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Thema: Schulen des Kantons Genf migrieren zu Linux

35 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Mike am Do, 3. April 2008 um 11:57 #
Das ist echt typisch Schweiz :) Wir lassen uns mal nicht beeinflussen von anderen, uns interessiert das auch gar nicht so, was die anderen so machen, wir machen unser Ding.

In dem Fall wirklich super :)

Gruß

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Von einScheizer am Do, 3. April 2008 um 11:57 #
Ich hoffe dass Genf nun ein Vorbildcharakter hier in der Schweiz haben wird! Dieser Entscheid ist erfreulich und wir wollen hoffen dass noch mehr Kantone diesem Beispiel folgen werden. Vive la Genève!
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Von kuno am Do, 3. April 2008 um 12:12 #
Meines Wissens hat der Kanton Solothurn bereits vor ein, zwei Jahren erfolgreich auf Linux umgestellt. Das grösste Problem schienen die teilweise sehr sturen Anwender (und einmal mehr etliche Politiker!!) zu sein. Wobei als ehemaliger Mitarbeiter dieses Kanons hatte ich schon vor 10 Jahren festgestellt, dass diese Anwender auch Win / Word nicht gecheckt haben. Die Bereitschaft sich in etwas neues einzuarbeiten war und ist teilweise sehr, sehr gering, bzw. geschieht nur unter Druck. Ein grosser Teil dieser "Anwender" war sich oft gar nicht bewusst, mit welcher Software sie arbeiteten. Traurig aber wahr. ---> Mehr Infos: AIO - Amt für Informatik; www.so.ch
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    Von devdorado am Do, 3. April 2008 um 15:31 #
    Stimmt die benutzen Univention-Corporate-Server
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    Von Bardolf am Fr, 4. April 2008 um 10:47 #
    Ich habe schon viel von Linux gehört und werde es auch testen. Jedoch finde ich, was die Sturheit angeht, dass Betriebssysteme mir als Anwender zu dienen haben. Der Vergleich mag hinken, aber Ferrari baute seine Autos um Schuhmacher, und daß war das Erfolgsgeheimnis. Meiner Meinung nach sollten die Entwickler etwas einfacher denken. Je komplizierter das Betriebssystem, desto mehr Verdruß und Ablehnung. Ist 'ne Milchmädchenrechnung. Trotzdem ist es der richtige Weg: weg von Windows!
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Von Unwichtig am Do, 3. April 2008 um 12:25 #
OpenSource wird in der Schweiz mit ein paar Ausnahmen stiefmuetterlicher behandelt, als in Deutschland...
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Von furanku am Do, 3. April 2008 um 12:34 #
Ich kann leider kein Französisch, und daher die Original Meldung nicht lesen. Wenn das allerdings wirklich so da steht, fürchte ich das wird eine Bauchlandung, und andere werden darauf hinweisen, daß es in Genf ja auch nicht so toll geklappt hat wie angekündigt.

Trotzdem ich ein großer Freund freier Software bin und auch in meinem Umfeld als Evangelist tätig bin: Mit den Versprechungen bei einer Migration muß man vorsichtig sein, sonst sind die Leute schnell enttäuscht und migrieren wieder zurück. Und die dann nochmal von dem Versuch zu überzeigen ist nahezu unmöglich. Dazu gehört eben auch: Eine Migration erfordert Arbeit und trotz Planung kann einiges daneben gehen. Die Nutzer müssen sich umgewöhnen, selbst wenn es vorher schlechter war sind Menschen nun mal "Gewohnheitstiere". Für einige Hardware gibt es keine Treiber mehr, evtl. müssen Scanner oder Drucker trotzdem sie noch perfekt funktionieren ausgetauscht werden. Der Gimp mag auf Schul- und Heimniveau (und auch in vielen anderen Bereichen) ein vollständiger Ersatz für Photoshop sein, in allen Bereichen ist er es aber nicht. Backoffice Lösungen, so sehr man über Exchange und Co lästern mag, unter Linux immer noch recht hakelig, wenn man das nicht sorgfältig und möglichst vollkommen homogen geplant hat. Daß Open Source nun per se "effizienter" und gar "pädagogisch wertvoller" sei, halte ich für ein Gerücht.

Daneben müssen noch viele unbegründete Widerstände von Schülern und Eltern überwunden werden, die nun mal Windows gewohnt sind, Neues erst mal kritisch betrachten und bei den ersten eigenen Fehlschlägen gleich ihre Ablehnung betätigt sehen. Wenn man da nicht viel Arbeit hineinsteckt die Nutzer da abzuholen wo sie sind und bei der Migration vorsichtig mitzunehmen, hat man da ganz schnell eine Fraktion von Leuten die sie Migration als "ideologischen Quatsch ohne jeglichen Nutzen" darstellen, genau daß was die freie Software Bewegung nicht brauchen kann.

Nicht, daß ich die Migration schlecht reden will, aber das was hier in der Meldung steht, läßt mich befürchten, es handele sich dabei um ein "Hurra Linux!"-Migration, die dann, wenn sie in die Hose geht, mehr Schaden für das Ansehen von freier Software verursacht.

Aber wie gesagt, ich habe die Original Meldung nicht gelesen, aber als es dann um "Kompetenzen erlernen" und "Wissen demokratisieren" ging, fürchte ich ist dem zitierten Veratwortlichen ein wenig seine private Begeisterung durchgegangen und der Sinn dafür was so eine Migration in der Realität bedeutet verloren gegangen.

Natürlich kann man auch mit MS Office den Umgang mit einer Textverabeitung erlernen und auch mit Photoshop die Basics der Bildverarbeitung.

Was so etwas überhaupt an *allgemeinbildnenden* Schulen soll, ist eine ganz andere Frage.

Trotzdem wünsche ich der Migration viel Glück!

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    Von WishMaster am Do, 3. April 2008 um 14:33 #
    In der Meldung des TdG steht, dass es teilweise schon Dual Boot gab und wohl alle bereits erwarten; das notwendige System ist also schon vorhanden.
    Übrigens wird laut dem TdG wohl leider nur Ubuntu eingesetzt werden.
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    Von A. Spooner am Do, 3. April 2008 um 14:34 #
    > Natürlich kann man auch mit MS Office den Umgang mit einer Textverabeitung erlernen

    Das Problem dabei ist, die Leute lernen die Bedienung von MS Office in Version XY und nicht Textverarbeitung. Das ist reines Produkttraining, was hier bei uns überall durchgeführt wird. Ich weiß nicht ob man die Schweizer mit dem typisch deutschen Verhalten überhaupt vergleichen kann. Die sind schon immer ihren eigenen Weg gegangen und haben es konsequent durchgezogen. Wir werden uns hier noch gewaltig umschauen, welche Länder in den nächsten Jahren mit besseren IT Know How an Deutschland vorbei ziehen. Hier hält sich doch jeder für einen Computerprofi, wenn er innerhalb weniger Tage einen Windows-PC aus dem Super- oder Elektromarkt zuhause zum laufen bekommen hat.

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      Von plonk am Do, 3. April 2008 um 14:55 #
      Das Schlimme ist, fast niemand der Office Pakete beruflich einsetzt, hat jemals etwas von semantischen Auszeichnungen der Dokumente oder Absatzklassen gehört. Da wird mit der Schriftgröße, Fett und Farben sowei unendlichvielen Leerabsätzen rumgefrickelt bis der Ausdruck gut aussieht, und bei der nächsten Version geht wieder nix mehr...
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      Von furanku am Do, 3. April 2008 um 14:56 #
      Da hast Du zwar recht, aber würde man mit OpenOffice eben dieses erlernen. Also bliebe, daß man unabhängig die "Basics" im Umgang mit Office Programmen unterrichtet. Aber "Dokument laden, tippen, formatieren" ist doch wirklich ein bisschen dünn als "Computerunterricht", oder? Umgang mit der Maus als Schulfach?

      Eigentlich ist ein Führerschein doch auch heutzutage sehr wichtig um einen Job zu bekommen, oder? Aber auch diesen macht man nicht an der Schule, lernt aber im Physikunterricht wie ein Verbrennungsmotor funktioniert: Matheunterricht lehrt auch wie man etwas selber rechnet, ohne Computer, usw. ...

      Von daher weiß ich eigentlich was Office und Bildbearbeitung *überhaupt* an der Schule sollen. Stattdessen sollte man eher Datenschutz, Informations-Recherche und Beurteilung, Grundlagen der Programmierung, ... unterrichten, und dazu braucht man meines Erachtens nach gar keinen Computer in den Schulen.

      *Wie* man ein Bewerbungsschreiben fehlerfrei, vollständig und überzeugend formuliert und schreibt gehört unterrichtet. Wie man das in OpenOffice oder MS Office formattiert ist dagegen bestenfalls ein Volkshochschulkurs, und kann man von Jugendlichen auch in Eigenverantwortung erlernt verlangen.

      Auch als großer freier Software Befürworter fordere ich eher: Computer *raus* aus den Schulen! Deren pädagogischer Nutzen ist gering, und die Lehrer die damals den Videorecorder ins Klassenzimmer gerollt haben um tollen "Multimediaunterricht" zu machen waren auch die schlechteren.

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        Von A. Spooner am Do, 3. April 2008 um 15:29 #
        > Also bliebe, daß man unabhängig die "Basics" im Umgang mit Office Programmen unterrichtet.

        Allein mit allgemein gültigen Office und Computergrundlagen kann man dicke Fachbücher schreiben und gut unterrichten. Nur verkaufen sich Bücher und Schulungen speziell für eine brandneue Office XY Version eben besser. UND DAS MUSS AUFHÖREN!

        Computer für Schulen werden tatsächlich vollkommen überbewertet. Was machen die Kinder wirklich damit im Unterricht, selbst die Lehrer kennen sich nicht mal richtig damit aus. Da wird ein bisschen gesurft und unzählige Seiten Papier mit "Mein erster Brief" beschmutzt. Das gleicht momentan eher einem Hauswirtschaftsunterricht in welchem man Fertiggerichte zubereitet.

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    Von gustl am Do, 3. April 2008 um 16:47 #
    So eine Hop-oder-Drop Migration kann aber auch gewaltig was bringen.

    Die Firma Ernie Ball ist ein Paradebeispiel dafür.
    Bekanntlich wurden sie von Microsoft überfallsartig "auditiert" und wegen 3 nicht auffindbarer Lizenzdokumente mussten sie 100000 $ zahlen. Daraufhin hat der Chef im Zorn die vollkommen emotionelle Entscheidung getroffen, binnen 6 Monaten nichts mehr mit der Firma Microsoft zu tun haben zu wollen.
    Er hat seine IT-Jungs darauf angesetzt, und die haben das durchgezogen, offensichtlich ohne Rücksicht auf die Gewohnheiten der Systemnutzer.
    Gerade Schülern und Lehrern ist es ja zuzumuten, und auch zuzutrauen, dass sie von fast vorne beginnen.

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    Von Micha-1 am Do, 3. April 2008 um 18:15 #
    Bezogen auf Unternehmen würde ich Dir weitgehend recht geben.
    Aber hier geht es um Schulen.
    Schüler sind evtl. noch nicht vollständig MS-konditioniert und lernunwillig wie Erwachsene "Computer-Nutzer" (sprich MS-Klicker).
    Und Lehrern könnte man bei der Gelegenheit gleich mal ein ordentliches, plattformübergreifendes IT-Grundwissen vermitteln ....
    Und natürlich sind offene und freie Systeme wertvoller, weil Sie eben gerade solche Faktoren von Software und deren Anwendung vermitteln: Unabhängigkeit, Offenheit, maximale Anpassbarkeit und Flexibilität, im Falle von Linux hohe Interoperatibilität mit anderen Systemwelten (WinXX kennt nur sich selbst) ...

    MfG

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      Von Holzhaus am Do, 3. April 2008 um 20:35 #
      Außerdem geht es auch um Verfügbarkeit.
      Wenn mehr Schulen Linux einsetzen würden, würde auch nicht mehr von mir als Schüler erwartet, dass ich bei meiner Facharbeit "Times New Roman" einsetze. Klar könnte ich mir die Schriftart aus dem Internet "besorgen", aber auch Schriftarten sind urheberrechtlich geschützt. Die Alternative wäre, dass ich mir nur wegen der Schriftart M$ Office kaufe, obwohl ich sowieso weiterhin OpenOffice einsetzen werde.
      Ich bin mal gespannt, ob ich ne Abwertung kriege (habe Linux Libertine benutzt).

      Und sowas ist noch das kleinste Problem (Infos von der Schulhomepage als *.doc, im Informatikunterricht werden Windows-only Anwendungen eingesetzt (die man auch für die Hausaufgaben braucht),etc.).

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    Von Carlo am Fr, 4. April 2008 um 21:15 #
    Der Informationstechnik nahe ist die Technische Informatik, die sich unter anderem mit Schaltnetzen und -werken sowie dem Aufbau und der Organisation von Computern beschäftigt. Aber auch die (Hardware-) Aspekte der Ausgabe- und Eingabegeräte, also klassische und zukünftige Mensch-Maschine-Schnittstellen (Human-Computer Interfaces), gehören in diesen Bereich.
    (Auszug Wikipedia)

    Wenn Microsoft Office und Photoshop für Dich Informationstechnik ist dann wurde der Begriff "Evangelist" falsch definiert.

mehr huh
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Von Neo_deus_ex_machina am Do, 3. April 2008 um 12:46 #
Mann als ich den ersten Satz gelesen hatte war ich erstmal erschrocken wie weit die Genfer in die Zukunft blicken
>>Die Schulen des Kantons Genf werden ab September 9000... :D
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Von bedenkenträger am Do, 3. April 2008 um 13:17 #
Wenn Linux jetzt so populär wird, wird es bald als cool gelten Windows Vista zu benutzen, denn das scheint ein echtes Frickel-OS zu sein, wenn man den Meldungen der Presse Glauben schenkt. ;-)
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    Von Tim am Do, 3. April 2008 um 19:20 #
    Naja, aber wenn jeder Linux benutzt ist das doch auch irgendwie blöd. Dann ist man selbst ja nix besonderes mehr.
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      Von Holzhaus am Do, 3. April 2008 um 20:38 #
      Tja, da gibt's ja noch BSD für die echten 1337-h4xX0Rz.
      Und wenn das dann auch alle haben, dann wechselt man eben auf OpenSolaris. Und dann auf Haiku. Und dann auf Syllable. Und dann auf....
mehr :)
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Von swissi am Do, 3. April 2008 um 16:08 #
merveilleux :)
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Von M:ke am Do, 3. April 2008 um 21:14 #
Wenn ich mal in der Sendung "Good bye Deutschland" erscheinen sollte, dann wenn ich die Staatsbürgerschaft der Schweiz annehme. Die lassen sich nicht so verarschen. Feines Land, hat sich auch nicht von Hitler einlullen lassen.
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    Von Hurakajim ali al Quadr am Do, 3. April 2008 um 22:31 #
    Aber dafür haben sie mit Hitler Milliarden bzw Billionen schwere Geschäfte gemacht, z.b durch ankauf von Nazi Beutegold etc und flüchtige Juden wurden sofort wieder an die Nazi behörden ausgeliefert obwohl die genau gewusst haben das die sofort erschossen werden.

    Die Schweiz kann man durchaus als Kollaborateur bezeichnen denn ohne die neutrale Scheiz wären die Nazis gar nicht mehr in der Lage gewesen internationale bankgeschäfte zu tätigen und wären vermutlich viel schneller pleite gegangen.

    Zudem hat die neutrale schweiz als wichtige zwischenstation auf der Flucht einiger Nazigrößen gedient.....

    Ach ja und in der scheiz haben frauen erst seit 1971 das Wahlrecht.....

    Nur mal soviel zur rühmlichen Geschichte der Schweiz, aber das Land hat sich seitdem auch sehr starkt verändert heute kann man die Schweiz in sachen Demokratie auf jeden Fall als Vorbild nehmen.

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    Von Holger am Do, 3. April 2008 um 22:38 #
    "Feines Land, hat sich auch nicht von Hitler einlullen lassen."

    Was hast du im Geschichtsunterricht gemacht? Aufgepasst sicherlich nicht. Oh man, das man solch einen Kommentar hier lesen muss.

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      Von Erik am Fr, 4. April 2008 um 10:23 #
      Die Schweizer sind vermutlich wie die Finnen, keiner redet großartig drüber und in der Welt weiß niemand, wie die Zusammenarbeit mit den Nazis wirklich aussah. Beneidenswert. ;)


      lg
      Erik

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Von bla am Fr, 4. April 2008 um 02:51 #
ab September 9000? Erst im Jahre 9000?
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