Login
Newsletter
Werbung

Thema: Schaltsekunde deckt Fehler im Linux-Kernel auf

46 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
0
Von blablablub am Mo, 5. Januar 2009 um 18:03 #
Na hoffentlich wurde hier nicht zu laut geschrien wegen des MS Zune Bugs. Hört sich für mich Laien irgendwie ähnlich an.
0
Von Fensterbank am Mo, 5. Januar 2009 um 18:26 #
Vor dem vermeintlichen Y2K-Crash wurde ewig gewarnt und passiert is nix. Aber die Schaltsekunde zwingt Rechner in die Knie. xD

Btw find ichs eh cool, wie die genaue Uhrzeit auf Computern mittlerweile wichtig geworden wird. Früher hätte auf die vielen Zeilen nur wegen einer unwichtigen Sekunde wohl verzichtet

  • 0
    Von Blacki am Mo, 5. Januar 2009 um 18:57 #
    Vielleicht ist da aber auch nix passiert weil da ewig vor gewarnt wurde ;)
    Außerdem denke ich das das Y2K Problem deutlich größere Auswirkungen gehabt hätte als einen gelegentlichen Reboot zum Jahreswechsel 98, 05 und 08 ;)
    0
    Von dcba am Mo, 5. Januar 2009 um 19:40 #
    Es ist genug passiert, nur weiß man nichts davon.
    Welche Firma oder welcher börsennotierter Konzern hätte das offen zugegeben?
    Und denke in Zusammenhang mit Y2K bitte nicht nur an Desktoprechner.
    • 0
      Von nnnnnnnnnnnnnnnnnnnnnn am Mo, 5. Januar 2009 um 21:25 #
      Es ist genug passiert, nur weiß man nichts davon.

      Das Zurückstellen mancher Systemuhren hat bei manchen Navigationsgeräten offensichtlich nicht geklappt, oder?

0
Von Markus am Mo, 5. Januar 2009 um 18:53 #
..., daß das nicht früher auffiel, zumal Schaltsekunden an den folgenden Jahren eingefügt wurden:

1. Juli 1993
1. Juli 1994
1. Januar 1996
1. Juli 1997
1. Januar 1999
1. Januar 2006
1. Januar 2009

davor gab's Linux nicht. Alles weitere auf http://maia.usno.navy.mil

  • 0
    Von Hansi am Mo, 5. Januar 2009 um 19:07 #
    Nicht komisch sondern logisch :D

    Der betroffene 2.6er Kernel wurde 2003 Released und ist wahrscheinlich erst seit 2006 im produktiven Server Einsatz

    • 0
      Von Blacki am Mo, 5. Januar 2009 um 19:28 #
      Wenn ich mir hier mal die Daten der betroffenen Kernel Versionen anschaue dann wird es sogar noch Logischer. http://www.kernel.org/pub/linux/kernel/v2.6/
    0
    Von Pffft... am Mo, 5. Januar 2009 um 19:19 #
    Ich würde vermuten, dass es mit dem neuen CFS-Scheduler zusammenhängt, der ja keine Timeslices mehr hat, sondern alles aufgrund der echten Laufzeit der Prozesse berechnet. Dazu braucht er dann die aktuelle Zeit und Peng!

    http://www.pro-linux.de/news/2007/11083.html

    Aber wie gesagt, nur eine Vermutung.

    • 0
      Von Andi Kleen am Di, 6. Januar 2009 um 23:08 #
      Fast richtig, sched_clock() wurde mit dem O(1) scheduler in 2.6 eingefuehrt, 2.4 hatte das Problem nicht da
      der alte Scheduler keine Zeit abgefragt hat. Allerdings hatten viele spaetere 2.4 Distributionskernel den O(1) scheduler
      zu 2.4 zurueckportiert, deswegen haben warscheinlich auch einige 2.4s das Problem.
0
Von fuxxbau am Mo, 5. Januar 2009 um 22:23 #
gut, dass auf meinen Servern noch Debian Etch mit Kernel 2.6.18 läuft, da war alles kein Problem und außer einem Eintrag "Clock: inserting leap second 23:59:60 UTC" im dmesg war nix zu spüren :)
  • 0
    Von Martin M. am Mo, 5. Januar 2009 um 22:31 #
    Ich hatte meine Debiankiste mit dem 2.6.26 Kernel on und hatte dort keinen Fehler.
    Oder ich war einfach von dem Bier/Rum Mix zu betrunken :p
    War ne ein Man Feier samt Alk und In-Extremo ^^
    0
    Von oSu am Di, 6. Januar 2009 um 10:28 #
    Das zeigt mal wieder das Neues nicht immer automatisch besser sein muß.
    Wir haben hier massenhaft Maschinen mit 2.6.5 und 2.6.16 Kernel und keine Probleme.
0
Von AlgorithMan am Mo, 5. Januar 2009 um 22:52 #
Der Fehler im Zune war ein extrem dämlicher Anfängerfehler bei der Berechnung, in welchem Jahr der x-te tag nach dem 1.1.1980 liegt (was mit Methoden gelöst werden kann, die in Programmierungs-Lehrbüchern für Anfänger üblicherweise in Kapitel 2 oder 3 behandelt werden)

siehe
http://bit-player.org/2009/the-zune-bug

Der Fehler von dem hier berichtet wird, besteht darin, dass ein Thread unter sehr verqueren Bedingungen ein zweites mal versucht, den gleichen Semaphor (ein Semaphor dient der Synchronisation von mehreren Threads) zu sperren - das ist Stoff aus dem 2. Semester eines Informatik-Studiums, der schon den Inhalt einer 3-jährigen Ausbildung zum Programmierer übersteigt.

MfG
AlgoMan

  • 0
    Von RPR am Di, 6. Januar 2009 um 00:20 #
    Deadlock nicht in der Ausbildung?
    Naja, also ich halte das eher für nen Klassiker für die Anfängerstunde Threads.

    Soll aber nicht heissen, dass der Fehler echt unglücklich war; was muss der olle Logger auch den Thread blockieren ...

    0
    Von jemand am Di, 6. Januar 2009 um 01:20 #
    > Der Fehler im Zune war ein extrem dämlicher Anfängerfehler bei der Berechnung, in welchem Jahr der x-te tag nach dem 1.1.1980 liegt (was mit Methoden gelöst werden kann, die in Programmierungs-Lehrbüchern für Anfänger üblicherweise in Kapitel 2 oder 3 behandelt werden)

    Ich finde das immer maßlos und arrogant. Erstens ist den meisten hier gar nicht bewusst, wieviel Zeit- und Kostendruck hinter einem kommerziellen IT-Projekt steckt. Zweitens ist für mich immer die Devise: Wo gerarbeit wird, werden Fehler gemacht. Akademischer Spürsinn ist kostbar, aber zu viel davon führt zu fruchtbaren Diskussionen und furchtbar unproduktiv verstreichenden Deadlines. Nur so als Anstoß... .

    • 0
      Von Andreas am Di, 6. Januar 2009 um 10:26 #
      Nee, nicht masslos arrogant.

      M$ hat sicherlich nicht zum ersten mal eine Datumsroutine geschrieben. Aber scheinbar wurde wohl alles neu gemacht inkl. so einer kleinen Datumsroutine.

      Es ist schon das eine oder andere Mal ein Anfängerfehler vorgekommen von denen.
      Die Verschlüsselung von Officedokumenten zum Beispiel. 1. Stunde in der Vorlesung Verschlüsselung "Zufallszahlen sind wichtig und große Primzahlen". M$ hat immer die gleiche Zufallszahl genommen ;)
      (Link leider nicht parat)

      Oder es war eine Bachelor Arbeit eines Studenten der wie oben beschrieben an der Praxis gescheitert ist. ;)

      Wo gearbeitet wird, fallen Späne, klar, aber manche Holzteile kann man durchaus wiederverwenden.

      Cheers und Frohes Neues

      • 0
        Von Toobles am Di, 6. Januar 2009 um 12:36 #
        >> M$ hat sicherlich nicht zum ersten mal eine Datumsroutine geschrieben. Aber scheinbar wurde wohl alles neu gemacht inkl. so einer kleinen Datumsroutine.

        Dumm nur das der betroffene Teil des Codes von Freescale und nicht von Microsoft stammt. Abgesehen davon war nicht nur der Zune sondern alle Player mit demselben Prozessor betroffen.

      0
      Von Pipe am Di, 6. Januar 2009 um 13:18 #
      Hi.
      Naja, extremer Zeit- und Kostendruck ist ein Symtom kommerzieller Anwendungsentwicklung, vor allen wenn ein Produkt neu aus dem Boden gestampft wird.

      Anstatt bereits bestehende Komponenten zusammenzustellen und "rund" zu machen wird das Rad neu erfunden. Ich sag nur Stichwort Rockbox als Player-Firmware konkret bezogen auf Zune. Aber zusammenstellen geht halt nicht wenn die Komponeten nicht frei zur Verfügung stehen und man sich nicht über Lizenzen abhängig machen will. Mitarbeiten will man aber auch nicht da man dort ja wieder nicht alles bestimmen kann, obwohl das meist gar nicht notwendig ist. Im schlimmsten Fall wird geforkt, was immer noch Ressourcenschonender ist als selber ein (aus Ressourcenmangel mangelhaftes) Produkt zu entwicklen.
      Aber hier stellt sich die kommerzielle SW-Industie immer wieder selbst ein Bein und lernen nicht oder höchstens kaum / vereinzelt draus.

      Ein Grund warum mir OSS so sympatisch ist.

      Viele Grüße.

    0
    Von ... am Di, 6. Januar 2009 um 13:47 #
    Hab des gerade im 3ten Semester. Obs am Bachelor liegt?
0
Von ama am Di, 6. Januar 2009 um 08:42 #
Hallo,

es wäre mal interessant zu erfahren, wieviele Systeme betroffen waren. Bei mir liefen 17 Server mit 2.6.26.x bzw. 2.6.27.y ohne Probleme durch. Wahrscheinlich ist die Auswirkung also in sehr überschaubarem Rahmen geblieben.

Gruß ama

Pro-Linux
Unterstützer werden
Neue Nachrichten
Werbung