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Von Ghul am Di, 25. Februar 2020 um 02:25

Salut ric,

es geht um unser verschiedenes Sicherheitsbewusstsein, das was du mit Firewalls am Computer vom Sicherheitsbewusstsein her machst, lässt sich auch beim Umgang bezüglich deinem Sicherheitsbewustsein bei biologischen Viren in der Echtwelt abbilden.
Es ist nämlich eine Einstellungssache.

Du gehst mit lari fari an so etwas heran und schließt vielleicht auch nie die Türe zu, ich sage, welche Vorsichtsmaßnahme man treffen kann und halte sie auch ein, wenn es relevant wird.

Du wäschst dir die Hände nach dem Einkaufen im Supermarkt vielleicht nicht, aber ich tue es.

All das ist eine Einstellungssache und ja, meine Türen sind zu wenn ich das Haus verlasse.

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Von ric am Di, 25. Februar 2020 um 01:32

Servus Ghul,

versteh' den Kommentar nicht. Bisher kenne ich eine Firewall nur beim Computer (Software oder Hardware). Oder gibt es entzwischen Viren die von dort auch auf den Menschen überspringen ;).

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Von ac am Mo, 24. Februar 2020 um 22:33

Das ist eine Ansage. Cool! :)

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Von ac am Mo, 24. Februar 2020 um 22:28

> insbesondere auch im Firmenumfeld bei denen der Arbeitgeber vorgibt was zu tun ist und sich beliebige IT-Spzialisiten auf dem Markt einkaufen kann [...

...], kennt die Mehrzahl der "Spezialisten" ihr Fachgebiet und Microsoft Office; von den Entscheidern nicht erst zu reden.

Abgesehen davon bewegen wir uns im Enterprise-Bereich in einer Umlaufbahn, in der Veränderungen entweder sehr langsam vonstatten gehen, oder - eher selten - komplett disruptiv. Und wenn der Arbeitgeber nur groß genug ist, gibt es immer eine Reihe Böötchen in der Flottille, die unternehmensweite Entscheidungen mehr oder weniger offen unterlaufen.

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Von klopskind am Mo, 24. Februar 2020 um 22:03

Sinn ergeben, tun sie schon, aber nicht wirtschaftlich. Mit der Software für Desktop-Systeme verdient sich heute nur noch sehr schwierig Geld. Das erkennt man auch an den Entwicklungen des Produktangebots Microsofts für den Einzelendanwender. Der Trend geht dort zum Abomodell oder eben zum ehemals offiziellen und noch(?!) inoffiziellen kostenlosen Upgrade der auf dem schnelllebigsten Versionszweig mit allen Vor- & Nachteilen. Lange Unterstützungszeiträume via LTSC gibt es nur noch im Abo. Und den Großteil verdient Microsoft sowieso außerhalb von Windows, etwa mit IP, Lizenzkosten und Azure, oder aber mit den Anwendungen, die auf Windows laufen (Office, Outlook, AD, ...), sowie mit den Nutzerdaten aus der Telemetrie.

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Von klopskind am Mo, 24. Februar 2020 um 21:48

Hatten Sie nicht auf die Zwischenveröffentlichungsversion 19.10 von Ubuntu, welche laut Canonical selbst nur für sehr eingeschränkte Anwendungszwecke weit ab vom Brot-und-Butter-Otto-Normalfall dienen soll, aktualisiert und sich über die vielen Fehlerchen bzw. darüber,sich um diese kümmern zu müssen, gärgert?

Wenn aber Stabilität die Priorität ist, warum dann voreilig auf die allerneuste Veröffentlichungszweig einer Distributionen aktualisieren oder gar ein Rolling-Release einseitzen?

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Von Unixer am Mo, 24. Februar 2020 um 21:17

Mal ehrlich, überraschend ? Nein, so ist sie halt, die IBM. Eben da stark, wo man es gerne hin haben will. BTW, ausserhalb des angelsächsichen Sprachraum + Lateinamerika, wo sind denn die ? China, Japan, Europa, Russland ? Ist da der Trend ähnlich ?

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Von kraileth am Mo, 24. Februar 2020 um 17:44

Wenn man Entwickler, Administratoren, und dergleichen sucht, die Spaß an ihrer Tätigkeit und etwas auf dem Kasten haben, dann ist man mit Freunden des Unix-Ansatzes vielleicht nicht unbedingt verkehrt - sofern es denn ein *nix-Umfeld ist. In einem reinen Windowsladen ist es vielleicht eher egal, welche Betriebssystemvorlieben die Mitarbeiter haben...

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Von Fitzefisch am Mo, 24. Februar 2020 um 17:40

Sag das nicht. Erst letztes Jahr haben wir über 35k Ubunutu-Desktops bei einem deutschen Großunternehmen ausgerollt. Sind damit jetzt über 50k Desktops, und die nächste größere Bestellung ist auch schon da. Auf den Server läuft natürlich RHEL & SLES :)

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Von Ghul am Mo, 24. Februar 2020 um 17:27

Hallo ric,

lass mich raten, deine Firewall ist so eingestellt dass erst einmal grundsätzlich alles erlaubt ist, was nicht explizit verboten ist.
Bei mir ist es genau anders herum, darin unterscheiden wir uns beide.

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Von pointer am Mo, 24. Februar 2020 um 17:16

Sollten mehr Firmen so halten. Auf die Weise bekommt (und hält!) man auch Mitarbeiter, die wirklich Spaß an unixartigen Systemen haben.

Ich schätze mal, dass die meisten Firmen in erster Linie Mitarbeiter wollen, die Spaß an ihrem *Job* haben - und nicht unbedingt an "unixartigen Systemen".

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Von pointer am Mo, 24. Februar 2020 um 17:00

... dass Linux immer noch vorwiegend auf dem Server eingesetzt wird ... zumindest im Unternehmensumfeld. Das ist bedauerlich, stehen doch leistungsfähige Alternativen auch für den Desktop bereit.

Schon. Aber langsam stelle ich mir die Frage, ob Anstrengungen für einen Landgewinn im Desktopbereich überhaupt (noch) Sinn machen. Fünf Prozent genießen halt die Vorteile und Freiheiten von Open Source und der Rest eben nicht. So what? Man kann ja auch niemanden zu seinem Glück zwingen.

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Von Josef Hahn xh am Mo, 24. Februar 2020 um 16:45

> Besonders im Versionsmanagement der diversen Desktops & ihrer Anwendugen sehe ich noch Nachholbedarf

Das ist schön zusammengefasst. Immer, wenn zehn Bugs gefixt werden, ist auch in irgendeiner Ecke ein neues Feature dazugekommen, für dessen Vorbereitung sich wieder zehn neue Bugs ins Basissystem eingeschlichen haben. Am liebsten hätte man vllt. einfach nur die Fixes und würde das neue Feature lieber erstmal reifen lassen bei denen, die es damit dringender haben. Geht aber nicht.

... und die Unlust an Frickelware, die mit jedem Release immer nur woanders kaputt ist, muss sich nicht auf das Geschäftsumfeld beschränken. ;)

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Von kraileth am Mo, 24. Februar 2020 um 16:32

Dito. Mein Brötchengeber fährt auch den Kurs „jedem Mitarbeiter das richtige Werkzeug“ und liegt damit goldrichtig.

Nachdem ich zunächst einen Arbeitsplatzrechner mit Arch Linux hatte, wollte ich es wissen und habe beantragt, FreeBSD nutzen zu dürfen. Ich mußte ein paar Fragen beantworten, wie ich bestimmte Anwendungsfälle abzudecken gedenke, bei denen man skeptisch war, ob es geht. Dann habe ich die Freigabe bekommen und nutze seitdem glücklich mein neues System. Sollten mehr Firmen so halten. Auf die Weise bekommt (und hält!) man auch Mitarbeiter, die wirklich Spaß an unixartigen Systemen haben. :x

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Von Ach je... am Mo, 24. Februar 2020 um 16:14

Was ist denn das für eine Gossensprache?

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Von Ach je... am Mo, 24. Februar 2020 um 16:14

Bin ich froh das ich meinen Job erfolgreich mit Ubuntu ausführen kann. Kann mich auch nicht beklagen.

Jeder wie er meint.

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Von Ede am Mo, 24. Februar 2020 um 15:47

"Arbeitgeber" haben leider fast alle keine Ahnung. Meiner ist da anders. Ich genieße es an meinem Desktop mit Devuan zu arbeiten. Selbstverwaltet. Ich konnte mich bisher auf nichts mehr im rauen Arbeitsalltag verlassen, als auf dieses System.

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Von Andre_001 am Mo, 24. Februar 2020 um 14:13

es wird schon seine gründe haben warum GNU/Linux auf dem Desktop nach 20Jahren Gnome-/KDE-Entwicklung noch im niedrigen einstelligen Bereich steht. Und das allein mit vorinstallierten Systemen zu verargumentieren ist quatsch - insbesondere auch im Firmenumfeld bei denen der Arbeitgeber vorgibt was zu tun ist und sich beliebige IT-Spzialisiten auf dem Markt einkaufen kann.

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Von Potz Blitz am Mo, 24. Februar 2020 um 13:26

... dass Linux immer noch vorwiegend auf dem Server eingesetzt wird ... zumindest im Unternehmensumfeld. Das ist bedauerlich, stehen doch leistungsfähige Alternativen auch für den Desktop bereit. Besonders im Versionsmanagement der diversen Desktops & ihrer Anwendugen sehe ich noch Nachholbedarf, denn professionelle User haben wenig Lust auf unausgereifte Betaversionen.

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Von Josef Hahn xh am Mo, 24. Februar 2020 um 13:14

Ich kann nur für mich persönlich sagen, dass ich ein Projekt unter Stallman als Benevolent Dictator jederzeit einem Projekt aus der Ecke der Pragmatiker vorziehen würde - wenn es grundsätzlich funktioniert. Natürlich ist die Idee schön, dass Mehrheitsentscheidungen zu guten Ergebnissen führen. Und viele würden das wahrscheinlich direkt unterschreiben, dass das auch so sei. Ich persönlich (und ich spreche hier nur für mich - das ist keine theoretische Abhandlung) sehe einen erdrückend deprimierenden Trend bei FOSS-Software, pragmatisch rumzuwieseln.

Die Tools bekommen dann hundert spezifische Connectoren an diesen und jenen ekeligen Clouddienst, S3 Storage hier, Dropbox da; nur WebDAV tut's nicht gescheit. Alles völlig bloated, damit diese Connectoren da auch toll dranpassen. Facebook muss auch überall dran, in die Tools selbst, und dreimal dick auf die Webseite. Tutorials müssen in Videoform auf Youtube liegen, usw usf. Überall bröselt es noch, aber Gmail und Chromecast oder Gwhatever sind schon liebevoll integriert.

Es sollte inzwischen doch jeder gemerkt haben, dass diese Dickbuden nur solange lieb und nett tun, wie es für sie strategisch geschickt ist. Sobald eine gewisse Schwelle erreicht ist, soll man sich dann durch deren Werbe- und Trackerverseuchten Webseiten klicken, sich unnötig an deren Clouddienste binden, und im Extremfall nur noch per App (oder Alexa-Plugin?!).

Mag man dann alles selbst nicht so richtig, wenn man mal fragt, aber dort erreiche man ja die Masse. Das scheint immer so das übergeordnete Ziel zu sein. Die Entwicklung koordiniert man dann vielleicht noch auf Slack. Natürlich kann das Ergebnis immernoch FOSS sein. Und ich gehöre auch nicht zu den Leuten, die wegen eines Binärblobs für Wifi oder die GPU keine ruhige Nacht mehr haben; aber diese pragmatische Anbiederei an diese fünf Dickbuden mag ich persönlich garnicht. So kann man sich auch selbst abschaffen... Und genau das passiert derzeit, wenn man es die Mehrheit machen lässt. Dann ist es mir persönlich (nochmal: es ist nur meine persönliche Sicht) lieber, wenn sich ein Projekt "zerreißt" in einen (wahrscheinlich größeren) Pragmatiker-Teil, und einen Teil, der langfristig im Sinne der Nutzer (das Ausliefern an diese Buden ist das nicht, schon allein weil alles verwanzt ist) und mit gewissen Prinzipien weitermacht.

Noch lieber wäre es mir natürlich, wenn die breitere Masse es mal wieder hinbekäme, richtige Entscheidungen zu fällen. Aber das Spiel ist wohl auf absehbare Zeit vorbei, weil die handvoll Schlawiner, die vom Lauf der Dinge profitieren natürlich auch gut darin sind, Meinungsmache zu betreiben. Wenn einem _die_ Plattform auf Erden gehört, durch die jegliche Kommunikation und gesellschaftlicher Diskurs geht, mag das dafür vorteilhaft sein.


 
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