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Thema: Zweite Testversion von Ubuntu 9.04

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Von zettberlin am Mi, 24. Dezember 2008 um 00:31 #
>Wenn es sich um ein xorg Problem handelt, hat das aber nichts mit Ubuntu, sondern mit xorg zu tun.

Es geht den Kritikern hier aber nicht darum, dass Ubuntu mit den gleichen echten Probleme mit xorg oder dem Kernel wie alle anderen umzugehen hat. Es geht darum, dass Ubuntu trivialen Unsinn wie das Abschalten der Bootmeldungen und von Tastenkombinationen allen Ernstes als wichtige Leistungen zum Nutzen ihrer Nutzer zu verkaufen versucht. Dass sie ein mittelmäßiges aber professionelles Oberflächendesign als revolutionäres Feature feiern. Wenn ich mich zwei Tage hinsetze, sieht ein Mandriva oder Suse auch wie eine frisch installiertes Ubuntu aus. Das ist keine echte Leistung, das ist bestenfalls ein "nice-to-have".

Die Philosophie ist faul - das ist das Problem.

In der Ubuntu community sind einge der talentiertesten Profis der Szene unterwegs und sie haben auch tatsächlich einiges auf die Beine gestellt. Unterm Strich ist Ubuntu immer noch für viele Endanwender besser als Debian und kann auch anderen Endnutzerorientierten Distros wie Suse oder Mandriva immer noch gut das Wasser reichen.

Um so ärgerlicher, dass sie mit Verlaub schon mal mit dem Arsch einreißen, was sie selbst mit den Händen aufgebaut haben. Ein RT-tauglicher Kernel für Musiker in Universe wäre durchaus möglich und die parallele Installation von KDE3 ist trivial. Es wird aber nicht gemacht. Weil Ubuntu mehr und mehr versucht, wie ein alternatives MacOSX daherzukommen. Nach dem Motto: "Für die meisten funktioniert es erst mal ganz gut. Die paar Randexistenzen, denen das nicht reicht und die Pechvögel, bei denen sich herausstellt, dass irgendeine Regression als Spasskiller auftritt, mögen in den Foren nach einem Workaround suchen."

Niemand braucht ein alternatives MacOSX. Wenn ein Linux nicht alle Stärken ausspielt, die es gegenüber MacOSX tatsächlich besitzt, sondern versucht, andere anchzuahmen, kann es einpacken. Die Perfektion der Darstellung und die Konsistenz der Präsentation von MacOSX dürfte im freien Umfeld von GNU/Linux entweder gar nicht oder eben nur mit bizarren Verrenkungen an den ganzen eigenwilligen Einzelkomponenten der GNU-Welt zu erreichen sein.

Also weg damit! Weg mit der albernen Nachahmerei! Man kann ein gut benutzbares, allen Nutzern zugängliches System auch anders machen als es die Dinosaurier vorgeführt haben. Mit ausreichend getesteter, durchdachter technischer Basis, mit vollständiger, leicht verständlicher Dokumentation - mit einem Sinn für Perfektion auf der Ebene, die man eben NICHT auf den ersten Blick sehen kann.

Das Problem ist, dass man bei Ubuntu genauso wie bei Microsoft versucht, etwas zu machen, was für die meisten erst mal einen guten Eindruck macht. Und eben nicht versucht, das in der Substanz bestmögliche hinzubekommen.

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    Von r3po4 am Mi, 24. Dezember 2008 um 05:32 #
    Dass Dich das Verstecken der Bootmeldungen stört, kann ich ja verstehen.
    Du weisst doch aber ganz bestimmt, wie man dieses Ubuntu-Artwork "abschaltet"?

    Mit Universe hast Du einen wunden Punkt Ubuntus getroffen. Universe wird von Ubuntu nicht wirklich gepflegt, sondern der "Community", sprich Debian überlassen. Die Anzahl der Sicherheitsupdates kann man hier zählen, ich kann jedem nur raten, Universe und Multiverse auf wichtigen Rechnern nicht zu benutzen, da mit der Zeit die Sicherheitslöcher nur so um sich greifen. An Dapper kann man das einbahnfrei nachweisen.

    Sogar das "kleine" XFce befindet sich nicht in Main, sondern in Universe, und wird somit von Canonical selbst nicht unterstützt, erhält also nicht von Canonical Sicherheitsupdates.
    Ich mache Ubuntu daraus aber keinen Vorwurf.
    Realistisch betrachtet werden sie eines Tages einsehen müssen, dass auch KDE 4 nach Universe verschoben werden muß. Ubuntu wird gar keine andere Wahl haben, wenn es SLED/SLES und RHEL die Stirn bieten will.

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