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Thema: Linspire warnt vor der GPLv3

106 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von mir am Mi, 6. Juni 2007 um 16:34 #
Genau jene "Wahlfreiheit", die Carmony so heraushebt, wird doch durch DRM & Co. erst und vor allem effektiv ausgehebelt.
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Von keine Wahl am Mi, 6. Juni 2007 um 16:37 #
Ohne GPLv3 laufen wir in das offene Patentmesser. Lieber GPLv3 mit Patentausschluss als gar keine freie Software mehr.
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Von Walter J. Ferstl am Mi, 6. Juni 2007 um 16:38 #
Verd.... - da werde ich jetzt nachts kein Auge zutun können, bis Carmony diese Drohung rückgängig gemacht hat.

:-)

Walter.

P.S. Weil ich oben gerade den Link zur nächsten Meldung sehe - ich habe im ersten Moment "SCO weiter mit stinkenden Umsätzen" gelesen. Zu SCO hätte das genauso gut gepasst.

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Von BlackiWid am Mi, 6. Juni 2007 um 16:41 #
Schade das die Leute dort so denken, aber es geht bei linux halt nicht nur um geld schäffeln, sondern es steckt halt auch ein tieferer gedanke hinter Linux als nur kostenlos und gut zu sein.

Es ist ja niemand gezwungen seine Software unter die GPL v.3 zu stellen, die die dies doch tun wollen eben die erwähnten klauseln auch.

Wenn linspire damit nicht klar kommt kann sie die software dieser Authoren eben nicht benutzen. die GPL v.3 wäre ohne die stritiken fragen eben nur ein minor-release, ein kleines update das es vielleicht vom wortlaut besser mit einigen gesetzten zusammenpasst.

Für mich ist GPL auch so ne art Prüfzeichen wie der TÜV, würd mir sehr verarscht vorkommen wenn ich irgend ne tolle Opensource hardware kaufe daran aber nichts ändern kann solange ich die grundfunktionalität erhalten kann.

Diese art der einschränkung (drm und co) gabs halt zu zeiten wo gpl v.2 geschrieben wurde nicht deshalb steht da eben noch keine solche passage drin, das ist der einzige grund.

Es spiegelt den geist von der GPL bzw GNU und rms wieder das man an dem source den man bekommt änderungen vornehmen kann ohne dafür irgendwie bestraft zu werden Patentklagen oder drmchips die den source dann als ungültig ansehen.

Wer das nicht will hat ja wie erwähnt sogar noch die Möglichkeit seinen source unter GPLv2 zu stellen.

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Von Witzbold am Mi, 6. Juni 2007 um 17:17 #
...sieht wohl ihre Felle davon schwimmen, wenn ich das richtig interpretiere. Oder irre ich mich so gewaltig?
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Von mir am Mi, 6. Juni 2007 um 18:54 #
>> Nach Ansicht von Linspire
Schon klar.

>> könnte die GPLv3 die Wahlmöglichkeit der Anwender reduzieren
Inwiefern? Argumente? Auch auf der verlinkten Seite nicht? Aha...

>> die Akzeptanz des Linux-Desktops behindern
Siehe Punkt 2.

>> und künftige Investitionen von Linspire unmöglich machen.
Ah, HIER liegt also der Hund begraben. Alles andere hätte mich aber auch schwer gewundert.

Zitat von der verlinkten Seite:
>> "...mainstream computer users DO watch DVDs, listen ti iPods and play 3D games."
Ja, und was hat das jetzt mit der GPLv3 zu tun?

Mann, das ganze war ja SO durchdacht, ich glaube es kaum...
Leider werde ich die GPLv3 niemals selber anwenden können. Einfach deshalb, weil ich sie nicht verstehe. Ich kann nur Englisch, kein "Lawyer-Engrish".

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Von slow am Mi, 6. Juni 2007 um 21:24 #
wenn ich ein Programm zur Gültigkeitssteuerung und Rechteverwaltung (einräumen, übertragen, aberkennen, zeitliche Gültigkeiten) an beliebigen Dateien schreibe, z. B. mit Hilfe von GnuPG, darf ich das jetzt unter die GPLv3 stellen oder nicht?

Wenn ich eure Aussagen so lese könnte ich das nicht mit GPLv3 machen. Weil was würde ich da implementieren? Ein Digital Rights Management...

Und jetzt die Gretchenfrage wenn ich das NICHT darf: warum lässt das die GPLv3 nicht zu, was ist der Sinn und Zweck?

Und wenn es ERLAUBT ist: worüber regt Ihr euch so auf?

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Von wine am Mi, 6. Juni 2007 um 23:10 #
Wenn ja, dann ist das in der Tat nämlich ein Problem.

Denn der Kopierschuzt bei so manchen Windows Spielen entspricht nämlich DRM und Wine ist dazu da, damit man diese Spiele auch unter Linux spielen kann.

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Von Andre Homberg am Mi, 6. Juni 2007 um 23:34 #
Hallo,
GNU ist in seinen Ursprüngen mit der Absicht entstanden dem User wieder die Freiheiten der Moduifikation und den offenen Source zur Verfügung zu stellen. Um 1992 kam der Linux-Kernel dazu, und plötzlich hatte man ein komplettes Betriebssystem. Tausende faehiger Programmierer haben aus dem ansporn heraus etwas freies zu entwickeln dazu beigetragen, so dass ein heutiges GNU/Linux System aus mehreren Millionen Zeilen freien Code besteht der zudem noch in den meisten faellen ostenlos ist.

Ich frage mich - was regen sich gewisse leute auf? Wenn euch das lizens-konzept das sich die autoren ausgedacht haben nicht gefaellt, dann entwickelt doch bitte euer eigenes System, oder verwendet die auf dem Markt verfügbaren !! - Niemand wirklich Niemand wird euch davon abhalten !!
Man sollte mal überlegen wo bereits überall GNU/Linux eingesetzt wird, und überall erhebliche kosten einspart. - Vielleicht sollte man sich lieber dafuer erkenntlich zeigen anstatt auch noch Lizenzen zu fordern, die zur Gewinnmaximierung beitragen !!

Ich selbst bin froh das das freiheitliche konzept mit dem GNU/Linux entwickelt wurde weiterghin beibehalten wird. Ich verzichte gerne auf eine Marktdominanz, wenn in diesem Markt nur der pure Kommerz gesehen wird.

Wie weit wäre heute die GNU/Linux-Welt wenn die ganzen Firmen/Privat-Kunden die alle 5-7 Jahre Geld in all Ihre kommerziellen Programme stecken in die GNU/Linux-Entwicklung investieren würden?
Wie würde sich ein KDE oder Gnome Desktop entwickeln wenn man dort 1Milliarde Dollar investieren würde? - Langfristig würde die gesamte Weltwirtschaft alle 5 Jahre x Milliarden Dollar sparen.

Gruss,
André


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Von chrm am Do, 7. Juni 2007 um 08:55 #
Meine Güte, so viel Unwissen und Falschaussagen auf einer Seite hab ich selten gelesen.
PL müsste die alle löschen, um zukünftig nicht als die BILD der Linux-Szene zu gelten ;-)

Traurigerweise nimmt mit der Verbreitung von GNU/Linux auch der Teil der Anwender zu, die sich nicht für die Geschichte und die Ziele freier Software interessieren. Komischerweise wollen sie aber bei so einem komplexen Thema - wie diesem hier - immer mitreden.

Ich möchte nur ein paar Sachen klar stellen, damit uns solche Diskussionen in Zukunft erspart bleiben:

1.) Einstellung zur FSF und RMS

Die FSF ist eine Organisation, die an der Verbreitung und dem Schutz freier Software interessiert ist. Sie selbst hält das Copyright an einigen Werken. Zusätzlich gibt sie durch die Gestaltung einer freien Lizenz (genauer: Lizenzen) allen Entwicklern, die die selbe Einstellung zur freien Software haben, die Möglichkeit, eine passende Lizenz zu verwenden.

2.) Die GPL ist nicht Public Domain

Die GPL ist eine Lizenz, die im Gegenteil zu Public Domain Lizenzen, nach der Freigabe des Werkes garantieren soll, dass das Werk auch in abgeleiteter Form wieder als Source zugänglich gemacht wird. Somit fördert sie gezielt die Weiterentwicklung. An dieser stelle kann man anmerken, dass sich das "frei" nicht auf die (komplett) freie Verwendung des Werkes bezieht, sondern darauf, dass die Software immer frei bleibt - und nicht proprietär werden kann.

3.) Wahlfreiheit der Autoren

Es ist alleine dem Autor überlassen, eine nach seiner Meinung passende Lizenz für seine Arbeit zu verwenden. Entscheidet er sich dabei für eine der FSF-Lizenzen, so ist es sein gutes Recht.
Übergibt er das Copyright an die FSF, so ist es ebenfalls alleine seine Entscheidung - die man als Anwender zu respektieren hat.

4.) Garantie für die Autoren

Da sich die Autoren der Wirkung der GPL bewusst sind, und diese auch zukünftig erwarten, ist die FSF bemüht, die Rechte der Autoren mit neuen Auflagen der GPL zu wahren.

5.) Neue Probleme - neue Lösungen

Die GPLv2 garantiert also, dass alle Modifikationen an dem Ursprünglichen Code, auch wieder allen zur Verfügung stehen, und von jedem adaptiert und weitergeführt werden können - wenn die Änderungen wiederum unter der GPL stehen.
Das funktioniert auch sehr gut.
Nun, die GPL ist mittlerweile in die Jahre gekommen, und lässt sich durch einige damals nicht berücksichtigte Techniken aushebeln. So z.B. wenn nicht nur der Code und die Build-Werkzeuge, sondern auch noch zusätzliche, kryptographische Elemente benötigt werden, um die Software zum Laufen zu bekommen.
Die Version 3 schließt diese Lücke(n), und verlangt - wie auch schon die Vorversionen, dass alles Benötigte weitergegeben wird.

!!! Sie verbietet nicht den Einsatz spezieller Technologien !!!

6.) Speziell DRM

Die GPLv3 verbietet es nicht, eine Software zu schreiben, die DRM auf die von ihr zu verarbeitenden Daten anwendet. Es geht bei der GPL nie um irgendwelches (highlevel) Laufzeitverhalten - sondern immer nur um den Code und deren Weitergabe und den Schutz der Autoren (die sich ja, wie oben erwähnt, auf diesen Schutz verlassen).

Und ja, DRM ist auch mit offener Software möglich, genauso wie starke Kryptografie. Es funktioniert sogar besser, als "Security By Obscurity".

---

Ich hoffe, dieser Text hilft Einigen, ein wenig mehr Verständnis für dieses sehr komplexe Thema zu gewinnen.
Es soll nur eine Grundlage für die folgenden Diskussionen um das (wahre) Thema GPLv3 bilden, damit diese erschreckenden Aussagen von weiter oben nicht mehr passieren ;-)

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Von blackout am Do, 7. Juni 2007 um 09:35 #
"Die GPLv3 will (...) Versuche bekämpfen, freie Software (...) nicht änderbar zu machen."

Ich verstehe den Satz nicht. Die GPLv3 will verhindern, daß Freie Software verändert werden kann?

mehr CSS
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Von NANO am Do, 7. Juni 2007 um 10:43 #
also ich sehe dass so: css software wird es auch für linux weiterhin geben, solange diese auf bibliotheken aufbauen, die mit der LGPL lizensiert sind, ausserdem steht ja noch gar nicht fest, welche programme zu gpl3 migrieren, beim kernel sah es lange zeit so aus als ob der bei version 2 bleiben würde (weil linus ALLE helfer um eine re-lizensierungs-erlaubnis fragen müsste), allerdings hat linus nach dem 2. entwurf gesagt, dass der kernel evtl. migriert, X untersteht sowieso nicht der gpl (weder XFree86 noch Xorg), von daher sehe ich keine probleme mit hardware-treibern. und selbst wenn ein programm zu gpl3 migriert kann linspire ja die alte gpl2 version nehmen und eine fork starten, der dann auch weiterhin der gpl2 unterstellt ist von daher verstehe ich dass garnicht - dass selbe gilt dann wohl auch für SuSE/Novell ...
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