dem Projekt vermutlich eher schaden.
Deshalb schwingt das Pendel bei Debian aus meiner Sicht eher in Richtung Ideologie ggü. einer Ethik.
Ideologisch nenne ich Dinge dann, wenn ein fast "heiliger" Kodex zur Wahrung von Werten, die bei der Formulierung des Kodex teils unbeachtet geblieben sind, ohne Bereitschaft zum Kompromiss und ohne der Aufnahme von Ausnahmen strikt angewendet wird.
Ein Kodex kann nicht alle Situationen abbilden und muss stetig angepasst und erweitert werden. Die Welt ist komplizierter und facettenreicher als Regeln, die in Stein gemeißelt wurden, und das macht sie auch so schön.

Da das Projekt viele starke Persönlichkeiten hat, braucht es keinen "starken Führer", der den anderen permanent klarmacht, "wo es lang zu gehen hat", nicht einmal einen "wohlwollenden Diktator" und schon gar keinen auf "Lebenszeit".
Das war auch nicht meine Absicht. Zwischen der jetzigen Rolle des DPL und einem "wohlwollenden Diktator" liegen Welten. Eventuell trifft man sich ja bei einem Fünftel in dem gesamten Spektrum dazwischen. Ein finanziell unterstützter DPL mit nahezu den selben Kompetenzen wie bisher (aber dann auch mit "Pflichten") wäre in meinen Augen jedenfalls ein Gewinn für Debian als Projekt.

Die Kompetenz des Delegierens beim DPL würde im Debian-Projekt auch gar nicht funktionieren, da die Beitragenden dem DPL zu nichts verpflichtet sind.

Ein Dankeschön für den Austausch deiner Ansichten

--
[0] DebConf14 QA with Linus Torvalds
[1] GFDL - invariant sections

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Von Holzhammer am Mi, 20. März 2019 um 20:20

Ja ab jetzt, weil es bald keine Fixes mehr dafür gibt

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Von Ghul am Mi, 20. März 2019 um 19:12

Debian Maintainer paketieren vorhandene Software. Nur im geringen Umfang entwickeln sie Software selbst für den "Eigenbedarf". (Natürlich gibt es einige, die auch im "Upstream"-Projekt mitarbeiten.)
Das meinte ich nicht.

Ich meinte damit bspw. den Installer und dass die Software so gepackt wird, dass sie Out of the box benutzbar ist.
Also bspw. auch die Sprachpakete mitinstalliert werden, wenn schon die Sprache gewählt wurde. Was monentan nicht der Fall ist -> Usabilitymangel.

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Von Käsesemmel am Mi, 20. März 2019 um 19:08

Joah, die meisten Webseiten laden irgendetwas von Google nach.

Und selbst wenn nur ein popeliger Font von Googlschen Servern geladen wird, hat Google deine IP-Adresse, deinen User-Agent womit sich dann ganz gut das Gerät unter der IP-Adresse identifizieren lässt, und die Information auf was für einer Webseite du dich gerade befindest (dank HTTP Referer).

Also im Grunde hat Google Zugriff auf deine komplette Browser-Historie, auch ohne dass du offiziell einwilligst, diese über Chrome Sync bereitzustellen.

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Von Anonymous am Mi, 20. März 2019 um 18:11

Ja,

darum ist es auch völlig problemlos, 3 oder 5 Jahre alten Sourcecode zu kompilieren ;)

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Von Anonymous am Mi, 20. März 2019 um 18:08

Na ja,

der Mob ist halt doof, und die meisten Leute strengt das Selber-Denken so sehr an, dass sie sich lieber willig verarschen lassen.

Das gilt in allen Lebensbereichen, und darum ändert sich nix. Jedenfalls nicht zum Vorteil der Massen.

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Von Anon Y. Mouse am Mi, 20. März 2019 um 17:59

Ich habe auch lange Zeit grosse Hoffnungen in Replicant gesetzt, habe nun aber eingesehen, dass Replicant erst ein zweiter Schritt sein kann: als erstes braucht es ein gross angelegtes "Android Mainlining Project" nur mal so als Beispiel: beim Galaxy S3 ist der Kernel bei 3.0.101, von 2013, bei einem recht aktuellen Android One mit Pie ist es zwar nicht ganz so tragisch, aber trotz Sicherheitsupdates vom 5. März 19, auch schon wieder ein 4.4.153 wo 4.4.176 (oder 5.0.3) aktuell wären.

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Von Ghul am Mi, 20. März 2019 um 16:58

Auf der Webseite fehlt ein Direktlink zu einem Überblick aller Frontends und unterstützen Programmiersprachen.

Die Suche dauert ewig, bis man das richtige Frontend für eine bestimmte Programmiersprache gefunden hat.
Eine Überblickseite würde das Problem lösen.


 
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