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Thema: Libertine Open Fonts in Version 2.6.9

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von sowieso am So, 17. Juni 2007 um 16:54 #
Sorry, du wirst immer unglaubwürdiger.

Hast Du keine Argumente mehr?

Hast du noch nie gehört, "der Ton macht die Musik"?

Eben. Lies Deine Einträge nochmals durch und höre den schiefen Tönen zu.

- In der Tat, die Kunst etwas zu sagen und doch nichts gesagt zu haben, gehört zur Kunst der Rhetorik

War das, was ich geschrieben habe, so schwer zu verstehen?

- Nochmals: Es steht dir frei, die alten Regeln weiter zu benutzen. Ich möchte auch nicht ausschließen, dass du mit einem gemäß den alten Regeln verfassten Bewerbungsschreiben eine Stelle findest ...

Habe ich. Danke für Deine Großzügigkeit.

- Mindestens die Hälfte der Kosten für die "Reform" ist durch die "Reform der Reform" entstanden, also getrieben von Leuten wie dir!

Nein. Die Reformer selbst haben unmittelbar nach Erscheinen der ersten "reformierten" Wörterbücher Korrekturen für "unumgänglich notwendig" (Zitat aus dem ersten Bericht der Zwischenstaatlichen Kommission) erklärt. Der Großteil der Kosten ergibt sich aus der Umstellung von Schriftstücken, Umschulungsmaßnahmen, Steuerausfällen (private Schulungsmaßnahmen können steuerlich abgesetzt werden) etc. Wer sich dem Unfug verweigert, verursacht diese Kosten nicht.

- Die Rechtschreibreform ist nicht nur von der Kultusministerkonferenz verabschiedet, sondern auch von der Bundes- und den Länderverwaltungen als Verwaltungsvorschrift erlassen worden und gilt somit verbindlich in sämtlichen Bereichen der öffentlichen Verwaltung (und die ist nicht klein in unserem Land ...)!

Ich arbeite im öffentlichen Dienst und schreibe undeformiert -- mit Wissen und Billigung meiner Vorgesetzten, die sich auch nicht an die "Neuregelung" halten. Es gilt nach wie vor das Urteil des BVerfG, daß außerhalb der Schule niemand gezwungen werden darf, die "Orthografie" anzuwenden. Das VwVfG legt in § 23 (1) nur fest, daß die Amtssprache Deutsch ist. Ansonsten gibt es keine rechtliche Grundlage für die Anwendung der "Orthografie".

- So, so, die alte Duden-Regelung hat 1901 nur den allgemeinen Sprachgebrauch festgehalten ...

Das Ergebnis der zweiten orthographischen Konferenz 1901 ist nicht identisch mit dem Duden-Regelwerk. Das weiß jeder, der sich mit der Materie ein wenig auseinandergesetzt hat. Ich empfehle dringend einen Blick die Quellen (also den Text des 1901 formulierten Regelwerkes und die Duden-Richtlinien). Das ist seriöser, als irgendwelche schlecht recherchierte Zeitungsartikel nachzubeten.

- Wenn es dir noch keiner gesagt hat, die Höflichkeitsform der Anrede ist die dritte Person Plural und die wird gemäß reformierter und re-reformierter Rechtschreibung immer groß geschrieben!

Ich kenne alle drei reformierten Regelwerke in- und auswendig, keine Sorge. Aber Du verwechselst hier etwas. Es geht um Umgangsformen, nicht um irgendwelche Kategorien. Und es ist nun einmal höflicher, seinem direkten Gegenüber im Schriftverkehr Großschreibung zu verwenden.

- Ein Forum passt nicht in die Unterteilung von Briefen (persönlicher Brief, offener Brief, anonymer Brief). Es "funktioniert" anders und hält sich nicht an die Briefform (Anrede, Text, Gruß, Name bzw. Umschreibung). Gerade das macht aber eine "Sitte" oder "Umgangsform" aus ...

Siehe oben.

- Wie schon erwähnt, die reformierte Schreibweise machte die Schreibweise der Anrede eindeutig und räumte Ausnahmen (Brief) aus (auch wenn du dich hier auf den Kopf stellst.

Die reformierte Regelung maßt sich an, in gesellschaftliche Konventionen einzugreifen, und dazu gehört die Großschreibung der Anrede in der direkten schriftlichen Kommunikation. So etwas gehört überhaupt nicht zum Kernbestand einer Rechtschreibregelung. Außerdem ist Rechtschreibung immer nur das, was allgemein üblich ist. Jedenfalls war es das, bis 1996 der Staat auf die Idee kam, der Bevölkerung vom Usus abweichende Schreibweisen aufzuzwingen. Vielleicht solltest Du bei dieser Gelegenheit einmal über das Demokratieverständnis unserer "Volksvertreter" nachdenken.

- Ich schaue keineswegs auf Leute herab, die die alte Schreibweise benutzen! Diesen Schuh lasse ich mir nicht anziehen!!! Aber die Würfel sind gefallen, die Meinungsbildung ist abgeschlossen, die Vorschriften auf Bundes- und Länderebene erlassen. Wer will, soll die alte Schreibung beibehalten, aber seinen Frust über die verabschiedete neue nicht hier ablassen, unnötig Speicherplatz verbrauchen und eine schlechte Stimmung verbreiten ! Und genau das war der Anlass für meine erste Nachricht!!!

Also Maul halten und alles schlucken, was die Obrigkeit erläßt! Ruhe ist erste Bürgerpflicht. Und wenn der Staat demnächst wieder den "Deutschen Gruß" in Amtsstuben und Schulen anordnet, werden wir das natürlich hinnehmen und keine "schlechte Stimmung verbreiten" bzw. "unnötig Speicherplatz verbrauchen". Es gibt schließlich Wichtigeres.

Übrigens ist die Meinungsbildung nur insofern abgeschlossen, als die Kultusminister ihr Scheitern eingestanden und ihre Hoffnung ausgedrückt haben, in ein oder zwei Generationen werde sich wieder eine allgemein akzeptierte Orthographie herausbilden. Es ist also alles offen, und jeder Schreibende hat die Möglichkeit, einen Beitrag zur Rückkkehr zu einer sinnvollen Rechtschreibung zu leisten. Kadavergehorsam ist da fehl am Platze.

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    Von Duden am Do, 2. August 2007 um 00:33 #
    "Die deutschsprachigen Nachrichtenagenturen AFP, AP, APA, Dow Jones, ddp, dpa, epd, KNA, sid und Reuters stellen heute ihre Rechtschreibung um." ... ;-)
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