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Thema: MEPIS setzt wieder auf Debian

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Von Michael am Di, 31. Juli 2007 um 23:09 #
Nein, Debian verfolgt eine klare Strategie. Keine moderne Distribution sondern eine extrem stabile. DAS ist die Basis die dann von jedem durch Zusätze wie Paketen aus SID in den Bereichen angepasst werden kann wo es notwendig ist. MEPIS will einen Mix aus Stabilität und modernen Paketen. Ubuntu bekommt weder das eine noch das andere richtig auf die Reihe. Debian zumindest die Stabilität. Und was den Support angeht... bei Ubuntu ist es auch nur Kaffeesatzlesen... oder magst du deine Hand dafür ins Feuer legen, dass es das Ubuntu Projekt in 5 Jahren noch gibt?
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    Von Neuer am Mi, 1. August 2007 um 01:56 #
    Das mit dem Hand ins Feuer für Ubuntu legen, würde ich machen. Mit den 10 Mio USD kann die Ubuntu Foundation mindestens so lange arbeiten. Ich nehme an, Du weisst nicht, dass Herr Shuttleworth dieses, sein privates, Geld gestiftet hat, damit Niemand daran zweifeln muss?

    Und dass Debian die Mutter der freien Distributionen ist, "Universal OS", ist erklärtes und gelungenes Ziel. Ich finde es sehr wichtig, dass jemand Software anbietet, die nur korrigiert, aber sonst nicht verändert wird. Als System-Entwickler ist mir bei Redhat jetzt schon öfter negativ aufgefallen, dass RHEL U3, U4, U6, etc. sich verändert haben.

    Ob es um Counter von Netztreibern geht, die plötzlich sekundenlang stehen (und damit nicht mehr zu überwachen sind), oder weil plötzlich grossbuchstabige Gruppennamen verboten sind, etc. alles keine grossen Sachen, aber Dinge, die unsere Software auf neuer Hardware nicht ohne Anpassungen der Installation laufen lassen, was wiederum eine neue und kostspielige Validierung erfordert.

    Für den Desktop ist Ubuntu mit den Releases alle 6 Monate in der Regel gut und aktuell genug. Ob man mit Debian Testing nicht besser fährt, vermag ich nicht mehr zu beurteilen.

    Was KDE4 angeht, sind mir persönlich jedenfalls 6 Monate nach 7.10 Release, also erst in 8.04 zu lange. Da das aber ein singuläres Ereignis ist, und man zu recht fragen darf, ob wirklich viele Leute statt 3.5.7 mit 4.0.0 glücklicher werden, bevor nicht ein paar Monate Stabilisierung waren, darf man mit Recht und Fug bezweifeln. Aber zum Glück ist Debian/Ubuntu ja auch für das Compilieren ein taugliches System.

    Aber insgesamt ist der Kompromiss von Ubuntu von weniger Stabilität gegen etwas mehr Aktualität, doch ein erkennbarer Erfolg? Nicht wenige User haben sehr viele Sachen zuerst auf einer Ubuntu-Variante gesehen, ohne dass wir Dinge erlebt haben wie bei anderen, die das gleiche probiert haben.

    Was Mepis angeht, so kann ich mir vorstellen, dass es für sie schwer ist, gegenüber Ubuntu noch einen Mehrwert zu erarbeiten, oder eigene Akzente zu setzen. Die Frage, was an Mepis besser als an Ubuntu ist, dürfte einfach auf die Dauer weh tun.

    Gruß, Kay

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    Von energyman am Mi, 1. August 2007 um 02:23 #
    stabil?

    ach deswegen haben die da so eine binutils-Version, die mit den neusten Kerneln Probleme macht?
    Und deswegen gibt es da so zwei Meldungen von XFS crashs mit debian-kerneln auf großen Raids?

    Hm, vielleicht ist es Zeit den Stabilitätsmythos zu begraben?

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    Von asdf am Mi, 1. August 2007 um 10:59 #
    > DAS ist die Basis die dann von jedem durch Zusätze
    > wie Paketen aus SID in den Bereichen angepasst
    > werden kann wo es notwendig ist.

    Hast du selbst schon mal versucht Pakete von SID in Stable zu verwenden?

    Einfach Pakete von SID in Stable zu verwenden _kann_ funktionieren, kann aber auch große Probleme mit sich bringen. Je nach den Abhängigkeiten von dem Paket und dem "Abstand" zwischen SID und Stable, kann es dazu kommen dass es notwendig ist gleich die halbe Distribution mit auf SID zu updaten.
    Die Alternative ist, die Pakte selbst auf Stable zu "backporten", doch trivial muss das auch nicht sein, und eine Vorteil zu Ubuntu sehe ich da auch nicht wirklich. Auf Ubuntu kann ich auch eine LTS verwenden, und Pakete von aktuelleren Ubuntu Versionen zurück porten. Ja, ich kann sogar auch Paktete von Debian SID auf ein Ubuntu LTS porten, je nach alter von Debian Stable und Ubuntu LTS kann das auch einfacher für LTS werden.

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