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Thema: Btrfs nicht Standard-Dateisystem in Fedora 16

5 Kommentar(e) || Alle anzeigen ||  RSS
Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von ThamanX am Mi, 10. August 2011 um 00:37 #

aber kaum Worte mit Inhalt gesprochen werden würd mich ja mal Interessieren was eigentlich die Stärken und Schwächen und Schwächen von denn ZFS, BTRFS und EXT4 sind im vergleich. Dabei gehts mir gar ned mal so um Stabilität weil die Setz ich voraus ( BTRFS hat die zwar noch ned, aber es ist ja auch noch ned fertig). Weil so wirklich wo lesen tut man dass irgendwie nirgends.

Warum würd ich jeweils jedes Einsetzen wollen ? Was können sie jeweils gut ?

Lg

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    Von Kristian Köhntopp am Mi, 10. August 2011 um 22:39 #

    ext4 - http://blog.koehntopp.de/archives/2349-Was-bringt-ext4.html

    ZFS und BTRFS - http://blog.koehntopp.de/archives/2362-Neue-Ideen-in-Dateisystemen-oder-BTRFS-in-Fedora-11.html

    Sun, Lizenzen und Standards - http://blog.koehntopp.de/archives/2566-Unix-Standards.html

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      Von Anonymous am Do, 11. August 2011 um 13:08 #

      Also wenn ich das richtig verstanden habe, kann ext4 Folgendes, was den Nicht-Dateisystemexperten auch interessiert:

      -> puffert so viele Daten im Arbeitsspeicher wie möglich (Geschwindigkeitsvorteil, weil Dateiänderungen erst mal "nur" im RAM landen)

      -> verwendet Journaling und Prüfsummen (was den FS-Check verkürzt, vor allem wenn es gescheppert hat)

      -> wartet vor dem Speichern von Daten einige Zeit, um sich einen Überblick zu verschaffen, wo man sie am besten ablegen könnte und versucht dadurch, sie an einem Stück zu lassen -- Stichwort "Defragmentierung"

      Kann nicht:

      -> ext2 und ext3 im laufenden Betrieb in ein vollwertiges ext4 umwandeln, weil die bestehenden Dateien dabei nicht angefasst werden.

      BTRFS kann:

      -> RAID in den Levels 0, 1 und 10 (Levels 5 und 6 sollen folgen)

      -> alles, wozu ext4 Zusatzprogramme braucht, etwa dynamische Partitionierung (LVM), Komprimierung, Verschlüsselung (LUKS) usw.

      -> ein ext4 im laufenden Betrieb in ein vollwertiges Butter FS umwandeln (oder verkleiden). Dank Copy on Write (s. u.) kann die Umwandlung rückgängig gemacht werden.

      -> Copy on Write, was heißt, dass Blockänderungen nicht in die Originalblöcke geschrieben, sondern verselbstständigt werden (der Originalblock bekommt einen Verweis auf die neuen Blöcke). Das ermöglicht (zwei?) verschiedene Versionen einer Datei.[1]

      -> Ist auf SSDs optimiert [2]

      Kann noch nicht:

      -> den noch freien Speicherplatz zuverlässig ermitteln [2]

      -> produktiv eingesetzt werden, wenn man es an den Fedora-Kriterien misst.

      -> fsck (in Debian Squeeze) kennt sich mit Butter FS noch nicht aus. Wie's bei anderen Distris aussieht, weiß ich nicht, aber bei Debian hat man defintiv ein Problem, wenn der Rechner unsanft abgeschaltet wird (etwa durch Stromausfall)

      Also: Wer noch mit ext2/3 rumgurkt (ich z. B.), kann ext4 gleich links liegen lassen und sich sofort auf Butter FS stürzen.


      Wobei mir Butter FS für meine Bedürfnisse recht überdimensioniert erscheint. Ich hab bereits eine Verschlüsselung via LUKS im Einsatz, dynamische Größenänderung brauche ich höchstens mal für die Windows-Partition und mit dem Komprimieren fange ich vielleicht mal an, wenn ich weiß, wie ich meine 300-GB-Linux-Platte vollkriegen soll. ;)


      Grueße
      Ignatz

      Links zwo drei vier:

      [1] http://de.wikipedia.org/wiki/Copy-On-Write
      [2] http://kofler.info/blog/134/126/btrfs---Linux-Dateisystem-der-Zukunft/

      Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 11. Aug 2011 um 14:37.
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        Von abcde am Do, 11. August 2011 um 14:09 #

        "Also: Wer noch mit ext2/3 rumgurkt (ich z. B.), kann ext4 gleich links liegen lassen und sich sofort auf Butter FS stürzen."

        Besser ist es wohl, noch bei ext3 zu bleiben, gerade als Debiannutzer.
        Wenn selbst Fedora sagt, eine Software sei noch nicht fertig, dann ist zudem höchste Vorsicht geboten.
        Man sollte den ersten Einsatzzyklus von btrfs in Fedora abwarten, die Zeitlinie für einen möglichen ext3-Ersatz ist also Fedora 17 plus 1 Jahr, frühestens.

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