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Thema: Debian LTS in Zahlen

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Von brrrrr am Fr, 17. April 2015 um 00:16 #

Die mangelnde Webbrowser-Unterstützung in punkto Sicherheitsupdates ist zwar generell eine Achillesferse von Debian, nur kann man sich als Desktopnutzer unter Debian Squeeze zur Zeit noch selbst helfen, indem man einfach z.B. Seamonkey, Firefox und/oder Thunderbird von mozilla.org benutzt. Auch wenn Debian 6 recht alt ist, so funktionieren die aktuellen genauso wie die ESR-Versionen der betreffenden Programme immer noch unter diesem. Alle sechs Wochen aktualisieren sich Seamonkey, Firefox und Thunderbird quasi selbst, d.h. hier existiert eine hervorragende, jedermann zur Verfügung stehende Sicherheitsunterstützung abseits von Debian.

Freiheitspuristen könnten vielleicht auch IceCat einsetzen, wobei im Moment im Gegensatz zu früheren Zeiten ein aktueller Sicherheitssupport der aktuellen IceCat-Firefox-ESR-Version zu bestehen scheint: http://ftp.gnu.org/gnu/gnuzilla/31.6.0/

Selbst ältere Emailprogramme (das sollte auch für einen älteren Thunderbird wie Icedove 3.0 gelten) sollte man dabei ohne Sicherheitsbedenken nutzen können, insofern man grundsätzlich die HTML-Ansichtsunterstützung abschaltet.

Die Frage bleibt, ob denn die linuxeigenen Webkit-Browser wie Epiphany-Webbrowser oder Midori noch ohne Sicherheitsbedenken eingesetzt werden können. In Debian 6 kommt dabei noch die alte Webkit(GTK) 1-Engine zum Einsatz, wobei die letzten Updates vom April 2013 zu stammen scheinen, weshalb man IMO diese Frage eher verneinen muss. Kurioserweise bringt selbst eine aktuelle openSuse (genauso wie Debian Wheezy) diese Webkit1-Engine noch mit, weil Gimp offenbar aufgrund seiner integrierten HTML-Unterstützung damit zwingend verbandelt ist.

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    Von .-,.-,-.,-.,-.,- am Fr, 17. April 2015 um 15:35 #

    Es ist wohl ganz einfach: Die linuxeigenen Browser wie Epihany, Midori und etwa Rekonq sind langfristig aufgrund der Art und Weise der Entwicklung überhaupt nicht vernünftig supportbar und sollten IMO deshalb in einer Distro, die länger als 6 bis 12 Monate Support hat, aus Sicherheits- und Arbeitsaufwandsgründen überhaupt nicht aufgenommen werden, es sei denn, man weist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung so wie Debian bereits darauf hin.

    Hinzu kommen dann auch noch Vorkommnisse, wie diese Rekonq in Debian widerfahren sind. Damit sind mit Iceape und Rekonq schon zwei recht wichtige Webbrowser aus dem Wheezy-Sicherheitssupport herausgenommen worden.

    Gecko-Browser und Chromium sind im Hinblick auf Sicherheitsaktualisierungen auf längere Zeit hin besser supportbar, da sich ein Upstream wie etwa Mozilla selbstverantwortlich um die eigentlichen Sicherheitsupdates kümmert.

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