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Thema: OpenOffice.org und LibreOffice driften auseinander

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Von takegpl am Do, 8. September 2011 um 13:18 #

Die LGPL als "copyleftstark" zu bezeichnen, entbehrt jeder Grundlage [1]

Zitat gnu.org: "This is the latest version of the LGPL: a free software license, but not a strong copyleft license, because it permits linking with non-free modules."

Vielleicht werden es endlich auch die liberalen Anhänger der "unfreien Modulen" begreifen, dass genau diese offenheit zur Unfreiheit das ganze Projekt gefärdet. Vielleicht braucht es dazu aber eine weitere Kriese, der Auslöser wird dann vielleicht nicht Oracle sein.

[1] http://www.gnu.org/licenses/license-list.html

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    Von Klaus5 am Do, 8. September 2011 um 17:31 #

    > Die LGPL als "copyleftstark" zu bezeichnen, entbehrt jeder Grundlage

    Nein, überhaupt nicht, denn die religiöse Auslegung von GPL-Fanatikern ist kein Beweis. Warum überhaupt empfielht die FSF noch andere Lizenzen außer der GPL wenn ja nun selbst ihr eigenes zweitbestes Pferd im Stall (die LGPL) anscheinend so furchtbar freiheitsgefährdend ist?

    Leute werdet endlich ehrlich und bekennt euch dann nur noch zur GPL, das kann man akzeptieren nur die ständige Rumrederei Wasser zu predigen und selbst Wein zu trinken nicht.

    > Vielleicht werden es endlich auch die liberalen Anhänger der "unfreien Modulen" begreifen, dass genau diese offenheit zur Unfreiheit das ganze Projekt gefärdet.

    Wie sollte es? Freier Code ist und bleibt frei, allenfalls können Kopien freien Codes unfrei werden was aber NIEMALS den ursprünglichen Code betreffen kann.

    Worums hier geht ist lediglich die SElbstdarstellung und der Egoismus einiger Freaks, die glauben weil sie etwas Code geschrieben haben für alle DAuer der Welt festzuschreiben was andere damit tun müssen, wohlgemerkt mit KOpien des Codes keinesfalls mit dem Orginalcode.

    GPL-Lizensierung ist so wie sich ein Auto zu kaufen wo mir de Autoverkäufer auf Lebenszeit vorschreibt was für Zusatzteile ich an mein eigenes Auto schrauben darf.

    Glücklicherweise gibt es ja auch anerkannt freie Lizenzen die die Nutzer nicht in der Form gängeln wie die GPL.

    Wobei wir nun wieder am Anfang sind, denn die FRage heißt weiterhin warum die FSF diverse Lizenzen als frei bezeichnet dann aber doch nur will das alle den GPL-Einheitsbrei nutzen. Dann notfalls gleich nur die GPL empfehlen und alle andere Lizenzen als unfrei brandmarken, das wäre zumindest moralisch ehrlich.

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      Von Neuer am Fr, 9. September 2011 um 00:55 #

      Als jemand der seine Software unter GPL released:

      Dein Auto-Beispiel ist völlig falsch. Richtig ist, dass nicht alle Teile erlaubt sind, aber es gibt keine Vorschrift gegen bestimmte Teile oder Arten, lediglich eine Kompatiblität oder nicht. Und die GPL ist zu Freien Lizenzen praktisch vollständig kompatibel. Ich hatte da noch nie ein Problem. Und beim Auto bin ich es gewohnt, dass nicht alles kompatibel ist.

      Die Unterstellung "Egoismus, Freak, festschreiben," etc. mag zutreffen oder nicht. Fakt bei mir ist, es ist _mein_ Code. Du hast daran keine Rechte, die ich Dir nicht gebe.

      Ich entscheide, ob und dass Du ihn kopieren darfst. Und ich habe Hilfe dabei bekommen, umzusetzen, dass Du Niemand das Kopieren verbieten darfst, und dass mindere oder nicht mindere Veränderungen Dir nicht das Recht dazu nicht geben.

      Dadurch habe ich die Kontrolle. Ich mag das. Ich bin da wie Linus, der die GPL auch nur deshalb genommen hat, um den Code anderer Leute gleichfalls zu bekommen.

      Diese Kontrolle kannst Du als Beschränkung Deiner Freiheit begreifen. Aber warum sollte ich Dir die Freiheit geben, _meinen_ Code auf Kosten der Freiheit Deiner Kunden auszuschlachten. Darin sehe ich keinen Sinn.

      Wenn Du die Funktion meines Codes willst, aber nicht meine Lizenz willst, hast Du immer die absolute Freiheit ihn neu zu schreiben. Du kannst sogar wissen, wie es geht, was oft das schwere Problem ist. Willst Du mehr, dann ist es mehr als Du bekommst.

      Deine Verwirrung bzgl. FSF ist mir unverständlich. Es gibt eine Definition davon, was das _Minimum_ ist, damit Software als Frei gilt. Das Minimum ist ein wichtiges Ziel, und ein wichtiger Meilenstein. Alles was das Minimum erfüllt gilt als gut, ist aber potentiell dennoch nicht optimal.

      Darüber hinaus gibt es weitere Ziele, wie z.B. jenes, dass Freie Software sich am Markt durchsetzt. Die GPLv3 ist zur Erreichung dieser Ziele laut FSF optimal.

      Bei nicht-GPL gab es Beispiele, wo es schiefging. Mir fällt da wine ein, wo es einen geschlossenen Fork gab, der dem Projekt schadete. Und Kerberos hat durch Windows-Kerberos wohl auch Schaden genommen.

      Im Fall von wine hat sich gezeigt, dass LGPL das Problem schon löste.

      Gruss,
      Kay

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      Von takegpl am Fr, 9. September 2011 um 02:38 #

      Ich kann Kay nur zustimmen. Die Schwächen die die LibreOffice Lizenz hat, sehe ich halt einfach. Klar sie ist besser als die OpenOffice.org Lizenz. Nur ermuntert sie mich nicht, dort mitzumachen.

      Man stelle sich mal vor, Linux wäre LGPL...ich sehe schon die Fehlermeldung: "Sie müssen die Bibliothek windows.dll, treiber.exe, und und und.. installieren, um Linux zu verwenden. Oder noch einfacher, Sie installieren gleich Windows". Das wäre dann Gängelei pur.

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