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Thema: Offene Standards bedroht

24 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von AndreasM am Mi, 18. Juli 2007 um 10:35 #
"Freie und proprietäre Software sollen in Wettbewerb stehen und die bessere Lösung soll sich durchsetzen"

Dem stimme ich ja voll zu.
Aber das geht eben nur durch offene Standards und nicht anders.

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    Von mir am Mi, 18. Juli 2007 um 10:49 #
    Eben.

    Ob diese Standards nun von freier oder von proprietärer Software eingehalten werden ist ja erstmal egal.
    Hauptsache die Standards sind offen UND WERDEN AUCH KORREKT IMPLEMENTIERT (lies: "Bestimmte Hersteller bauen keine undokumentierten BLOBs ein").

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    Von Witzbold am Mi, 18. Juli 2007 um 10:50 #
    Offene Standard und keine Patente, sollte man noch hinzu fügen.

    BTW:
    http://www.golem.de/0707/53559.html

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    Von atzeton am Mi, 18. Juli 2007 um 11:52 #
    > Dem stimme ich ja voll zu.
    Ich auch.

    > Aber das geht eben nur durch offene Standards und nicht anders.
    Häh? Wie? Watt? Du stimmst dem also nicht zu?

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      Von BufferOverflow am Mi, 18. Juli 2007 um 12:45 #
      > Häh? Wie? Watt? Du stimmst dem also nicht zu?

      Sie stehen anscheinend etwas auf dem Schlauch. Kleine Hilfe: Es geht um den Wettbewerb, der zwischen proprietärer und freier Software "empfohlen" wird. Und das geht nach Meinung von AndreasM eben nur, wenn die Software auf offene Standards setzt. Ist auch meine Meinung.

      mfG

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      Von AndreasM am Mi, 18. Juli 2007 um 13:49 #
      Doch, tue ich. Und genau damit befürworte ich den Wettbewerb zwischen freier und proprietärer Software.

      Das Problem liegt doch darin, dass ein nicht-offenes Dateiformat von einem Konkurrenzprogramm unter Umständen nicht sauber eingelesen werden kann - und schon leidet die Interoperabilität (was für ein Wort... heisst das wirklich so?), und es gibt IMHO kaum etwas, was in einer vernetzten Welt wichtiger wäre.

      Ich halte freie Software proprietärer Software vom Konzept her überlegen, aber genau betrachtet ist es mir weniger wichtig, ob ich mit freier oder unfreier Software arbeite, solange das Ergebnis auch von anderen (und später von mir) wiederverwendet werden kann.
      Für mich bedeutet das:


      Sollte ein Programm meinen Anforderungen aus irgendeinem Grund nicht mehr genügen, möchte ich ohne Schwierigkeiten auf ein konkurrierendes Produkt ausweichen können. Notfalls, um es überspitzt darzustellen, auch von einem freien zu einem proprietären Produkt.

      Wenn ich mir von einer Behörde ein Dokument herunterlade, will ich es auch anständig nutzen können - es hilft mir nichts, wenn bestimmte Abschnitte nur mit einem "nichtdokumentieren", weil möglichweise unfreiem und patentbehafteten Feature dargestellt werden können.

      Vor einigen Jahren hat irgendein kluger Mensch mal postuliert, dass unser Jahrhundert, in bezug auf unsere Möglichkeiten bedacht, das am schlechtesten dokumentierte Jahrhundert in der Weltgeschichte werden könnte - weil alle paar Jahre Dateiformate wechseln und Inhalte nicht mehr gelesen werden können.
      Und ich möchte wirklich mal wissen, was an gesammeltem Wissen auf irgendwelchen Disketten oder was auch immer brachliegt, weil es diese oder jene Textverarbeitung nicht mehr gibt.

      Prinzipiell habe ich nichts dagegen, wenn eine Firma in einem Dokumentformat das eine oder andere Feature implementiert - aber das muss frei offen und dokumentiert sein.

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Von Ralf Keding am Mi, 18. Juli 2007 um 10:53 #
Moin, Moin

Das mit Portugal ist uebel, hat irgendwer sicher quellen fuer das Gebaren?

Jeder Karnikelzuechterverein ist demokratischer aufgebaut, da wird vor einer Abstimmung erstmal die Beschlussfaehigkeit festgestellt. Wenn die Leute vor der Tuer stehe, dann ist die eben nicht gegeben. damit sind Abstimmungen eben nicht moeglich, solange nicht ein groesserer Raum gefunden wurde.

Wer so was macht, der handelt mit Vorsatz.

Das ODF scheint wohl da reinzufassen, wo es Microstoft richtig weh tut.

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Von Spohl am Mi, 18. Juli 2007 um 11:12 #
1/3 von 26 bedeutet ja 8 oder 9. Wäre interessant wie knapp die Entscheidung war.
Aber Eigenartig von die Anzahl so extrem steigt. War wohl ne geheime Abstimmung, sonst hätte sich wahrscheinlich keiner getraut gegen Microsoft zu stimmen.
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Von poff am Mi, 18. Juli 2007 um 12:26 #
Ich halte es für wichtig, dass solche Nachrichten nicht gelesen und vergessen, sondern gesammelt werden. Erstrebenswert wäre dabei, auch die Herkunft der Information mit Quellenbelegen zu dokumentieren. Innerhalb von wenigen Jahren würde sich so ein Schwarzbuch ansammeln, mit dem den üblichen Verharmlosungen solchen Gebarens fundiert entgegengetreten werden könnte.
Gruss
Ch.
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Von A. Spooner am Mi, 18. Juli 2007 um 13:27 #
Es ist schon ein grauen als kleiner Sysadmin in einem Mittelständischen Unternehmen täglich gegen die Dummheit kämpfen zu müssen. Die Anwender jammern, dass sie keine winmail.dat öffnen können. Die Geschäftsführer möchten alle paar Wochen einen neuen PDA mit der freien Groupware synchronisieren. Und immer kommt die Frage: "Warum geht das bei uns nicht, bei allen anderen geht es?!" Die große Masse von DAUs oder Computerhassern kommt den Herstellern proprietärer Software, insbesondere dem Unternehmen aus Redmond sehr entgegen.

Wir werden u.U. demnächst von einer freien Groupware zu Exchange migrieren. Allein die Umstellung soll rund 150.000EUR kosten. Bisher hatten wir rund 7000EUR für Softwarepflege und externen Support bezahlt. Zukünftig wird ein neuer Mitarbeiter allein für die Groupware notwendig sein. Sachlichen Argumente wie die die erhöhte Abhängigkeit gegenüber einem Softwarehersteller, oder die Verwendung von proprietären Formaten zählen einfach nicht. Hoffentlich kann ich mit dem Kostenargument noch etwas Vernunft hervorlocken oder zur Not noch zu Scalix oder Zarafa umbiegen.
Aber wenn man immer mit den Kosten kommt, dann kommen solche Aussagen wie bei unseren OpenOffice-Usern: "Ich will das richtige/echte Office haben!". Nur weil sie zuhause auch auf einer MS-Office-Schwarzkopie gelernt haben oder ihnen in der Schule nur MS-Produkttraining, statt Textverarbeitung und Tabellenkalkulation vermittelt wurde.

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    Von Dennis am Mi, 18. Juli 2007 um 13:54 #
    was setzt ihr denn derzeit ein?
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    Von FooBar am Mi, 18. Juli 2007 um 16:13 #
    Wow für 150.000EUR kannst du schon eine Horde von begabten Informatik Studenten oder ein paar sehr gut bezahlte und fähige Programmierer für ein Jahr anheueren, die dann alles implementieren was euch noch fehlt.

    Wäre folgendes nicht möglich: z.B Ihr bezahlt den Hersteller (oder wenn es keinen gibt dann die Hauptentwickler) eine bestimmte Summe, damit dieser noch fehlende Features implementiert? Das wäre wie es so schön auf neudeutsch genannt wird, eine echte win-win Situation. Ihr müßt doch nicht so viel ausgeben, und die Entwickler werden bezahlt für Arbeit die sie sonst in der Freizeit gemacht hätten. Und andere profitieren auch von der Arbeit.

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    Von CCarpenter am Mi, 18. Juli 2007 um 16:16 #
    Tja, genau das ist die allgemeine Meinung, was nicht viel kostet, taugt nicht viel. Obwohl die MS_Office-Schwarzkopie-DAUeruser nicht einmal 5% vom MS-Office nutzen können. Aber sie kennen sich ja damit aus!
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    Von Sebastian am Mi, 18. Juli 2007 um 19:01 #
    Zitat: "Allein die Umstellung soll rund 150.000EUR kosten."

    Ja schon klar das man dafür viele Studenten etc. anheuern kann... Aber unter Umstellung fallen ja trotzdem noch mehrere Sachen. so z.B. auch das Schulen der Mitarbeiter auf das neue System... dann die Kosten die für die eigentliche Umstellung, evtl. Ausfallzeiten. Dann darf man nicht vergessen das sein System gut getestet sein will und dann währe da ja noch der Zeitfaktor, ein Produkt das getestet und sofort einsatzfähig ist, wird dem Manager lieber sein als ein System worauf er ein Jahr warten soll...

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    Von theBohemian am Mi, 18. Juli 2007 um 22:23 #
    Schon mal geguckt, ob du nicht bei ner freie Software-freundlicheren Firma unterkommen kannst? Gibtn Mitgliederverzeichnis beim Linux Verband ...
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Von Dread_Lord am Mi, 18. Juli 2007 um 13:39 #
> Dabei erlitt das Unternehmen einen Rückschlag in den USA,
> wo das Format im Standardisierungsgremium INCITS, das
> großen Einfluss auf die US-Regierung hat, die Zweidrittel-
> Mehrheit verfehlte. Vor der Abstimmung wurde das Gremium
> von sieben auf 26 Mitglieder aufgestockt, wobei die
> meisten der 19 neuen Mitglieder den Status von Microsoft-
> Partnern haben. So verwunderte es nicht, dass die meisten
> dieser neuen Mitglieder OOXML zustimmten, doch die sieben
> Altmitglieder stimmten überwiegend dagegen, so dass das
> Ergebnis eine »Ablehnung mit Kommentaren« war.

Das ist AFAIK falsch!
Zitat aus dem Blog von Rob Weir:

> Further motions of "Disapproval, with comments" and
> "Abstention, with comments" also failed.
(Hervorhebung von mir)

Das Ergebnis ist demnach eine Sammlung von Kommentaren ohne
Empfehlung. ANSI muss wohl selbst noch entscheiden.

CU
Dread_Lord

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Von CCarpenter am Mi, 18. Juli 2007 um 15:42 #
.... von Computern und überhaupt von freier Software Ahnung zu haben:

http://de.sevenload.com/videos/SyMWUPh/Kinder-fragen-Politiker-nach-dem-internet

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    Von Micha am Mi, 18. Juli 2007 um 17:46 #
    OT? Es geht hier nicht um Politiker.

    Aber um dem allgemeinen Politiker-Bashing mal entgegenzutreten:

    1. es sind auch nur Menschen...
    2. ...und können demzufolge auch nicht alles besser oder mehr als andere, zumal, wenn es nicht Ihrem Kernkompetenzen entspricht
    3. entgegen anderslautenden Vorstellungen haben die einen langen Tag, müssen sich durch Aktenberge kämpfen, obwohl es vielleicht nicht deren Profession entspricht (nenne mir mal jemand einen Menschen, der sich zu jedem Thema eine fundierte Meinung bilden kann)
    (4. sind sie von Zuarbeiten anderer abhängig)
    (5. es sind nur vorgeschobene Vertreter von Interessengruppen)
    Zu dem Beitrag: frage mal x-beliebige Leute auf der Straße - da gibt es noch ganz andere Antworten...

    MfG

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Von Captn Difool am Do, 19. Juli 2007 um 08:20 #
Wenn man mal eben schnell die Gremien aufstockt und dann überall nur M$-Agenten einschleust, müssen bei den Verantwortlichen, die diese Aufstockung genehmigt haben, reichlich Schmiergelder geflossen sein. In Portugal ebenfalls, wenn da noch aus fadenscheinigen Gründen potentielle Andersdenkende gleich von der Abstimmung ausschliesst. Erinnert mich irgendie an die letzten US-Präsidentenwahlen, wo man in demokratischen Hochburgen einfach Wahllokale vorzeitig geschlossen hat, auch mit fadenscheinigen Ausreden, um Wähler der Demokratischen Partei an der Stimmenabgabe zu hindern. Sind solche Methoden jetzt ein amerikanisches Grundprinzip geworden?

Dieses Verhalten von M$ sollte einmal mehr vor einem EU-Gerichtshof geprüft werden, das allein ist schon wieder genug Munition für ein Prozeß wegen Wettbewerbsbehinderung mit illegalen Absprachen. Auch die EU-Wettbewerbskommission sollte hier mal aktiv werden, aber wahrscheinlich haben sie auch schon irgendwo ein paar Bargeldkoffer stehen, Absender aus Redmond....

mehr ms
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Von anonymous maximus am Do, 19. Juli 2007 um 12:17 #
Das wurde schon allgemeingültig so Propagandiert:

http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/0,1518,463134,00.html

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