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Thema: Miguel de Icaza kritisiert GTK 3.0

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von LH am Mi, 16. Juli 2008 um 15:42 #
Ach, man wird immer einen blöden Vergleich finden der scheinbar passt.

Stell dir mal ein Wirtschaftssystem vor in dem jeder nur das machen kann was eine Obrigkeit vorgibt. Stell wir vor es gäbe keine Freiheit zu tun was man will, und die Kunden nur wählen können was eine kleine Elite für richtig hält.
Planwirtschaft at it's best! ...

Vergleiche hinken einfach zu stark. Es gibt Bereiche in denen ist ein gemeinsames zielgerichtetes Arbeiten gut, und andere da ist es hinderlich.

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    Von vicbrother am Mi, 16. Juli 2008 um 16:30 #
    Richtig, Vergleiche sind wie Statistiken, da sucht sich jeder das raus, was er als Botschaft rüberbringen möchte.

    Worauf kommt es also an? M.E. ist die Technik die hinter dem Desktop steht für den Anwender total egal. Die ganzen Lizenzdebatten sind für den Anwender ebenso uninteressant. Interessant aber ist, dass sich die Anwendungen auf einem Desktop gleich anfühlen. Leider ist dies aber derzeit nicht so. Und das ist das große Manko des Linux-Desktops.
    Es gibt tolle Anwendungen wie GIMP, amarok, OpenOffice, Firefox, k3b, dolphin - aber die fühlen sich halt auf den unterschiedlichen Desktops sehr unterschiedlich an, bekannte Beispiele sind die unterschiedlichen File- und Printdialoge. Dies dürfte wohl jeder im GNOME- und KDE-Lager erkennen können.

    Solange dieses Thema aber nicht angefasst wird, ist Linux m.E. einfach noch nicht massentauglich. Egal welche tolle Anwendungen es gibt. Ich würde mir wünschen, dass die freedesktop-Initiative hier in naher Zukunft mehr erreicht.

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      Von Michael Stehmann am Mi, 16. Juli 2008 um 17:40 #
      Vorteil von GNU/Linux ist die Vielfalt, die aus der Freiheit geboren ist. Diese Vielfalt und die Freiheit der Wahl erfordern leider Anstrengungen. Man muss schauen, was es gibt, die Vor- und Nachteile der jeweiligen Software, Lösung oder Konfiguration ermitteln, abwägen und sich schließlich entscheiden. Und das dann noch immer wieder und immer wieder neu.

      Einfacher ist es natürlich, wenn man keine Wahl hat, sondern nehmen muss, was vermeintliche Experten einem vorsetzen. da braucht man nichts zu erkunden, nichts auszuprobieren, nichts abzuwägen und ist auch die Qual der Entscheidung enthoben.

      Wenn also "Linux einfach nicht massentauglich" sein sollte, wäre daraus der Schluss zu ziehen, dass die "Masse" noch nicht reif für die Freiheit, also schlicht unmündig ist.

      Es gibt Leute, die meinen, GNU/Linux und Freie Software überhaupt seien zu ideologisch, zu politisch.

      Sollte Freie Software tatsächlich für eine immer größere Zahl von Nutzern den "Ausgang aus der Unmündigkeit" - nicht nur in Bezug auf den Umgang mit der der EDV - bedeuten, dann hat Freie Software unvermeidbarerweise auch politische Auswirkungen.

      Und das ist auch gut so!

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        Von Michael Stehmann am Mi, 16. Juli 2008 um 17:44 #
        Der Betreff wurde leider etwas verstümmelt, er sollte lauten:

        ;-)) Windows

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        Von vicbrother am Do, 17. Juli 2008 um 00:38 #
        "Wenn also "Linux einfach nicht massentauglich" sein sollte, wäre daraus der Schluss zu ziehen, dass die "Masse" noch nicht reif für die Freiheit, also schlicht unmündig ist."

        Massentauglich meint bedien- und beherrschbar. Das ist ein Desktop mit verschiedenen Bedienphilosophien aber nicht. Und es gibt dort auch keine Wahl: jeder Desktop hat Tools, die einzigartig sind (amarok und GIMP sind Beispiele hierfür).
        Wie du daraus auf "nicht massentauglich" = "Masse nicht reif für die Freiheit" kommst, erschließt sich mir nicht. Es muss wohl eher lauten "nicht bedien-/beherrschbar"="nicht massentauglich"="nicht erreichbare Freiheit für viele". Das hat aber nichts mit Reife zu tun.

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          Von Michael Stehmann am Do, 17. Juli 2008 um 13:21 #
          "Das ist ein Desktop mit verschiedenen Bedienphilosophien aber nicht."

          Genau dieses Beispiel ist lehrreich. Gerade weil man unter verschiedenen Desktops und verschiedenen "Bedienphilosophien" wählen kann, muss man sich der Anstrengung unterziehen, sich mit den jeweiligen Vorzügen und Nachteilen auseinander zu setzen. Gäbe es nur eine Desktopumgebung und nur eine "Bedienphilosophie", wäre man der mit der Notwendigkeit der Wahl notwendigerweise verbundenen Mühen entbunden.

          Dem durch Uniformität ausweichen zu wollen, ist IMO ein Irrweg. (Wobei diese Uniformität bereits im Begriff der "Masse" mit anklingt.)

          Was die Programmauswahl angeht, ist zwischen KDE (Qt) und Gnome (Gtk) eine gewisse interoperabilität gegeben, so dass auch der KDE-Nutzer auf Gimp nicht notwendigerweise verzichten muss. Zuzugeben ist aber, dass die Anpassung an die "fremde" Umgebung im Einzelfalle gelegentlich Wünsche offen lässt. Auch hier sind daher oft Lernbereitschaft und geistige Beweglichkeit gefordert.

          Wer das nicht will, der kann natürlich auch mit unfreier Software und einem unfreien Betriebssystem mit vorgegebenem Desktop glücklich werden. q.e.d. GNU/Linux != Windows.

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      Von lesmeilleures am Mi, 16. Juli 2008 um 18:17 #
      Ok, das mit dem Vergleich geb ich zu. Es lässt sich wirklich für jeden Krampf ein guter Vergleich finden. Aber dass die momentane Richtungslosigkeit weder für Entwickler noch für Anwender (außer für experimentierfreudige Geeks) attraktiv ist, da dürften wir uns einig sein, denk ich.
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