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Thema: Miguel de Icaza kritisiert GTK 3.0

14 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von monome am Di, 15. Juli 2008 um 19:48 #
Man sieht ja, zu welchem Chaos das bei KDE4 geführt hat, und da gab es immerhin tiefgreifende änderungen von qt, der Aufwand sollte sich also bald lohnen.
Aber einfach die API über den Haufen zu werfen, weil man auch mal wieder gerne ein neues major release hätte ist Schwachsinn. Man kann auch Aufräumen, ohne die Kompartibilität zu opfern. Man kann sogar neue Features implementieren ohne die Kompartibilität zu opfern.
Natürlich, kommt es zu tiefgreifenden, wichtigen änderungen ist eine änderung der api gerechtfertig. Aber das sollte schon geplant werden, was man denn will, WIE man es will und wie man die api möglichst heil läst (die entwickler werden's danken). Aber ein 'Wir machen mal alles anders, mal sehen, wie.' ist schwachsinn, am ende muss man die api schon wieder ändern, weil man an manche sachen anfangs nicht gedacht hatte, etc.
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    Von ben am Di, 15. Juli 2008 um 19:54 #
    Was Miguel nur sagt ist: Wir machen weiter wie bisher und interessieren uns nicht dafür ob wir mal wieder die Kompatibilität brechen, nur so zum Spass an der Freud, und weil das uns fette Supportverträge beschert.
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    Von Mind am Di, 15. Juli 2008 um 22:20 #
    >Man sieht ja, zu welchem Chaos das bei KDE4 geführt hat

    Ehrlich finde ich KDE4 nicht wirklich Chaotisch. Für mich zeigt KDE4 das es sich lohnt alte Zöpfe abzuschneiden und das Fundament mal zu erneuern. Das Chaotisch sieht nur für unbedachte User so aus. Aus Entwicklersicht ist es phänomenal wie sich die Entwicklungsgeschwindigkeit mit dem herauskommen von KDE4 erhöht hat und wie viel sauberer und durchdachter die Frameworks sind.
    Ich denke der für Entwickler sichtbare Erfolg von KDE4 ist es, der die Diskussion um GTK3 anständig befeuert hat. Ich bin mir sicher, das bis KDE4.4 eine Menge Gnome-User zu KDE wechseln werden. Was aber nicht heißen soll, das Gnome schlecht ist.

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      Von Kaiser am Di, 15. Juli 2008 um 23:27 #
      Welches Chaos? So manches Unterprojekt hat sich verschätzt, was den Aufwand betrifft und ist deswegen weit hinter den eigenen Versprechungen (Plasma), aber sonst geht doch alles seinen geordneten Gang. In Bälde kommt KDE 4.1, und viele der Programme sind schon besser als bei KDE 3.5.

      Das einzige wirkliche Problem, das KDE 4 hat, ist, daß das D in KDE derzeit noch nicht wieder in auf der Höhe des D in KDE 3 ist.

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      Von vicbrother am Di, 15. Juli 2008 um 23:50 #
      Alte Zöpfe abschneiden - in der IT-Welt geschieht das m.E. viel zu selten.
      Apple hat von OS 9 auf 10 einen echten Sprung gewagt und viele Applikationen damit die Grundlage entzogen.
      Apple hat den Zopf des Diskettenlaufwerks abgeschnitten und auf USB und Firewire gesetzt.
      Aber auch Apple hat immer noch das A20-Gate! Es bleibt also noch für alle etwas zum Abschneiden da...
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        Von fuffy am Mi, 16. Juli 2008 um 08:29 #
        Apple hat von OS 9 auf 10 einen echten Sprung gewagt und viele Applikationen damit die Grundlage entzogen.
        Nein, dafür gabs die Classic-Laufzeitumgebung.

        Aber auch Apple hat immer noch das A20-Gate!
        Nicht noch. Apple hat das erst durch den Wechsel auf die IA-32-Architektur erhalten.
        Und da könnte nur Intel etwas machen, wird aber nicht passieren.

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          Von lauscher am Mi, 16. Juli 2008 um 13:55 #
          >> Apple hat von OS 9 auf 10 einen echten Sprung gewagt und
          >> viele Applikationen damit die Grundlage entzogen.

          > Nein, dafür gabs die Classic-Laufzeitumgebung.

          KDE3 Anwendungen laufen auch prima unter KDE4.

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      Von panzi am Mi, 16. Juli 2008 um 19:05 #
      > Ich bin mir sicher, das bis KDE4.4 eine Menge Gnome-User zu KDE wechseln werden.
      Bis oder ab? Ich fürchte eher letzteres.
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    Von vicbrother am Di, 15. Juli 2008 um 23:46 #
    Ich habe manchmal den Eindruck, dass bei GNOME die ganze Entwicklung etwas chaotischer verläuft als bei der KDE. Während bei der KDE alle Anwendungen sofort die neuen Techniken "erben" wird bei GNOME jeder Entwickler nur gebeten, die neuen Techniken zu nutzen. Und so hat GNOME zwar zahlreiche Techniken entwickelt, aber diese werden nun bunt genutzt und teilweise auch mehrfach implementiert.

    Die Kritik von Miguel hört sich fundiert an. Nur die Versionsnummer hochzuzählen, damit alle Entwickler etwas Druck haben einheitliche Techniken zu nutzen, ist vom Ansatz m.E. der falsche Weg. Wenn dies aber notwendig ist, dann ist es ein Zeichen, dass in der GNOME-Entwicklung ein echte/r Leader/Leadinggroup fehlt. Schade.

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      Von Gunnery Sargent Hartman am Mi, 16. Juli 2008 um 02:00 #
      der sprung von gstreamer auf pulseaudio ist so ein typisches beispiel. es fehlen persönlichkeiten wie miguel oder havoc die die novells dieser welt, die ihr mono reindrücken wollen, in die schranken weisen. schade, aber es bleiben noch genug alternativen.
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        Von fuffy am Mi, 16. Juli 2008 um 08:32 #
        der sprung von gstreamer auf pulseaudio
        Hab ich irgendwas verpasst? Nicht GStreamer wurde durch PulseAudio ersetzt (wie auch?), sondern der völlig veraltete EsounD.
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        Von Lulu am Mi, 16. Juli 2008 um 08:45 #
        War das mit Miguel und Mono jetzt ironisch gemeint? Sonst habe ich nämlich nicht verstanden, was du meinst.
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        Von asdf am Mi, 16. Juli 2008 um 16:53 #
        > der sprung von gstreamer auf pulseaudio ist so ein typisches beispiel.

        gstreamer und Pulseaudio, haben zwar beide (u.a.) mit der Soundausgabe zu tun, doch Arbeiten auf komplett verschiedenen Layern. Deshalb kann das eine das andere nicht ersetzten.

        gstreamer ist ein Multimedia Framework, damit kannst du einfach eine Multimedia Applikation zusammen "stecken", welche Video/Audio abspielen/aufnahmen/konvertieren kann. Das Ergebnis wird dann an irgendeinen "Sink" weiter gegeben, welche letztendlich für die Ausgabe zuständig ist.
        Hier kommt dann der Nächste Layer ins Spiel. Das könnte für Sound z.B. ALSA, OSS, JACK, ... sein. Pulseaudio schiebt sich hier noch dazwischen, und versucht mit den verschienen Soundsystemen aufzuräumen, so dass - im Idealfall - alles einfach funktioniert, egal ob eine Applikation nun für ALSA, OSS, JACK, ... entwickelt wurde.

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          Von panzi am Mi, 16. Juli 2008 um 19:15 #
          > Pulseaudio schiebt sich hier noch dazwischen, und versucht mit den verschienen Soundsystemen aufzuräumen, so dass - im Idealfall - alles einfach funktioniert, egal ob eine Applikation nun für ALSA, OSS, JACK, ... entwickelt wurde.

          In der Realität ists leider genau anders rum. Durch PulsAudio (bei Fedora 8) hatte ich irre Latency (audio/video offsets in videos), und das Soundsystem hat sich total schwachsinnig verhalten (z.B. beim switchen zu einem Text-Terminal war der Sound weg, beim zurück switchen gibts erstmal ein krächtsen bevors wieder geht). Habs deinstalliert und dann ging alles wieder gut. Nur die Systemtools, die auf PulseAudio ausgerichtete sind (weu z.B. Lautstärkenkontrolle) gehn jetzt nimmer. Und irgendwann mal gabs ein Kernelupdate und jetzt gibts in manchen Programmen über ALSA immer ein krächtzen bevor der Sound kommt. OSS geht gut. Bei manchen Apps geht ALSA auch gut. Keine Ahnung was die Fedora Typen da wieder kaputt gemacht haben. Mit anderen Distros (z.B. Knoppix) und ganz normalen ALSO ging immer alles Problemlos. Jetzt ist selbst der alsamixer wirkungslos. Wenigstens hab ich überhaupt Sound (was bei diesen PC unter Windows nicht out of the box ging. Aber unter Win XP war auch das GUI mega(!) laggy ohne nvidia Treibern und die Netzwerkkarte brauchte auch erst Treiber aus den Internet, die ich unter Windows nicht laden konnte, da ich ja die Netzwerkkarte nicht verwenden konnte. Oh man, Windows! Egal.).

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