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Thema: Btrfs nicht Standard-Dateisystem in Fedora 16

12 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von schadbär am Mo, 8. August 2011 um 19:44 #

Aber trotzdem gut, das es umsichtige Releasemanager gibt. Der Umstieg auf systemd wurde ja damals auch um ein Release verschoben und ist dann umso reibungsloser verlaufen.

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Von Atalanttore am Mo, 8. August 2011 um 23:46 #

Welches Dateisystem ist jetzt eigentlich besser und welches hat mehr Potential für die Zukunft?

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    Von Neuer am Di, 9. August 2011 um 01:10 #

    Hallo Du,

    das ZFS gehört Oracle und so Solaris, welches Oracle nicht mehr interessiert. Das btrfs stammt hauptsächlich von Oracle und wird aktiv entwickelt. Mehr Potential für die Zukunft hat somit btrfs.

    Ein ext4-Ablöser wird es immer schwer haben. Ich tippe darauf, dass ext5 die Zukunft gehört.

    Gruss,
    Kay

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    Von minimike am Di, 9. August 2011 um 04:29 #

    Das stimmt so nicht. Der Behlendorf ZFS brunch wird aktiv weiterentwickelt. So wie es ausschaut ist darin ZFS von Kq Infotech darin wieder zurück aufgegangen.
    Wenn die Entwicklung von ZFS ab sofort stagniert bedarf es ca 5 - 8 Jahre um mit BTRFS auf die Funktionalität von ZFS aufzuschliessen. Ich habe seit ca 8 Monaten natives ZFS unter RHEL 6 auf dem Desktop. Allerdings werde ich die Tage wieder zu FreeBSD wechseln. In der 8 stable ist schon ZFS v28 drinn.
    Der derzeitige Vergleich von BTRFS und ZFS ist wie zwischen einem Neugeborenen und einem Erwachsenen Menchen mit aufrechtem Gang zu vergleichen. Ich denke BTRFS wird frühestens in 5 Jahren in den Serverräumen ankommen. Alles andere ist Wahnsinn

    Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert. Zuletzt am 09. Aug 2011 um 04:30.
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      Von nico am Di, 9. August 2011 um 08:22 #

      irgendwie mag ich die Vergleiche mit ZFS und dessen hochpreisen überhaupt nicht. Bei Dateisystemen geht es nicht nur um Funktionalität. Aber das, was diese können muss stabil sein. Bei ZFS herrscht dafür ein absolutes chaos, in den kernel darf es nicht. Überall gibt es andere Versionsystände.

      Btrfs hat das Potential für das zukünftige Dateisystem unter Linux, wenn man eben nicht versucht einen ZFS-Clone zu schaffen und in Featureritis zu verfallen. Auch finde ich es sehr erstaunlich, dass man überall auf Oracle einschlägt (wenn auch nicht unberechtigt), aber beim Dateisystem will man sich unbedingt von dieser Firma abhängig machen.

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      Von LH_ am Di, 9. August 2011 um 09:24 #

      Featuritis bringt einen nicht weiter, bei Dateisystemen geht es für viele vor allem um Zuverlässigkeit. So schön ZFS auch ist, am Ende sind die Ext* Systeme doch häufiger verwendet, weil sie in den meisten Fällen ein guter Mittelweg sind zwischen Geschwindigkeit, einfacher Handhabung und Zuverlässigkeit.
      Wenn btrfs besser als ext* ist, dann wird es auch seinen Platz auf Servern finden, und das ziemlich schnell.

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Von ThamanX am Mi, 10. August 2011 um 00:37 #

aber kaum Worte mit Inhalt gesprochen werden würd mich ja mal Interessieren was eigentlich die Stärken und Schwächen und Schwächen von denn ZFS, BTRFS und EXT4 sind im vergleich. Dabei gehts mir gar ned mal so um Stabilität weil die Setz ich voraus ( BTRFS hat die zwar noch ned, aber es ist ja auch noch ned fertig). Weil so wirklich wo lesen tut man dass irgendwie nirgends.

Warum würd ich jeweils jedes Einsetzen wollen ? Was können sie jeweils gut ?

Lg

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    Von Kristian Köhntopp am Mi, 10. August 2011 um 22:39 #

    ext4 - http://blog.koehntopp.de/archives/2349-Was-bringt-ext4.html

    ZFS und BTRFS - http://blog.koehntopp.de/archives/2362-Neue-Ideen-in-Dateisystemen-oder-BTRFS-in-Fedora-11.html

    Sun, Lizenzen und Standards - http://blog.koehntopp.de/archives/2566-Unix-Standards.html

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      Von Anonymous am Do, 11. August 2011 um 13:08 #

      Also wenn ich das richtig verstanden habe, kann ext4 Folgendes, was den Nicht-Dateisystemexperten auch interessiert:

      -> puffert so viele Daten im Arbeitsspeicher wie möglich (Geschwindigkeitsvorteil, weil Dateiänderungen erst mal "nur" im RAM landen)

      -> verwendet Journaling und Prüfsummen (was den FS-Check verkürzt, vor allem wenn es gescheppert hat)

      -> wartet vor dem Speichern von Daten einige Zeit, um sich einen Überblick zu verschaffen, wo man sie am besten ablegen könnte und versucht dadurch, sie an einem Stück zu lassen -- Stichwort "Defragmentierung"

      Kann nicht:

      -> ext2 und ext3 im laufenden Betrieb in ein vollwertiges ext4 umwandeln, weil die bestehenden Dateien dabei nicht angefasst werden.

      BTRFS kann:

      -> RAID in den Levels 0, 1 und 10 (Levels 5 und 6 sollen folgen)

      -> alles, wozu ext4 Zusatzprogramme braucht, etwa dynamische Partitionierung (LVM), Komprimierung, Verschlüsselung (LUKS) usw.

      -> ein ext4 im laufenden Betrieb in ein vollwertiges Butter FS umwandeln (oder verkleiden). Dank Copy on Write (s. u.) kann die Umwandlung rückgängig gemacht werden.

      -> Copy on Write, was heißt, dass Blockänderungen nicht in die Originalblöcke geschrieben, sondern verselbstständigt werden (der Originalblock bekommt einen Verweis auf die neuen Blöcke). Das ermöglicht (zwei?) verschiedene Versionen einer Datei.[1]

      -> Ist auf SSDs optimiert [2]

      Kann noch nicht:

      -> den noch freien Speicherplatz zuverlässig ermitteln [2]

      -> produktiv eingesetzt werden, wenn man es an den Fedora-Kriterien misst.

      -> fsck (in Debian Squeeze) kennt sich mit Butter FS noch nicht aus. Wie's bei anderen Distris aussieht, weiß ich nicht, aber bei Debian hat man defintiv ein Problem, wenn der Rechner unsanft abgeschaltet wird (etwa durch Stromausfall)

      Also: Wer noch mit ext2/3 rumgurkt (ich z. B.), kann ext4 gleich links liegen lassen und sich sofort auf Butter FS stürzen.


      Wobei mir Butter FS für meine Bedürfnisse recht überdimensioniert erscheint. Ich hab bereits eine Verschlüsselung via LUKS im Einsatz, dynamische Größenänderung brauche ich höchstens mal für die Windows-Partition und mit dem Komprimieren fange ich vielleicht mal an, wenn ich weiß, wie ich meine 300-GB-Linux-Platte vollkriegen soll. ;)


      Grueße
      Ignatz

      Links zwo drei vier:

      [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Copy-On-Write
      [2] http://kofler.info/blog/134/126/btrfs---Linux-Dateisystem-der-Zukunft/

      Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 11. Aug 2011 um 14:37.
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        Von abcde am Do, 11. August 2011 um 14:09 #

        "Also: Wer noch mit ext2/3 rumgurkt (ich z. B.), kann ext4 gleich links liegen lassen und sich sofort auf Butter FS stürzen."

        Besser ist es wohl, noch bei ext3 zu bleiben, gerade als Debiannutzer.
        Wenn selbst Fedora sagt, eine Software sei noch nicht fertig, dann ist zudem höchste Vorsicht geboten.
        Man sollte den ersten Einsatzzyklus von btrfs in Fedora abwarten, die Zeitlinie für einen möglichen ext3-Ersatz ist also Fedora 17 plus 1 Jahr, frühestens.

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