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Thema: OpenSolaris: Offener Brief an Oracle

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von Sturmflut am Do, 18. Februar 2010 um 13:53 #

Mehrere Datenbanksysteme mit unterschiedlichen Philosophien, darunter mySQL. Ein unüberschaubarer Stapel an Virtualisierungslösungen von ehemals insgesamt vier Herstellern (Oracle, Virtual Iron, Sun, Innotek). Teilweise auf Basis von Xen, teilweise Teil des Betriebssystems, teilweise nur für eine bestimmte Prozessorarchitektur. Komplette Hardware-Design-Abteilungen (die eigene plus die von Sun) inklusive einer eigenen Prozessorarchitektur (SPARC). Zwei Betriebssysteme, Unbreakable Linux und Solaris. Mehrere Java-VMs, JRockit und HotSpot, inklusive mehrere Application Server.

Da MUSS einfach langsam was über Bord fallen, vor allem wenn sich Oracle weiterhin primär als Anbieter von Hard- und Software für große Data-Warehouse-Installationen sieht und nicht irgendwann IBM und Konsorten Konkurrenz machen will.

Außerdem hatte Ich in den letzten Jahren das Gefühl dass die Perspektivlosigkeit irgendwo schon bei Sun angefangen hat. Solaris 10 konnte in Unternehmen wohl nicht so ganz überzeugen, Ich habe mehr als ein Rechenzentrum gesehen in dem Oracle noch auf Solaris 8 oder 9 läuft und keiner etwas vermisst. Auf dem Desktop dagegen fehlte OpenSolaris ja quasi alles, von einem aktuellen X.Org bis hin zu Stromsparmodi. Das hat sich ja mittlerweile gebessert, aber Ich sehe nicht wo man Solaris auf dem Desktop Geld verdienen könnte.

Geht das nur mir so?

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    Von Andre am Do, 18. Februar 2010 um 14:28 #

    Um das Produkt geht es nicht, sondern um die Übernahme. Natürlich wird Solaris nicht aufgegeben, das ist doch klar.

    • 0
      Von Norbert am Do, 18. Februar 2010 um 15:03 #

      Moin!
      Aber war es denn nicht von Anfang an klar wie diese ganze Übernahmegeschiche enden wird? Ich persönlich habe mir schon nach der ersten Meldung gedacht, dass die Übernahme von Sun durch Oracle nichts gutes für OpenSource Projekte bedeuten wird.
      Ich hätte es ja gut gefunden wenn IBM Sun übernommen hätte, dann wäre die Erhaltung der OpenSource Projekte wenigstens zu 80 % gesichert.
      Meines Wissens nach hat sich IBM eh schon immer mehr an OpenSource Projekten beteiligt als IBM. Und somit ist Sun, die mehr als 1000 Projekte unterstützt haben bei Oracle auf jeden Fall falsch.

      Gruß
      Norbert

      • 0
        Von M wie Meikel am Do, 18. Februar 2010 um 15:34 #

        > Ich hätte es ja gut gefunden wenn IBM Sun übernommen hätte, dann wäre die Erhaltung der OpenSource Projekte wenigstens zu 80 % gesichert.

        Ha, ha, ha. Bei Sun und IBM gibt es praktisch nur Überschneidungen und Parallelentwicklungen. OpenSolaris wäre auf jeden Fall über die Klinge gesprungen, IBM hätte vielleicht die besten Teile nach Linux portiert.

        Da sind Sun und Oracle schon sehr viel komplementärer aufgestellt. Natürlich gibt es da auch Überschneidungen und natürlich wird Oracle auch unrentable Projekte einstellen oder neu ausrichten. Wenn bei Sun alles prima gewesen wäre, hätten die ja nicht übernommen werden müssen.

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        Von So ein Typ von der Straße am Do, 18. Februar 2010 um 17:11 #

        OpenSolaris ist dafür das einzige quelloffene SVR4-Derivat - da kann sich AIX mal eine Scheibe von abschneiden.

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      Von pvb am Do, 18. Februar 2010 um 18:44 #

      OpenVMS ist nach der Übernahme (erst Compaq, dann HP) auch nicht aufgegeben worden.
      Aber, wo ist es jetzt ?

      • 0
        Von Der wo auch nix besser weis am Fr, 19. Februar 2010 um 10:00 #

        Setzt euch doch mal zusätzlich zu der mySQL Diskussion noch die Applikationsbrille auf und es wird richtig "lustig"
        Große Teile von SAP Installationen laufen auf Sun mit Oracle als DB.
        Dazu noch die Angst von SAP vor Oracle
        Es wird nicht lange dauern und Larry wird heftig an der Maintenancegebührenschraube drehen. Schliesslich kostete ihm jeder Monat den die EU Komm. verlangsamt hat 100 Mio Euro, die muss man wieder verdienen.
        Dazu die Verunsicherung in der Sun Kundenbasis, "Wir waren schon immer Freaks, wir wollen es auch bleiben" im positiven SInne von "Uns interessiert nicht was MSFT macht, wir haben unsere eigene Welt und die ist (bewiesenermaßen) sehr gut.
        Dazu die Verunsicherung der Sun Mannschaft (an welchen Oracle Key Accounter gebe ich meine Kunden/Beziehungen) ab.
        (die haben alle eine mehrjährige tiefe Kundenbeziehung, vertrauter als mancher Oracle Sales gerne hätte und nie erreichen wird)
        Zwei unterschiedliche Universen und Firmenkulturen die hier aufeinander prallen.

        Alles Facts die oft nur wenig mit Technologie zu tun haben......

        Sun hat sich auch nicht mit Ruhm bekleckert, another Story; siehe auch mySQL Übernahme durch Sun: I HATE all the rules that I need to follow, and I also HATE breaking them. (David Axmark when leaving SUN, 2008)

        Geschichte wiederholt sich......

        Als Vergleich schaue man sich den Frustlevel der ehemaligen Hyperion Mitarbeiter an die jetzt einfach genervt Big O verlassen und gar nicht wissen wohin (Cognos-IBM, Business Objects-SAP, usw. usw.)

        Schönes WE
        R!

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Von Privatanwender am Do, 18. Februar 2010 um 19:16 #

Welche Vorteile bietet OpenSolaris gegenüber Linux für Privatanwender auf dem Desktop?


Lohnt es sich von Linux nach OpenSolaris zu wechseln?

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    Von Vorteil am Do, 18. Februar 2010 um 19:27 #

    ZFS.

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      Von Martin M. am Do, 18. Februar 2010 um 19:56 #

      Dank FUSE kann ZFS auch unter Linux verwendet werden.
      Aber ansonsten ist ZFS eine glanzleistung von Sun.

      Es würde sich nur lohnen auf OpenSolaris umzustellen wenn man passende Hardware hat und sonst auch mit einem echten Unix System arbeiten möchte.
      OpenSolairs und Solaris basieren im gegensatz zu Linux und BSD auf einem echtem System-V Unix.

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      Von echte freiheit am Do, 18. Februar 2010 um 19:56 #

      lol, das hab ich auch mit freebsd.

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      Von OS FRage am Do, 18. Februar 2010 um 20:22 #

      Was habe ich als Privatanwender von ZFS?

      • 2
        Von am Do, 18. Februar 2010 um 20:40 #

        Du kannst in Internetforen angeben du wuerdest 1337 sein und zfs, jedoch keinesfalls das unprofessionelle ext3 nutzen.

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        Von Sturmflut am Do, 18. Februar 2010 um 22:19 #

        ZFS wird meiner Erfahrung nach auch in Unternehmen meist nicht standardmäßig eingesetzt. Gründe: Den kompletten Volume Manager braucht man nicht wenn man schon eine ordentliche SAN hat, die ganzen existierenden UFS-Volumes müssten konvertiert werden (warum unnötig Downtime erzeugen?), die maximale Größe von Volumes und Files ist auch mit UFS kaum ein Thema, UFS ist stabil, schnell und gut integriert.

        Von ZFS kann man dagegen erst seit gerade mal zwei Jahren booten, und Detail-Features wie z.B. Quotas gibt es erst seit Ende 2009.

        • 0
          Von Privatanwender am Do, 18. Februar 2010 um 23:19 #

          Und mit dieser Argumentationsweise überzeugt ihr alle eure Oma, das sie jetzt unbedingt ZFS und OpenSolaris braucht?

          Ist das euer ernst?

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          Von M wie Meikel am Mo, 22. Februar 2010 um 02:33 #

          > ZFS wird meiner Erfahrung nach auch in Unternehmen meist nicht standardmäßig eingesetzt.

          Meiner Erfahrung ist das nicht so pauschal zu sagen. Es gibt Unternehmen, die ZFS exzessiv nutzen, andere sind da zurückhaltender.

          > Gründe: Den kompletten Volume Manager braucht man nicht wenn man schon eine ordentliche SAN hat

          *lach* Das ist in etwa so bescheuert wie die Behauptung, dass Linux obsolet ist, weil es ja schon Windows gibt.

          > die ganzen existierenden UFS-Volumes müssten konvertiert werden (warum unnötig Downtime erzeugen?),

          Klingt nicht so, als ob du vom Betrieb solcher Systeme auch nur eine Spur Ahnung hättest. Kleiner Tipp: geplante Downtimes sind kein Problem.

          Den Rest spar ich mir.

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        Von glasen am Fr, 19. Februar 2010 um 02:15 #

        Nichts, außer du hast mehrere (mehr als zwei) Festplatten in deinem Desktop-Rechner verbaut. Die Idee von ZFS ist ja das man Software-RAID und LVM ins Dateisystem bzw. in dessen Tools integriert.

        Einen wirklichen Vorteil hat man als Desktopbenutzer also nur in den wenigsten Fällen.

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          Von Privatanwender am Fr, 19. Februar 2010 um 09:51 #

          Danke für die erste ernstzunehmende Antwort.


          Welche Vorteile bietet OpenSolaris ansonsten noch?

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            Von glasen am Fr, 19. Februar 2010 um 11:14 #

            Gute Frage. Ist eigentlich schwer zu beantworten. Auf dem Desktop würde ich pauschal sagen : Keine!

            Die meisten wollen OpenSolaris eh nur wegen des "Wunderdateisystems" ZFS einsetzen. Man will halt cool sein und sich von der Masse abheben.

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            Von ahe am Fr, 19. Februar 2010 um 11:56 #

            Du hast mit dtrace das beste Tool zum Debuggen von Anwendungen bis runter auf Kernelebene in der Hand und ZFS Snapshots erlauben dir nach einem Systemupdate auch den vorhergehenden Zustand wieder zu booten. D.h. wenn beim Systemupdate was schief geht kannst du einfach ein Rollback machen wie bei einer Datenbanktransaktion.

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              Von glasen am Fr, 19. Februar 2010 um 14:02 #

              > Du hast mit dtrace das beste Tool zum Debuggen von Anwendungen bis runter auf Kernelebene in der Hand

              Und das bringt einem Heimanwender was?

              > ZFS Snapshots erlauben dir nach einem Systemupdate auch den vorhergehenden Zustand wieder zu booten.

              Zugegeben, das ist wirklich eine sinnvolle Funktion.

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                Von nachfrager am Fr, 19. Februar 2010 um 14:12 #

                >> ZFS Snapshots erlauben dir nach einem Systemupdate auch den vorhergehenden Zustand wieder zu booten.

                >Zugegeben, das ist wirklich eine sinnvolle Funktion

                haben das aber nicht auch andere Dateisysteme (ich meine, da mal was bei z.B. btrfs gelsen zu haben)?

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    Von Viehtreiber am Fr, 19. Februar 2010 um 16:20 #

    Das Größte Problem dürfte wohl die schlechte Treiberdunterstützung sein - und aufgrund der CCDL ist es auch nicht möglich, einfach Linux Treiber zu portieren.

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