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Thema: Pro-Linux: gNewSense und LUG Krefeld

48 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS || Kommentieren
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von osch am So, 19. April 2009 um 23:10 #
Danke für den schön geschriebenen Artikel.
Zu Punkt 7 Warum dennoch GNewSense einsetzten. Weil es wichtig ist zu zeigen das einem die Freiheit wichtig ist, ist prinzipiell richtig aber wen soll das beeindrucken? Die Hardwareindustrie wird es kaum interessieren da der Anteil auf dem Markt zu klein ist. Wichtiger wäre meines Erachtens nach eine art kickoff System auf das sich ALLE Distributoren einigen ähnlich der lsb. Also eine art was tauschen wir im STANDARD gegen freie Software aus ohne zu sehr auf die Benutzbarkeit zu verzichten. Der Prozess ist dann langwieriger aber der gesamte Linux Markt wird dann im Standard wo es möglich ist immer per default freie Software benutzen und so den Druck auf die Hardwareindustrie verstärken.
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    Von frei am So, 19. April 2009 um 23:35 #
    wo, bitteschön ist debian nicht frei??? Ubuntu is klar, aber debian?
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      Von christian am So, 19. April 2009 um 23:42 #
      Debian hat ein paar unfreie BLOBs im Kernel, die sind standardmäßig in Linux enthalten und wurden von gNewSense entfernt.
      Im übrigen exisiert mittlerweile eine komplett freie Variante des Linux-Kernels: linux-libre
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      Von catdog2 am So, 19. April 2009 um 23:44 #
      Das vorhandensein von non-free firmware im Kernel, das reine vorhandensein des non-free zweiges, dann war irgendein teil der Grafikbeschleunigung im x-server bis vor kurzem nicht ganz frei. Bei debian hat man das aus praktischen Gründen ignoriert.
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Von xyz am So, 19. April 2009 um 23:16 #
Hier:
"Im Vergleich zu Ubuntu fehlen selbstverständlich auch die Software-Repositorien »restricted« und »multiverse«"
wird impliziert, dass Multiverse nur aus unfreier Software bestünde.
Das ist aber nicht der Fall.
So befindet sich der völlig freie VLC-Player in Multiverse.
Gnewsense hat leider vergessen, auch Multiverse zu befreien.
Ein schweres Versäumnis, gerade wenn man bedenkt, dass auch die FSF von Softwarepatenten überhaupt nichts hält.
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    Von catdog2 am So, 19. April 2009 um 23:53 #
    Da nehm ich dann doch lieber Debian. Da ist alles so frei wie möglich, aber die Distribution wird nicht für die Hälfte der Leute unbenutzbar gemacht, nur um das letzte bisschen non-free rauszukriegen.
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      Von Sebastian am Mo, 20. April 2009 um 00:57 #
      Schön für Dich, nur ist das nicht das Ziel von gNewSense und ihrer Definition von "frei".
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        Von Holger am Mo, 20. April 2009 um 23:07 #
        Hallo,

        diese Diskussion ist nicht ganz einfach. Auch wenn ich sehr mit dem Anspruch von gNewSense sympathisiere, sollte eines nicht vernachlässigt werden, und das sind die Bedürfnisse der Anwender. Wenn ich nun in gNewSense einen Teil meiner Hardware nicht zum Laufen bekomme, in Debian oder OpenSuSE aber schon, interessieren mich aus Sicht des Anwenders nicht die dahinter liegenden technischen Aspekte: Ich nehme dann Debian oder OpenSuSE. Und gerade Debian ist schon sehr frei. Mit dem Begriff von Freiheit bei Projekten wie gNewSense ist es ein wenig wie mit Kants kategorischem Imperativ: Nett gemeint aber leider abstrakt und inhaltsleer. Uninteressant ist dabei auch das "Irgendwann wird es dem Anwender nützen". Der Status Quo ist leider nicht ein "irgendwann".

        Davon abgesehen wünsche ich gNewSense alles Gute. Wer aufgrund seiner Hardwaresituation und seinen Anwendungsbedürfnissen diese Distribution nutzen kann, ohne sich zu kasteien, sollte davon Gebrauch machen.

        Viele Grüße,
        Holger

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Von Ups am So, 19. April 2009 um 23:40 #
Ich habe das Gefühl das in dem anderen Bericht mind. 1 Buchstabe fehlt bei der Benennung des Treibers. (Unter 7.)
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Von BSDnews am So, 19. April 2009 um 23:42 #
FreeBSD 7.2 RC1 und NetBSD 5 RC4 sind draussen.
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Von christian am So, 19. April 2009 um 23:49 #
Ich habe selbst vor zwei Tagen angefangen, bei gNewSense mitzumachen (Ich übersetze das Wiki in Deutsch). Ich finde, dass solche Projekte von immenser Bedeutung sind, um auf die Freiheit aufmerksam zu machen. Ich kenne gNewSense seit einem Jahr und nutze es seitdem auch.

Kleine Anmerkung: Vor kurzem ist gNewSense 2.2 erschienen!

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    Von Manni am Mo, 20. April 2009 um 12:24 #
    Hallo.
    Ich hab mir am WE testweise gNS 2.2 installiert.
    Die Hardware wird einwandfrei unterstützt (allerdings älterer PC).

    Komisch finde ich das Gnome nur in einer Punkt-1-Version vorliegt,
    also nicht alle drei Sicherheitsaktuallisierungen mitgenommen wurden.

    M

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Von Omnivore am Mo, 20. April 2009 um 00:56 #
Ich möchte lieber ein funktionierendes System als eines, das zu 100% aus freier Software besteht. Interessiert es mich wirklich, ob die Formware meiner WLAN Karte frei ist? Soll ich statdessen eine WLan Karte kaufen, die die Firmware auf einem internen Flash Speicher hat und sich deshalb nicht oder nur mit einem (Windows) Tool updaten lässt?
Zum Glück sind die meisten Distributionen darauf aus, ein funktionierendes System zu liefern, gNewSence ist eher was für Software Veganer.
Und die werden sicher auch noch Bauchschmerzen haben, wenn sie einen PC mit unfreiem BIOS, eine Festplatte mit unfreier Firmware oder eine CPU mit unfreiem µCode benutzen.
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    Von Ich am Mo, 20. April 2009 um 01:19 #
    Ebend! Ich _muss_ mit dem System arbeiten können und das auf einem Level wie man es 2009 einfach erwartet. Wenn Linux das nicht könnte wäre ich beim Mac gelandet oder würde wie die restliche Welt auf Windows 7 warten.
    Das Gute: es kann ja jeder machen was er will und auch Dinge ausprobieren.
    Es ist nur immer wieder schade was für Zeit in so unnützen Kram investiert wird. Wenn sie unbedingt lernen wollen Scripte zu schreiben, gebe es sicherlich auch vernünftigere Möglichkeiten wo sie sich austoben können.
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      Von Holger am Mo, 20. April 2009 um 23:16 #
      Hallo,

      die Sicht auf Bedürfnisse von Anwendern sollte sicherlich nicht vernachlässigt werden, aber mit welchem Recht bezeichnest Du gNewSense als unnützen Kram? Wer damit arbeiten kann aufgrund seiner Hardwarekonstellation und seiner Bedürfnisse, kann diese Distribution doch nutzen. Es mag ein wenig asketisch sein, so eine Distribution zu benutzen aber wenn jemand das Bedürfnis hat, in solch ein Projet seine Arbeit zu stecken, geht Dich das überhaupt nichts an, zumal Dir damit keiner Schaden zufügt.

      Viele Grüße,
      Holger

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    Von Chefbrezel am Mo, 20. April 2009 um 10:14 #
    "Software-Veganer" genau das Wort hab ich gesucht, als ich den Bericht gelesen habe!
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      Von Jasager am Mo, 20. April 2009 um 11:53 #
      "Veganer" wird ja in gewissen Kreisen gern als Schimpfwort verwendet, zumindest schwingt ein leicht abwertender Unterton mit. Ich möchte darauf hinweisen, dass viele Veganer sich zumindest auch dadurch kennzeichnen, dass sie ihren Verstand einsetzen und sich als vernunftbegabte Inidividuen selbst reflektieren sowie ihr Konsumverhalten kritisch hinterfragen. Daraus ziehen sie dann oftmals unbequeme Konsequenzen.

      In diesem Sinne würde ich "Software-Veganer" sogar als Auszeichnung verstehen und kontere mit dem Schlagwort "Konsumzombies"!

      ;)

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        Von Waldmeister am Mi, 22. April 2009 um 08:55 #
        > Ich möchte darauf hinweisen, dass viele Veganer sich zumindest auch dadurch kennzeichnen, dass sie ihren Verstand einsetzen und sich als vernunftbegabte Inidividuen selbst reflektieren sowie ihr Konsumverhalten kritisch hinterfragen.

        Ich habe wenig Verständnis für Leute, die ihren Verstand einsetzen, um sich selber mit einer abstrakten Ethik das Leben schwer machen. Ob das nun der komplette Verzicht auf Tierprodukte bei der Ernährung ist oder der komplette Verzicht auf "unfreie" Software.

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Von ceo am Mo, 20. April 2009 um 01:04 #
Mir ist es ziemlich unwichtig ob da freie oder unfreie Komponenten enthalten sind. Wichtig ist das die Sachen einfach funktionieren, denn dazu ist das Betriebssystem primär gedacht. Es dient weder dem Selbstzweck noch irgendwelchen ideologischen Ansichten.
Das letztlich einiges nicht funktioniert wenn man unfreie Komponenten entfernt, zeigt nur das wir von Glück reden könnten das vieles von Torvalds & Co. nicht so eng gesehen wird. Die gerade mal 0,6% Marktanteil kommen sicherlich auch gerade _weil_ immer noch zu wenig unfreie Komponenten enthalten sind und es damit auch öfter mal hakt.

Ich finde das gNewSense maximal interessant, weil man halt sehen kann wie wichtig unfreie Komponenten sind wenn man ein vernünftig einsetzbares System haben will.
Ansonsten hake ich die Distro eher als "da hat mal wieder jemand Langeweile gehabt" ab.

  • mehr ...
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    Von Oktarius am Mo, 20. April 2009 um 01:38 #
    Sehe ich auch so. Was nützt mir eine komplett freie Distri, wenn ich dann nicht mehr alles machen kann,
    was ich können muss ? Codecs sind wichtig, Treiber und diverse Programme auch. Die Alternativen, die
    jedesmal aufgeführt werden, sind oft keine wirklichen Alternativen, weil sie oft nicht das gleiche Leisten.

    Selbst VirtualBox kann ich nicht in der OSE Version gebrauchen, wegen fehlendem USB. Also könnte
    ich dann z. B. mein Handy nicht mehr synchen. Genausowenig könnte ich Fotos drucken.
    Die freien CUPS-Treiber sind mies. Für Textdruck OK, aber nicht für Fotos. Ohne TurboPrint komme ich
    da überhaupt nicht weit. Selbst Turboprint leistet aber nicht die gleiche Quali und Geschwindigkeit
    wie z. B. die originalen prop. Canon IP5000 Treiber.

    Also bleibe ich doch megagerne bei Ubuntu. Und für das bischen, was noch fehlt nutze ich halt
    Windows in ner VirtualBox Maschine.

    • mehr ...
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      Von Oktarius am Mo, 20. April 2009 um 01:46 #
      Und auch die ganzen freien PDF-Reader. Damit kann ich auch nichts anfangen.
      Der einzige Reader, der PDFs auf meinem 24" TFT scharf darstellt ist der
      AdobeReader. Bei den freien ist die Schrift zerfranst. Zumindest so stark,
      dass mich das nervt.

      Freie PDFReader habe ich schon x getestet. Aber da die alle auf poppler basieren,
      bringen die alle die gleiche schlechte Darstellungsleistung (bei mir zumindest).

      Also nutze ich den AdobeReader mit aktivierter Renderoption für TFTs und bin zufrieden.

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      Von ttt am Mo, 20. April 2009 um 13:30 #
      Ich habe Turboprint nicht ausprobiert und weiß daher auch nicht, was es leistet.
      Canon bietet aber auf einem japanischen Server Linux-Druckertreiber für einige seiner Tintenstrahldrucker an:
      ftp://download.canon.jp/pub/driver/bj/linux/
      Laut Foren funktioniert "guidepixusip4100-2.50-2.tar.gz" auch mit Deinem 5000er.
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    Von Homer am Mo, 20. April 2009 um 05:43 #
    Wenn's diese Leute nicht gäbe, denen Du Langeweile unterstellst, könntest Du Dich hier gar nicht über GNU/Linux unterhalten - weil's dann weder diese Seite noch irgendein Linux gäbe.
    Wenn Du auf freie Inhalte gut verzichten kannst und gern noch mehr unfreie hättest, versteh ich nicht, warum Du nicht einfach bei Windows oder Mac bleibst?
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      Von bananarama am Mo, 20. April 2009 um 06:44 #
      ++

      Die Leute die sich hier einreden, dass sei Spielerei und argumentieren, Funktionalität ginge über Freiheit, verstehen überhaupt nicht, was sie an freier Software haben und wie diese dahin gekommen ist, wo sie ist.
      Halte ich persönlich für ganz schwache Fehlleistung, diese Aussagen.
      Wo wären wir denn, wenn von Beginn an Kompromisse gemacht worden wären? Bestimmt nicht soweit, wie jetzt.

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      Von Simson am Mo, 20. April 2009 um 10:08 #
      90% der Leute wollen einfach mit dem Rechner arbeiten. Die interessiert es nicht welche religiösen Ansichten dahinter stecken.
      Immer daran denken: 80% der Welt nutzt Windows und selbst MacOS kommt langsam an die 10% heran, derweilen Linux nichtmal an 1% herankommt. Die Masse der Anwender interessiert es nicht im Geringsten ob sich unfreie Teile dahinter verstecken. Die Sachen müssen einfach funktionieren (was sie halt bei Linux nicht immer tun), das ist nämlich der Hauptzweck eines Systems.
      Wer das ganze für religiöse Ansichten benötigt und sich selbst über das Betriebssystem identifiziert, soll eine Sekte Gründen.
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        Von ttt am Mo, 20. April 2009 um 14:52 #
        Es gibt so viele Linux-Distros.
        Da muß man nicht über Gnewsense schimpfen.

        Letztlich ist Gnewsense ein Projekt, das zum ersten Mal gründlich alle Lizenztexte durchforstet und dabei auf die eine oder andere unangenehmen "proprietäre" Überraschung gestoßen ist und stößt.

        Zum Teil erlauben es einige Lizenzen überhaupt nicht, die entsprechende Firmware oder den entsprechenden Treiber frei zu verteilen.
        In solchen Fällen fragt dann Gnewsense direkt bei den Autoren bzw. Firmen nach.
        Sehr oft sind die Lizenztexte aus Unwissenheit unklar abgefasst oder schlichtweg gar nicht mehr "bekannt".
        Ergibt sich keinerlei Lösung, so wird die Firmware bzw. der entsprechende Treiber herausgenommen, auch und gerade aus Gründen des juristischen Selbstschutzes.
        Für Gnewsense spielt nämlich auch die Freiheit des "frei Verteilenkönnens" als eine der vier FSF-Freiheiten eine führende Rolle.

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        Von TeaAge am Mo, 20. April 2009 um 21:44 #
        Der Unterschied ist, das Mac und Windows die Marktanteile brauchen. Linux nicht, warum sollte es sich also verbiegen bis es nicht mehr das ist, was es war?

        Auch mit freier Software kann man arbeiten, man muss seine Hardware entsprechend wählen.

        Du kannst machen was du willst aber deine Ignoranz denen gegenüber, denen wir soviel zu verdanken haben finde ich schon fast beeindruckend.

        Warum nutzt du denn Linux? Weil's kostenlos ist? ... ich hoffe nicht, denn das wäre ganz schön arm.

        Gruß,
        TeaAge

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      Von Laudian am Mo, 20. April 2009 um 10:31 #
      Ich fuehre das gerade mal weiter ... es wuerde ohne Leute mit zuwenig Zeit nicht nur Linux nicht geben sondern auch kein Dos ... auch Dos wurde angestossen weil einem Bill Gates die Unix-Diktate zu bloed wurden, nur deswegen entstand Dos ... waeren immer alle mit dem was es gibt zufrieden gewesen und haetten nicht versucht eine bessere Loesung zu finden (darunter faellt auch die Geschichte mit der freien oder opensource Software) wuerden wir heute noch PCs mit Lochkarten fuettern. Und ob das die Alternative zu Linux ist und ein Grund fuer das anderweitig Vergeuden von scheinbar zuviel Zeit, ich glaube das wuerde hier keinen freuen ...
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        Von WakeOnLandis am Mo, 20. April 2009 um 11:01 #
        Was halt Bill Gates mit Dos zu tun? Hat MS doch auch nur eingekauft. Genauso wie PowerPoint, Visio...
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        Von Waldmeister am Mi, 22. April 2009 um 09:12 #
        > auch Dos wurde angestossen weil einem Bill Gates die Unix-Diktate zu bloed wurden,

        Nö, MS-DOS entstand, weil IBM etwas CP/M-artiges für den PC haben wollte. Nur deswegen hat Microsoft das damals aktuelle Projekt namens Xenix auf Eis gelegt. Und sogar in MS-DOS 2.x diverse Unix-artige Funktionen integriert, die es in CP/M so nicht gab, z.B. Pipes, Directories oder Filehandles.

        Und mit etwas Glück findest du noch alte Quellen, in denen Bill Gates Unix als das "next big thing" bezeichnet.

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      Von Waldmeister am Mi, 22. April 2009 um 09:00 #
      > Wenn's diese Leute nicht gäbe, denen Du Langeweile unterstellst, könntest Du Dich hier gar nicht über GNU/Linux unterhalten - weil's dann weder diese Seite noch irgendein Linux gäbe.

      Nö. Nicht jeder, der sich für FOSS engagiert, teilt auch die radikalen Ansichten von RMS.

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    Von TeaAge am Mo, 20. April 2009 um 06:48 #
    Wie weit geht denn dein Pragmatismus?
    Wenn irgendwann Linux nicht mehr sondern nur noch kostenlos ist, wäre das auch ok?
    Man kann doch seine Hardware auf freie Software ausrichten, also entsprechend kaufen. Dann kann man mit dem System sogar arbeiten und das mit freier Software ... das muss man sich mal vorstellen.

    Wie streng das der einzelne sieht ist mir völlig schnuppe. Ich verwendete auch proprietäre Treiber. Den ideologischen Aspekt hier aber als "Zeitverschwendung" hinzustellen obwohl wir dieser Ideologie soviel zu verdanken haben, finde ich eine Frechheit.

    Gruß

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      Von Holger am Mo, 20. April 2009 um 23:28 #
      Hallo,

      danke für diesen Beitrag. Eine Spannung zwischen konsequent freier Software und den Bedürfnissen der Anwender kann man sicherlich nicht von der Hand weisen und in Projekten wie gNewSense liegt sicherlich auch die Gefahr, dass Freiheit zu etwas Abstraktem wird, was mit dem Status Quo an Bedürfnissen der Anwender momentan schwer zu vermitteln ist.

      Eigenartig ist allerdings der Vorwurf, die Arbeit der gNewSense Entwickler sei Zeitverschwendung. Wenn ich sehe, mit welchem Scheiß einige so ihre Zeit verschwenden, müssten die hier an gNewSense Herumnörgelnden einen Herzinfarkt bekommen :-)

      Viele Grüße,
      Holger

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    Von Habit am Mo, 20. April 2009 um 11:34 #
    > Es dient weder dem Selbstzweck noch irgendwelchen ideologischen Ansichten.
    Kernel, Netzwerkstack, Userlancode zur Manipulation/ Überwachung von Datenströmen. cheers
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Von GAda am Mo, 20. April 2009 um 07:10 #
Mit jeder neuen Distribution werden neue Probleme geschaffen.

Ich bin Betatester einer bekannten Anwendung leider unter NDA.
Ich sehe tagtäglich mit welchen Problem die Programmierer zu kämpfen haben.

Die Verzweiflung ist spürbar.

Klappt die GUI der Anwendung noch einwandfrei unter Debian Lenny, so gibt es Probleme mit Ubuntu oder Suse.

Lösung Anwendung OpenSource machen?
Damit diese 100 000 Mal geforkt wird und wieder nix geht?
Die Firma verliert aber gleichzeitig Ihre Existenzgrundlage.

Welche Reibungsverluste da entstehen!

Jedenfalls wäre Linux ganz sicher schon sehr viel weiter, gebe es nicht so große Auswahl an Distributionen.

Warum nicht einfach an Debian mitarbeiten und einen freien Zweig schaffen?

Ein schönes Video dazu:
Mark Shuttleworth: Wir sind uns selbst die größten Feinde
http://www.golem.de/0902/65175.html

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    Von Mir am Mo, 20. April 2009 um 10:34 #
    Das sehen nur viele Frickler nicht. Jeder denkt er kann das Rad neu und viel runder erfinden. Heraus kommen fast immer halbgare Projekte die irgendwo zwischen "unwichtig" und "Hö, noch nie gehört" hindümpeln. Dabei könnten die Leute mit ihrem KnowHow sicherlich richtig was reissen wenn sie mal auf die bereits fahrenden Züg der Top-Distributionen aufspringen und da mithelfen.
    Bündelung von KnowHow auf einen Punkt bringt halt letztlich wirklich was. Microsoft und Apple wären nie so erfolgreich geworden wenn sie nebenbei noch 50 ähnliche Projekte haben würden.
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      Von bananarama am Mo, 20. April 2009 um 11:34 #
      Bei OpenSourceSoftware geht es nicht darum, die Masse zufrieden zu stellen. Es geht darum den Einzelnen zufrieden zu stellen.
      Deswegen ist es verfehlt, zu versuchen einen künstlichen Vergleich auf Basis des "Erfolgs" zu konstruieren.
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      Von Habit am Mo, 20. April 2009 um 14:20 #
      > Bündelung von KnowHow auf einen Punkt bringt halt letztlich wirklich was.
      Je mehr Beteiligte, desto höher die Komplexität und meißt geringerer Produktivität je Mann. Von Eitelkeiten und Grabenkämpfen zwischen Beteiligten ganz zu schweigen.
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        Von Waldmeister am Mi, 22. April 2009 um 09:08 #
        > Je mehr Beteiligte, desto höher die Komplexität und meißt geringerer Produktivität je Mann. Von Eitelkeiten und Grabenkämpfen zwischen Beteiligten ganz zu schweigen.

        Klar. Sollen wir deswegen nur noch Software schreiben von der Komplexität von nano, weil Projekte wie OpenOffice oder Eclipse zu komplex sind?

        Es ist ja gerade ein konzeptionelles Problem von OSS-Projekten, dass es oftmals niemanden gibt, der auch mal eine unpopuläre Entscheidung durchdrücken kann. Jeder kann forken und wer will nicht lieber Häuptling anstatt kleiner Indianer sein?

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      Von Holger am Mo, 20. April 2009 um 23:46 #
      Hallo,

      wir können ja gerne über freie Software, Bedürfnisse von Anwendern und daraus resultierenden Spannungen diskutieren aber warum lässt Du die sogenannten Frickler nicht frickeln? Ich quatsch Dir ja auch nicht in Deine Entscheidung hinein, wenn Du Dir in der Eisdiele einen Erdbeerbecher bestelltst, obwohl ich Nusseis viel lieber mag.

      Microsoft und Apple wären nie so erfolgreich geworden wenn sie nebenbei noch 50 ähnliche Projekte haben würden.

      Erfolgreich sein, das ist ein spannendes Argument für Qualität. Gemäß dieser Argumentation müsste ich als Zeitungsverleger nur noch sensationserheischenden Scheiß in meiner Zeitung zulassen, weil BILD ja damit so erfolgreich ist.

      Was kommt denn als nächstes "Argument"? Ich bin schon sehr gespannt.

      Viele Grüße,
      Holger

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    Von WakeOnLandis am Mo, 20. April 2009 um 11:08 #
    Niemand zwingt die Firma alle Distributionen zu unterstützen. Das mit dem Druck funktioniert ja auch in die andere Richtung. Außerdem gibt es ja noch die LSB.

    Niemand sagt, dass Freiheit einfach ist. (Mit Außnahme von Wolfgang Schäuble vielleicht.)

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    Von ttt am Mo, 20. April 2009 um 13:25 #
    Du redest ausschließlich von der GUI.
    Richtig?
    Dann lasst sie doch weg.
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