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Thema: OpenOffice.org soll Gemeinschaftsprojekt werden

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Von Tuxcad am Sa, 16. April 2011 um 11:43 #

Ja ja, da hats wohl nicht so ganz geklappt mit der Strategie! Sollte Oracle wirklich alle Ressourcen aus OOo abziehen, dann ist es wahrscheinlich, dass LibreOffice OOo ablöst und OOo in der Bedeutungslosigkeit verschwindet. So zerstört man anschaulich und wirklich effektiv ehemals erfolgreiche FLOSS Projekte! Bei mir läuft schon lange nur noch LibreOffice und Oracle hat sich mit seinem Verhalten in der Gemeinschaft ohnehin schon den "No-Go" Status erwirtschaftet - Gratulation!

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    Von Felix Schwarz am Sa, 16. April 2011 um 15:13 #

    Oracle ist 100% gewinn-fixiert (und nicht nur "gewinnorientiert"). Für OOo.org gab es bei Oracle kein Businessmodell, also wird das Projekt abgeschoben (ggf. eine "Cloud-Variante" weiterentwickelt).

    Und OOo.org war für Sun wohl immer ein Verlustbringer, wenn ich mir die Personalkosten der Entwickler anschaue (Spekulation). IMHO lebte OO immer auf Suns Kosten.

    fs

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Von Heckmeckeeckdreckweg am Sa, 16. April 2011 um 11:46 #

Wie gesagt: Zu spät, zu wenig, zu unehrlich.

mv Oracle &> /dev/null

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Von Mat am Sa, 16. April 2011 um 11:47 #

Oracle hat als Firma gehandelt - das heisst abgewogen, ob aus dem Engagement bei OpenOffice.org jemals Profit für Oracle herausrpringen wird, oder Wachstumschancen bestehen.

Die Wachstumschancen bei Office-Programmen in Konkurrenz zu MS liegt im Anbieten einer Cloud Lösung, nicht auf dem Desktop, so jedenfalls sieht es wohl Oracle. Ich denke mal, sie haben geschaut, wo sie das Urheberrecht auf OOO.org haben, was verwendbar war oder für das Knowhow der ODF-Formate nützlich war auf ihr Cloud Office portiert und proprietär gelassen (was sie ja als Urheber dürfen).

Oracle wird vermutlich auch in Zukunft zu OSS beitragen, wo sie Vorteile/Wachstumspotenzial für den Einsatz Ihrer Produkte sehen (BTRFS etwa), aber dort das Engagement stoppen, wo sie kein Potenzial sehen. Bei den vielen von Sun übernommenen Baustellen ist ja sinnvoll. Aber die diversen Misstritte bei der Community ihrer OSS-Projekte sind schade.

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    Von nico am Sa, 16. April 2011 um 12:07 #

    Oracle hat nach kriterien der BWL gehandelt, was kein Gewinn macht fliegt. Ohne dabei zu bedenken, dass sie OOo (bzw. irgend ein brauchbares Office) sowohl für deren RedHat Clone als auch für Solaris benötigen. Warum soll jetzt einer deren Betriebsystem kaufen, wenn es kein Office für gibt? Oder wie sieht es mit den ganzen anderen Bussinesslösungen aus? Auch hier wäre eine Integration eines eigenen Office weitaus besser, als sich von MS abhängig zu machen. IBM hat es verstanden und bietet Lotus Symphony. Interessant ist wie die jetzt reagieren. Ob die jetzt auf LibreOffice umschwenken oder groß bei OOo einsteigen. Da könnten jetzt einige bei BigBlue sauer sein und das könnte sich sogar Java auswirken.

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      Von Server und Desktops am Sa, 16. April 2011 um 12:19 #

      hier geht es eher um Server, da brauchts kein Office.
      Oracle macht nicht in Desktops

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      Von Oberstudienrat am Sa, 16. April 2011 um 12:25 #

      Und warum soll man nicht Libre auf deren System nutzen?
      Warum soll man Geld in Entwickler hineinstecken, wenn es auf absehbare Zeit nur Geld vernichtet? Nun gibt's es Entwicklerschaft die es kostenlos macht und nicht mehr das Geld von Oracle braucht. Klasse Zug von Oracle, Red Hat und zahlen und andere ziehen den Nutzen davon. Seit wann braucht man auf Datenbanksystemen und Enterprise Consumerkram wie eine Textverarbeitung, warum soll man das finanzieren?

      IBM und Symphony ist im Übrigen ein sauschlechtes Beispiel, da zahlt IBM drauf um seine GUI nach eigenen Gutdünken zu gestalten.

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        Von nico am Sa, 16. April 2011 um 14:31 #

        Textverarbeitungen sind eben kein Consumerkram. Warum verdient MS so gut an MSO? Warum ist eines der Hauptargumente gegen Windows in der Geschäftswelt die fehlende verfügbarkeit von MSO? Weil von nahezu jedem popeligen Büro bis zu großen Enterprise umgebungen Programme zum verwursten von Texten und Zahlen benötigt werden. Und weil diese Programme dies mehr oder weniger gut können haben entsprechende Geschäftsanwendungen für ERP, ERM, CRM, ... entsprechende Schittstellen zu MSO bzw. nutzen dessen Bibliotheken sogar direkt.

        Wenn ein Unternehmen wie Oracle mit entsprechenden Geschäftsanwendungen Geld verdient, könnte man mit einem eigenen sauber integrierten Office den Kunden weitaus besser an die eigene Produktplattform binden und abhängig machen. Dabei geht es eben nicht um ein das Opensourceprodukt selbst, dies wäre nur die Basis für das, was man dem zahlenden Kunden verkauft. Rein auf die Community setzen bringt auch nichts, die Verbindung mit den teuren Geschäftslösungen von Oracle und deren Töchter wird wohl keiner übernehmen.

        Bei IBM und Symphony hat das zwei Seiten. Symphony wird dort intern genutzt, so können die Entwicklungskosten mit den Lizenszahlungen für die Arbeitsplätze verrechnet werden die man sonst zb. an MS zahlen müsste + Windows was dann noch benötigt würde. So gehen die Mehrkosten intern gegen 0, wenn nicht sogar ein Plus am Ende steht. Dazu kommt, dass IBM kein Interesse hat am Verkauf von Software, sondern an Dienstleistungen und Beratung rund um die Software. Das was man sich dort kostenlos lädt ist fast nur ein Abfallprodukt was mit unten abfällt beim durchführen der Geschäftsstategie. So steht die Entwicklung einzeln auf dem Papier betrachtet zwar als hoher Kostenpunkt da, andererseit kann man bei Kunden viel mit dem drum rum verdienen was dies ebenfalls mehr als ausgleicht. Dann ist das Office nur ein Notwendiger Baustein um die eigentliche Produktpalette aufzuwerten.

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      Von J. am Di, 26. April 2011 um 20:59 #

      Moin,

      Oracle hat nach kriterien der BWL gehandelt

      ein bisschen kurz gedacht. Was bleibt ist ein Image-Schaden. Da hätten sie lieber was investieren sollen.

      - J.

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    Von ttzrtzzt am Sa, 16. April 2011 um 13:58 #

    "Oracle hat als Firma gehandelt - das heisst abgewogen, ob aus dem Engagement bei OpenOffice.org jemals Profit für Oracle herausrpringen wird, oder Wachstumschancen bestehen."

    Gemäß dieser Philosphie wäre Oracles Virtualbox wohl der nächste Kandidat?
    Virtualbox wird ja eh nur kostenlos heruntergeladen und von Linux-Distributionen angeboten. :-)

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    Von SEO ehm nein CEO am Sa, 16. April 2011 um 17:01 #

    OOo in seiner gesamtheit könnte für Oracle vieleicht schon irgend einmal Gewinn einbringen. Aber als Firma wollen sie ein möglichst schnellen hohen und sicheren Gewinn aus ihren Investitionen aus ihren Produckten ziehen.

    Langfristige Investitionen binden das Geld für lange Zeit und bringen lange keinen Gewinn.Für den (kurzfristigen)Aktienkurs ist da nicht unbedingt positiv. Wenn man als Geschäftsführer aber am mommentanen Aktienkurs gemessen wird und der Bonus sogar davon abhängt....

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Von nico am Sa, 16. April 2011 um 11:53 #

OpenOffice wirft nicht genug Gewinn ab um es als Produkt weiter im Protfolio zu haben. Die nach Libre abgesprungenen Leute waren zu viele, jetzt müsste Oracle richtig Geld in die Hand nehmen um ausreichend Entwickler für die Weiterentwicklung zu haben. Der Desktop ist für das Orakel uninteressant, das Geld wird am Server verdient. Um aber den weiterhin ein Bein und eventuell auch eine gewisse Kontrolle, Patente und Namensrechte zu haben und weil man sich denen von LibreOffice nicht als Verlierer stellen will, soll eine eigene Community für OOo her. Wenn das nicht angenommen wird, ist das der Beweis dafür, dass OSS in den Händen der Community nicht klappt um die Kontrolle bei Java, MySQL & Co noch weiter auszubauen.

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Von phiphi am Sa, 16. April 2011 um 12:54 #

Entweder arbeitet Oracle nun mit der LibreOffice-Gemeinschaft zusammen und bildet wieder ein Projekt.

Oder Oracle erzwingt eine eigene OOo-Community, und zieht sich danach zurück. Dann wird früher oder später die Community die Zusammenarbeit aufnehmen und verschmelzen.

Ich denke nicht, dass es langfristig zwei Projekte auf Community-Basis geben wird, da der einzige Grund LibreOffice zu starten war, das Projekt auf Community-Basis zu stellen. Und nun versucht Oracle das gleiche mit anderen Motiven. Ich hoffe, dass die Vernunft siegt und wieder ein gemeinsames Projekt entsteht.

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    Von phiphi am Sa, 16. April 2011 um 14:03 #

    Was denkt ihr? wie sieht die Zukunft der zwei Projekte, bzw eines Projekts aus?

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      Von trtztz am Sa, 16. April 2011 um 15:13 #

      Die Zukunft sieht IMHO nicht gut aus.
      Oracle zieht sich zurück, Novell geht in Attachmate auf.
      Das sind denn auch schon die zwei größten OpenOffice-/LibreOffice-Kontributoren, Oracle mit seiner Ex-StarOffice-Entwicklermannschaft im Hinblick auf die Codebeiträge natürlich um Längen vor Novells Fünf-Mann-Crew.

      Man müsste nun wissen, wie groß die LibreOffice-Entwicklermannschaft tatsächlich ist, wer sie auch finanziell unterstützt und was sie "können" bzw. wie deren "Entwicklermöglichkeiten" im Vergleich zu Oracles OpenOffice-Entwciklerteam aussehen, wenn von Oracle tatsächlich kein OpenOffice-Code mehr kommen sollte.

      Für mich persönlich - ich mag auch falsch liegen - liest sich die Meldung so:
      "OpenOffice.org soll Gemeinschaftsprojekt werden"
      heißt für mich in Wahrheit
      "OpenOffice(.org) wird als freies Softwareprodukt eingestellt".
      Das gilt dann, wenn Oracle tatsächlich alle eigenen Entwickler von OpenOffice.org abziehen sollte.

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Von Christian Ba. am Sa, 16. April 2011 um 13:00 #

War abzusehen, dass das so kommt. Schuld ist die total verpeilte Firmenpolitik von Oracle. Dass OpenOffice stirbt, war spätestens klar, als sich der Erfolg bei LibreOffice einstellte. Schade um OpenOffice, ich habe es lange (seit 1.0.1) genutzt, seit LibreOffice im Beta-Status war habe ich umgestellt. Tja, Geldgier hat die Finanzkrise ausgelöst, warum soll Oracle da besser bei weg kommen? Nebenher, der Name LibreOffice gefällt mir besser, ist treffender, was die Philosophie betrifft.

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    Von Xtu am Sa, 16. April 2011 um 14:30 #

    Ich glaub dein Kommentar trifft den Grundton in der Community und ich gebe dir dabei auch völlig Recht. Zumindest was den kleinen Privatanwender betrifft, aber auf die hat Oracle ja wohl nicht geschaut als sie damit begannen große Pläne mit OO zu schmieden.

    So wie ich das gesehen hab, hat Oracle versucht OO als Stütze für ihr Cloud Office zu positionieren. Aber wer setzt bitte für Firmenlösungen OO ein, dass zu dem in einer Cloud Lösung nicht kostenlos zu haben ist und bei der Konkurrenz zu Microsoft Office kommt eine solche Lösung wohl nur für Linux Desktops in Betracht. Aber auch dort ist der Markt hart umkämpft, zum einen bietet Microsoft selbst gute Cloud-Lösungen an, als auch andere Firmen wie Red Hat, die in was FOSS angeht ja wohl deutlich mehr kompetenz als Oracle aufweisen können. Daher wundert es mich schon, dass sie das Projekt so schnell aufgegeben haben.

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      Von bnvnbv am So, 17. April 2011 um 15:33 #

      "als auch andere Firmen wie Red Hat, die in was FOSS angeht ja wohl deutlich mehr kompetenz als Oracle aufweisen können."

      Da kann man angesichts der bisherigen Geschehnisse nur hoffen, dass Oracle niemals Red Hat kaufen wird, auch wenn beide Firmen momentan sehr gut "zusammenpassen" würden.

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    Von Mos21 am So, 17. April 2011 um 12:19 #

    Das Problem ist das LibreOffice nichts anderes als ein modifiziertes OpenOffice ist und die Hauptentwickler immernoch an OpenOffice arbeiten.
    Wenn das Grundgerüst OpenOffice wegfällt geht es auch mit LibreOffice Berg ab, da die Hauptprogrammierung immernoch von den OpenOffice Angestellten gemacht wird, dafür ist das LibreOffice Team trotz Novel und RedHat viel zu klein.

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Von op am Sa, 16. April 2011 um 13:05 #

wir privat haben noch openoffice auf den windows rechnern. und unter linux wird ja inzwischen nur noch libreoffice mitgeliefert.

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Von Xtu am Sa, 16. April 2011 um 14:22 #

Ein bischen wundert mich der schnelle Rückzieher von Oracle ja schon. Ich hätte zumindest vermutet, dass sie ein wenig länger durchgehalten hätten. Eine Investition zahlt sich ja nicht immer bereits nach einem halben Jahr aus. Microsoft gibt Windows Phone 7 ja auch nicht gleich auf, nur weil es am Anfang wenig Geräte und wenig Absatz abwirft. Vergleichbar übrigens mit dem Start von Android!

Grundsätzlich halte ich es für richtig, dass Firmen, die sich an OS-Projekten beteiligen, sich überlegen ob sie damit auch Geld erwirtschaften. Andernfalls geht es denen irgendwann wie SUN. Ein profitables Kerngeschäft, aber hundert Nebenprojekte, die kein Geld eingebracht haben, wie z.B. Java. Oracle hat aber durch ihr Auftrehten jegliche Fingerspitzengefühl gefehlt und kompetent wirkten ihre Entscheidungen damals wie heute nicht. Die Community spielt für Oracle bestimmt nicht den Aufräumer, nur damit sie ihr Gesicht wahren können.

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Von Wie gehts weiter ? am Sa, 16. April 2011 um 14:55 #

Oracles Entwickler haben bisher hautpsächlich OOo entwickelt. Den Coden haben die Librer benutzt und modifiziert. Schaffen das die Librer ohne die Oracle-Entwickler überhaupt so ein Produkt vernüftig weiterzuentwickeln. Die werden wohl jetzt so richtig Geld und Manpower brauchen weil auch für die die Quelle versiegt.

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    Von Sonnenanbeter&Wolkenverachter am Sa, 16. April 2011 um 16:55 #

    Die LO und OOo Community alleine wird ohne bazahlte Abeiter wohl ihre Mühe haben mit MSO schritt zu halten aber sämtliche Firmen welche Dienstleistungen rund um Linux PCs (respektive nicht Windows PCs) bieten haben eigentlich in finanzielles Interesse daran, dass es eine funtionierende (und mehr oder weniger Microsoftkompatible) Office Suite für ihr System gibt.
    Ohne vernünftige Officesuite macht ein Desktop-OS recht wenig Sinn.Die Leistungen rund um dieses Desktop-OS könnte man dann nicht mehr so gut verkaufen,da fast niemand auf eine OfficeSuite auf dem Desktopo verzichten kann.

    Da viele Dienstleister nich Willens oder in der Lage sind den Aufwand zu betreiben um eine eigene Officesuite anzubietem, würde es sich fast aufdrängen,dass Sie gemeinsam an einem Projekt arbeiten.Eine FOSS Lizenz wäre da unter Umständen auch nützlich.
    LibreOffice müsste man auch nicht neuentweickeln sondern könnte von der gemachten Arbeit und der Communitiy profitieren.

    Appel fällt da weg da es für Mac bereits eine vernünftige Officesuite gibt.

    Google wäre eigentlich ein potentieller nutzniesser und damit ein potentieller Geldgeber, denn ohne Officesuite ist ChromeOS nur halb so nützlich.Google wird hier aber wohl ihr Cloudbasiertes GoogleDocs fördern welches afaik nicht Quelloffen ist :(


    Ich hoffe, dass sich genug Geldgeber findne um eine Freie Officesuite am Leben zu erhalten.
    Und nicht zuviele Firmen in die Cloud abtauchen in der Hoffnung da mehr Profit zu machen. Sonnst könnte es irgendwan mal anfangen zu regnen.

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Von Sehr, sehr heikel für Linux am Sa, 16. April 2011 um 16:53 #

Kurz gesagt: Wenn OpenOffice.org zusammen mit LibreOffice abschmiert, weil es nicht mehr genug Kohle gibt, um das vernünftig weiterzuentwickeln und zu maintainen, dann wars das mit Linux auf dem Desktop, denn als Büro-Suite gibt es keinerlei realistische Altenative. Höchstens Softmaker, aber das habe ich mir nie angesehen und würde meine Hand so jetzt nicht dafür ins Feuer legen.

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    Von trtrtz am Sa, 16. April 2011 um 17:45 #

    Alles halb so wild.
    Es gibt schließlich noch "GnomeOffice" und zwei noch annähernd identische KDE-Office-Suiten, die beide natürlich nicht den Stand von OpenOffice erreichen.

    Notfalls würden die Linuxdistros halt noch über Jahre hinweg den alten OpenOffice-Softwarestand als LibreOffice ausliefern, zusammen mit eigenen Fixes und punktuellen Verbesserungen.

    Textmaker bzw. Softmaker Office z.B. ließen sich bestimmt als Testversion im non-oss-Repo "einwerben". SuSE hat das früher notgedrungen mit dem unfreien Applixware Office gemacht und hiervon auch Vollversionen verkauft.

    Und: Microsoft Offices bis einschließlich 2007 laufen problemlos unter Wine.

    Vielleicht gibt es auch in der Windowswelt Firmen, die sich einen Erfolg von LibreOffice wünschen und hier vielleicht Ressourcen investieren würden. Gerade LibreOffice/OpenOffice darf man nicht so linuxzentriert sehen. IBM Lotus Symphony z.B. dürfte vor einem ähnlichen Problem stehen wie LibreOffice, wenn Oracle seine Entwickler komplett von OpenOffice.org zurückziehen sollte.

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      Von siyman am Sa, 16. April 2011 um 18:20 #

      Und SoftMaker Office ist durchaus ein fähiges und gutes Konkurrenzprodukt, auch wenn die von der Palette her nicht so breit aufgestellt sind, wie es OpenOffice.org/LibreOffice ware/sind. Viel problematischer wäre wieder einmal die Umgwöhnung: Da habe ich im Freundes-/Bekanntenkreis endlich alle auf OO.o/LO respektive Linux migriert, schon sitz ich wieder hinter jedem PC und muss denen das neu einrichten. Und überdies ist SoftMaker Office nicht free as in free beer. Ergo: Fallen die Programme, wird das ein durchaus harter Einschnitt für alle Benutzer. Aber ich denke nicht, dass es soweit kommt, denn allein IBM sollte ausreichend Interesse daran haben, dass deren Symphony, was ja im Quellcode auf OO.o basiert, stirbt - da hängt ja auch die ganze Unternehmensphilosophie mit dran.

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    Von phiphi am Sa, 16. April 2011 um 21:36 #

    Gerade weil Linux auf dem Desktop nichts wäre ohne ein Officepaket, wird es mit LibreOffice nicht fertig sein. Mit der unabhängigen Foundation ist eine gute Basis gesetzt, damit Canonical, RedHat, und viele mehr, ein paar Entwickler beisteuern können. Viel lieber als in ein Oracle-gebundenes OpenOffice.

    Wenn du siehst, was alles von der LibreOffice Community geleistet wird, und wie erfolgreich der Spendenaufruf war, dann musst du keine Angst mehr haben.
    http://challenge.documentfoundation.org/pm/

    Änderungen zwischen LibreOffice 3.3 und 3.4 (über 2800!):
    http://mirror.switch.ch/ftp/mirror/tdf/libreoffice/src/bugfixes-libreoffice-3-4-release-3.3.99.1.log

    Ein solches Projekt verschwindet nicht einfach so!

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      Von Oberstudienrat am So, 17. April 2011 um 00:53 #

      Von den 2800+ Änderungen sind das überwiegend kosmetische Änderungen des Codes und selbst da sind einige Einträge doppelt("removed idefs" bspw.).

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        Von Muroo am So, 17. April 2011 um 01:15 #

        Ja, da wird hart gearbeitet und es gibt eine Menge Freiwilliger. Aber mit fünf hauptamtlichen Entwicklern ist das nicht zu stemmen und die Codebasis ist so kompliziert und umfangreich (und teilweise ziemlich verrottet), dass alleine die Einarbeitung Monate, viele Monate dauert. Und Entwickler-Doku ist so gut wie nicht existent.
        Zudem: Nicht nur Oracle. Was wird aus den Novell-Entwicklern, wenn Novell jetzt verkauft ist?
        Ich glaube, ich muss mir schon Sorgen machen, wenn meine nicht-freizeitmäßige Linux-Benutzung auf eine brauchbare Office-Suite angewiesen ist.

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      Von Änderungslog-Leser am So, 17. April 2011 um 10:19 #

      bugfixes-libreoffice-3-4-release-3.3.99.1.log

      Also die ersten paar Seiten dieses Änderungslogs zeigen zufälligerweise nur Änderungen, die von denvonder Oracle-Leuten commited wurden. Diese Änderungen wurden dann in LO gemerged. Alles schön und gut, aber eigene nicht-triviale Änderungen (wie neue Features oder für den Enduser relevante Änderungen) von nicht-bezahlten Entwicklern findet man da kaum.

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      Von Office am So, 17. April 2011 um 12:43 #

      Auch wenn die Document Foundation das Ergebnis der Spendenaktion abgefeiert hat, darf man sich davon nicht täuschen lassen: das reicht hinten und vorne nicht. Für eine dauerhafte Entwicklung braucht's pro Jahr einen zweistelligen Millionenbeitrag. Das ist ohne Company Sponsoren nicht zu stemmen.
      Wenn Oracle sich zurückzieht, ist auch LibO ohne solchen Sponsor tot. Bisher war das (unfreiwillig und indirekt) Oracle, denn die Hauptarbeit an Libre Office stammt immer noch aus OOo, das hätte sich auch in naher Zukunft nicht geändert. Wer macht's jetzt?

      Wenn alle Firmen, die ein Interesse haben, zusammenlegten (IBM, RedHat, Google, Novell, Canonical), könnte das vielleicht was werden. Aber tun sie's?

      Ansonsten: werschwinden wird ein Projekt, solange irgendwer am Code schraubt. Aber für einen professionellen Einsatz auf dem Linux-Desktop braucht reicht das nicht. Schon jetzt wäre Libre Office ohne die Oracle-Contributions ein stillstehendes Projekt. Und die Entwickler wissen das, sonst würden die nicht viele wertvolle Mannwochen damit verschwenden, den Code aus der OOo Code Base in ihre hineinzumischen.

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        Von Office am So, 17. April 2011 um 12:45 #

        Örks, sollte natürlich heißen:

        verschwinden wird ein Projekt *nicht*, solange irgendwer am Code schraubt

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        Von Felix Schwarz am So, 17. April 2011 um 17:56 #

        stimme fast 100% zu, nur der letzte Satz ist IMHO ignorant:

        Und die Entwickler wissen das, sonst würden die nicht viele wertvolle Mannwochen damit verschwenden, den Code aus der OOo Code Base in ihre hineinzumischen.

        Es ist nie Verschwendung, funktionierenden Code anderer zu übernehmen, weil dieses übernehmen fast immer schneller geht, als es selbst zu schreiben. Solange LibreOffice und OOo.org so viele Ähnlichkeiten haben, wird Code nach LibreOffice fließen, unabhängig von der Anzahl der LibreOffice-Entwickler.

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          Von Office am Mo, 18. April 2011 um 08:49 #

          Stimmt. War aber nicht arrogant gemeint. :-)

          Ich sehe blos den Widerspruch, dass die Entwickler von LibO immer behaupten, nur "cherry picking" in der OOo code base zu betreiben, dann aber derartig viel Zeit für das Merging verwenden, dass für eigene Entwicklung kaum noch Zeit bleibt.

          Das zeigt nur, dass der Split zwar aus deren ideologischer Sicht verständlich ist, dass aber aus Nutzersicht eine Zusammenarbeit an einem Projekt in jedem Fall besser wäre, selbst wenn dabei die reine Lehre nicht zu ihrem Recht kommt.

          OOo ist und war "Free Software". Alleine die Existenz von LibO beweist das. Sicherlich ist die Art und Weise, wie Oracle das Projekt geführt hat, nicht das, was sich engagierte Entwickler wünschen. Aber vielleicht für den Erfolg bei den Anwendern immer noch besser als das, was wir jetzt haben.

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            Von Felix Schwarz am Mo, 18. April 2011 um 11:35 #

            IMHO war der Fork durch LibreOffice wichtig und notwendig. Ich glaube nicht, dass Oracle OpenOffice langfristig so unterstützt wie Sun. Daher ist es extrem wichtig, schon beizeiten eine eigene Infrastruktur aufzubauen. Selbst wenn es nur darum geht, etwas wie OpenOffice "am Leben zu erhalten" und Probleme mit neueren Bibliotheken u.ä. zu fixen.

            Oracle ist in weiten Teilen einfach unwillig, mit der Community zusammenzuarbeiten, weil ein anderes Vorgehen (zumindest kurzfristig) höheren Gewinn verspricht. Natürlich ist es eine Schande, dass so viel doppelte Arbeit geleistet wird, aber IMHO gibt es keine andere Möglichkeit.

            fs

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    Von Anonymous am So, 17. April 2011 um 21:27 #

    Ich frag mich ja, ob Oracle irgendwelche Hinterzimmer- Deals mit Microsoft gemacht hat.

    Die kommen sich im Kerngeschäft ja nicht gross in die Quere, sondern ergänzen sich eher - sind also keine allzugrossen Konkurrenten.

    Und für Microsoft wäre es schon wichtig, OpenOffice und LibreOffice auszutrocknen. Schliesslich machen die ihre Kohle zu einem beträchtlichen Teil mit MS Office - jedenfalls war das vor einigen Jahren so (Heise- Artikel über die Quartalszahlen von Microsoft).

    Damals hatten sie 1,5 Mrd. Einnahmen und nur ein paar hundert Millionen Ausgaben. Wegen OpenOffice mussten sie jedoch inzwischen die Pakete für Heimanwender und Schüler deutlich billiger machen.

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      Von Das Orakel von Delphi am Mo, 18. April 2011 um 10:33 #

      Ich vermute eher, dass Larry Ellison mit ein paar IBM-Granden Golf gespielt hat. "Ihr helft uns bei Java, dafür bekommt ihr den Open Office source code". Oder so ähnlich.

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Von po am So, 17. April 2011 um 09:59 #

wichtig ist, dass man mit openoffice und libreoffice fehlerlose powerpoint presentationen erstellen kann. haha.

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    Von po am So, 17. April 2011 um 10:00 #

    das brauchen viele Schüler.

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    Von Aldi am So, 17. April 2011 um 11:35 #

    Powerpoint-Präsentationen mit Impress erstellen, geht eigentlich sehr gut. Allerdings gibt es im Moment doch Probleme damit bei LibreOffice: https://bugs.freedesktop.org/show_bug.cgi?id=35599

    Wird hoffentlich bald beseitigt.

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Von znafets am Di, 19. April 2011 um 12:40 #

endlich frei ?? Naivitaet ist hier gepaart mit Unwissenheit. Oracle will OpenOffice.org der Community uebergeben ?? Hmm, wem denn ? 95% der Source-Code Entwicklung fuer OpenOffice.org wurde vom Hamburger Oracle Office Standort getragen. Dieser Standort wird von Oracle schlicht dicht gemacht damit gehen OpenOffice.org eben diese 95% der Entwickler verloren. Was bei einer Codebasis von 7-8Mio Zeilen Sourcecode noch passieren soll wenn die OpenOffice basierten Productivity Suites fast vollstaendig von dieser Entwicklungsarbeit abhaengen ist nicht schwer zu errraten. OpenOffice und deren Derivate werden schlicht aufhoeren zu existieren sehr zur Freude von Microsoft da deren Office Paket nun den Rest des Marktes wieder uebernehmen kann. LibreOffice hat ca. 5-8 Entwickler die Ergaenzungen und Branding in OpenOffice sourcen reinpatchen ansonsten sind auch sie zu 100% auf downstreamen der OOo sourcen angewiesen. Schaut Euch doch einfach mal die Committs in den Code Repositories an. Der Rest der LibreOffice Truppe besteht vor allem aus Marketing und Testing. Viel Spass beim pflegen der Sourcen die von den Entwicklern der ehemaligen StarOffice und spaeter Sun Microsystems Truppe seit mehr als 15 Jahren entwickelt werden. Die Jungs suchen sich jetzt alle einen Job um ihre Familien zu ernaehren, verstaendlich das hier nicht viel "spar-time" bleibt um ehrenamtlich zu OpenOffice.org beizutragen. Die einzige ernstzunehmende Alternative zu Microsoft Office wurde soeben auf dem Altar des big business geopfert und die Open Source Bewegung applaudiert.
Verkehrte (vertraeumte) Welt.

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    Von ghfghfgh am Di, 19. April 2011 um 19:21 #

    Hast du genauere Informationen über die berufliche Situation der Hamburger OpenOffice-Entwickler?
    Ich dachte, die arbeiten jetzt alle schwerpunktmäßig an Oracles CloudOffice?

    Im schlimmsten Fall kommt es bei LibreOffice halt zu einer weitaus langsameren Weiterentwicklung, vielleicht sogar zur Stagnation.
    Oracle hätte aber auch so diese Entscheidung gefällt, von daher ist es gut, dass LibreOffice schon existiert.
    Die Situation wäre also genauso "schlimm", wenn der LibreOffice-Fork nicht stattgefunden hätte: OpenOffice wird der weitgehend aus Nichtprogrammierern bestehenden Community übergeben und damit "versenkt".
    Mission erfüllt. Weiter zu Virtualbox.

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