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Thema: Tuxera stellt lizenzierten exFAT-Treiber vor

12 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von georgm am Mi, 2. Juni 2010 um 20:38 #

Außer, dass man Softwarepatente generell und für immer verbieten sollte:

Für Austauschformate oder Dateisysteme für austauschbare Datenträger sollte so was definitiv verboten werden!

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    Von Anonymous am Mi, 2. Juni 2010 um 21:56 #

    Stimmt, wir begeben uns somit in eine direkte Abhängigkeit von Microsoft, selbst wenn dieser Verein den Finger drauf hat/hätte.

    Zum Glück ist SDXC noch nicht sooo weit verbreitet (zumindest steht es nicht auf meinen Kartenlesern).

    Grueße
    Ignatz

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      Von Hendric am Mi, 2. Juni 2010 um 23:39 #

      Darf ich freundlich darum bitten, mir die SDXC-Problematik zu erläutern?

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        Von Anonymous am Do, 3. Juni 2010 um 00:02 #

        Speicherkarten vom Typ SDXC, die deutlich über 32 GByte fassen sollen, haben ja jetzt als Standard-Dateisystem exFAT. Allerdings ist dieses Dateisystem mit Software-Patenten verseucht und gehört Microsoft.
        Soweit steht das auch im Artikel.

        Da die schon seit jeher recht großzügig mit Standards umgehen (sie umbiegen, wie sie sie grad brauchen -- siehe Websites, die eigens für den Internet Explorer optimiert werden müssen), kann es sein, dass sie etwas an exFAT ändern, woraufhin der Tuxera-Treiber nicht mehr funktioniert. Linux wäre also trotz des Abkommens wieder ausgeschlossen.

        Ist zwar eine recht theoretische Gefahr, aber trotzdem müssen wir (Tuxera) darauf vertrauen, dass Microsoft exFAT nicht großartig umkrempelt oder das wenigstens vorher ankündigt. Denn selbst hätten die ja keine Probleme damit. Windows-Update ausgegeben und fertig.

        Microsoft kontrolliert das also. Ist ziemlich viel Macht für nur eine Firma, und diese Macht lässt sich wie oben angedeutet natürlich missbrauchen.

        Klar soweit?
        Ich hoffe, ich hab's einigermaßen richtig zusammengefasst ;)

        Grueße
        Ignatz

        Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 03. Jun 2010 um 00:05.
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          Von realist am Do, 3. Juni 2010 um 00:09 #

          Das ist Quatsch, sie können nicht so einfach das Dateisystem ändern, tausende Kameras und Videoplayer würden nicht mehr funktionieren.
          Außerdem hat Tuxera ein Lizenzabkommen mit Microsoft geschlossen, warum sollte MS diese Einnahmen nicht mehr haben wollen?

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            Von Anonymous am Do, 3. Juni 2010 um 00:21 #

            Warum wird dann darum so ein Theater darum gemacht?

            Erklärung bitte. Danke.

            Grueße
            Ignatz

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              Von devent am Do, 3. Juni 2010 um 01:43 #

              Ein Theater ist einfach nur darum, weil ein patenbehaftetes Format als Standard erklärt wurde. Dabei gibt es genug freie Alternativen, nur unterstützt Windows nur NTFS oder FAT. Z.B. hätten sie einfach ext2 nehmen können, oder ext3 wenn sie Journaling brauchen. Aber da Windows nun mal auf 90% der PCs installiert ist, kann Microsoft einfach einen eigenen Standard durchdrücken, bei dem jeder eine Lizenz von ihnen kaufen muss. Deswegen sind USB-Sticks auch alle mit Fat32 formatiert, weil sonst der Endanwender sich einen Treiber für seine Windows Box installieren müsste. Nun muss jeder der ein SDXC Karte, Katenleser oder Gerät das SDXC benutzt eine Lizenz von MS erwerben. Wenn das so weiter geht, werden wir in 50 Jahren noch FAT benutzen und MS dafür Lizenzkosten bezahlen.

              Google und Apple werden nun vom DOJ im Auge behalten oder untersucht, nur weil sie Erfolg haben. Im Gegensatz zu MS aber drücken sie keine "Standards" durch, weil ihre Produkte auf 90% der Computer installiert sind. Wo ist der DOJ oder die EU bei solchen "Standards"?

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                Von Bernd am Do, 3. Juni 2010 um 14:44 #

                >nur unterstützt Windows nur NTFS oder FAT
                Windows unterstützt auch UDF einwandfrei. Das benutze ich auf meinen USB Sticks und hatte bisher noch keine Probleme.

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        Von theBohemian am Do, 3. Juni 2010 um 15:21 #

        Hier mein Versuch das Problem zu erläutern:

        MS hat es geschafft ein Dateisystem zu bei der SD Foundation als Standard durchzudrücken, was mit Patenten belegt ist und auf dem Abgaben gefordert werden. Das bedeutet, auch von Entwicklern und *Benutzern* alternativer exFAT-Implementierungen (wie die auf Google Code veröffentlichte) können Lizenzzahlungen gefordert werden. Im Ergebnis ist diese Technologie für Betriebssysteme wie Fedora tabu. Hier können nur externe Repositorien weiterhelfen, was aber auch nur wieder Privatanwendern hilft (Privatanwender werden seltenst Ziel von Patentklagen).

        Wenn SDXC-Karten richtig Fuß fassen, wird es heissen das 'Linux' zu blöd ist das zu unterstützen, weil ein Großteil von Anwendern nicht versteht, was es mit Softwarepatenten auf sich hat. Das ist ärgerlich, weil es wieder bedeutet, dass die freie Softwarewelt auf irgendetwas verzichten muss, nicht weil es technisch nicht möglich ist, sondern weil mit Klagen und sonstwas gedroht wird.

        Microsoft gibt sich dieser Tage ja ganz OpenSource-verbunden: Schickt jemandem zum LinuxTag, hält eine Webseite vor, auf dem die letzten FOSS-Kontributionen aufgelistet werden soll. Alles nur Augenwischerei: Mit Patenten wie denen auf exFAT, wird weiterhin versucht freie Software klein zuhalten und technologischen Fortschritt zu verhindern.

        Leider wird man erst verstehen, welchen unglaublichen Schaden dieses Verhalten angerichtet hat, wenn MS und andere proprietäre Anbieter endgültig ins Hintertreffen geraten sind. Das dürfte aber leider noch recht lange dauern.

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          Von georgm am Do, 3. Juni 2010 um 16:16 #

          Und wenn irgendjemand meint, Microsoft hat das ja alles entwickelt.:


          Es hat nie (jedenfalls habe ich nie davon gehört) eine öffentliche Ausschreibung gegeben, in der ein Dateisystem dafür gesucht wurde, das auch einfach von Hardware-Chips (für Kameras/MP3-Player und so) implementiert werden kann.


          Wenn Microsoft sich was ausdenkt, müssen das alle machen. Und wenn es nicht von Microsoft ist, setzt es sich nicht durch, weil es mit Windows nicht funktioniert (weil Microsoft es nicht implementieren will).

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          Von o13 am Do, 3. Juni 2010 um 18:39 #

          Sehr richtig! Gutes Posting!

          Der Omega13.

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Von trez am Do, 3. Juni 2010 um 09:01 #

"NTFS-3G war die erste freie Implementierung, die vollständige Unterstützung für Schreibzugriffe auf NTFS-Dateisysteme bot. Sie arbeitet mittlerweile sehr zuverlässig und ist Bestandteil der meisten Linux- und BSD-Distributionen, Mac OS X, QNX und Haiku."
Ob es überall Bestandteil ist wage ich an zu verzweifeln, aber man kann es hinzuinstallieren.

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