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Thema: Endless: Linux-Mini-Rechner für Schwellenländer

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Kommentare von Lesern spiegeln nicht unbedingt die Meinung der Redaktion wider.
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Von #! am Di, 21. April 2015 um 18:34 #

Schade, dass auf so etwas wie "Free Software", "Open Source", "Linux", "GNU", "GNOME" (Desktop basiert darauf) nur in der unteren Leiste verwiesen wird.

Ansonsten denke ich ist das zu teuer für den erwarteten Kundenkreis. Es gibt Firmen, die sich darauf spezialisieren, alte Hardware aufzuarbeiten und dorthin zu verkaufen. Da kommt man für weniger Geld an besseres.

Dazu kommt, dass das kein Laptop ist, hat also keine Batterien (was bei der mitunter schwankenden Stromversorgung nützlich sein kann) und man braucht noch einen Bildschirm

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    Von asdfghjkl am Di, 21. April 2015 um 19:14 #

    Ich denke die sind leistungsmäßig durchaus auf dem Niveau von aufgearbeiteter alter Hardware. Vor allem bei der Energieeffizienz kann man punkten. Die Teile sind dann vielleicht ein paar Euro teurer, aber dafür bekommen die Leute schicke Neuware. Ich denke das ist schon ein Kaufargument. Was die Bildschirme angeht steht ja schon im Artikel, dass Fernseher angeschlossen werden sollen. Ich denke in ein paar Jahren hat man durchaus auch in Kamerun und Turkmenistan Fernseher mit HDMI-Eingang.

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      Von beccon am Di, 21. April 2015 um 22:08 #

      >> Ich denke in ein paar Jahren hat man durchaus auch in Kamerun und Turkmenistan Fernseher mit HDMI-Eingang.< <
      Das haben die schon heute. Nur da sitzt die Oma davor und kiekt Seifenopern.

      Energieeffizienz ist nur ein Thema im Sonnen- und Windmühlenland. In vielen Schwellenländern ist der Strom für ärmere Leute subventioniert. Der ist dann richtig billig.

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        Von Pablo am Mi, 22. April 2015 um 17:47 #

        Energieeffizienz ist nur ein Thema im Sonnen- und Windmühlenland. In vielen Schwellenländern ist der Strom für ärmere Leute subventioniert. Der ist dann richtig billig.

        So ist es. In "Schwellenländern" werden z.B. Gebäude grundsätzlich aussen beleuchtet (Einbruchschutz). Die "Energieeffizienz" interessiert dort kein Schwein.

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      Von Carl am Mi, 22. April 2015 um 10:52 #

      > Ich denke die sind leistungsmäßig durchaus auf dem Niveau von aufgearbeiteter alter Hardware. Vor allem bei der Energieeffizienz kann man punkten.

      Das sehe ich anders. Man bekommt bereits für weniger Geld, aufbereitete gebrauchte Business-Laptops (z.B. Lenovo oder Dell), mit schnellerer CPU und natürlich mit Bildschirm. Die angegebenen 24 W sprechen jetzt auch nicht grade für hohe Energieeffizienz. Da sollte bei der dort verbauten schwachen Atom-CPU wesentlich weniger drin sein. Einem Laptop, den man natürlich auch an einen Fernseher anschließen kann, falls man das denn möchte, machen die damit zumindest keine Konkurrenz. Ein Laptop kommt außerdem noch mit eingebautem Akku, was grade in Ländern mit unzuverlässiger Stromversorgung hilfreich ist.

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        Von Shift am Do, 30. April 2015 um 23:02 #

        http://www.walmart.com/msharbor/ip/24511209

        $80 fuer einen neuen OLPC XO4.
        Robust, Display integriert, Touch, geringer Strombedarf, Battery, Android samt aller Apps.

        Weiter unten aehnliche Angebote alle halb so guenstig.

        Und das ist Neuwahre. Einen gebrauchten PC gibts vor Ort samt aller gaengiger Software fuer $50.

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      Von Techbot am Mi, 22. April 2015 um 15:23 #

      Wie siehts den mit Ersatzteilen aus? Aufrüsten der Hardware? Austausch von Komponenten? Neuinstallation des Betriebssystems? Anderes Betriebssystem installieren?

      Das alles ist mit endless-System schwieriger, teurer als mit der Masse an vorhandener Hardware? Verstehe...

      Dem steht also eine angeblich bessere Energieeffizienz gegenüber. Mehr Green-IT, vielleicht etwas leiser und ein ganz tolles Gehäusedesign.

      Dann noch die Software-Seite. Die dritte Welt braucht also die ganze existierende Software überhaupt nicht! Die sind so anders das da was ganz neues, inkompatibles, gemacht werden muss. Verstehe...

      Das ist nicht nur am Markt vorbei sondern für einen ganz anderen Markt für irgendeine andere Spezies ausserhalb unseres Sonnensystems.

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Von Anonymous am Di, 21. April 2015 um 20:23 #

... durch den Raspberry Pi 2.

Wer die 3. Welt mit billigen Rechnern versorgen möchte, braucht nur Gehäuse, Steckernetzteil und SD-Card dranzudengeln.

Der Raspberry ist durch die bereits jetzt produzierten hohen Stückzahlen preislich so attraktiv, dass die das Preis-Leistungsverhältnis nie erreichen werden - selbst wenn der endless etwas schneller sein sollte.

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Von beccon am Di, 21. April 2015 um 22:04 #

... ich möchte mir das nicht anmaßen für die ganze Welt zu beurteilen - ich kann es nur für ein Schwellenland sagen, zu dem ich familiere Beziehungen habe: Kolumbien - und da in die (vergleichsweise ärmere) Karibikküste.

Schauen wir mal, was da so beim "Mediamarkt" herumsteht:
https://www.exito.com/Tecnologia-Computadores_e_impresoras-Computadores-De_Escritorio/_/N-2crp

(exito ist wirklich ein guter Laden - es gibt auch Billigheimer, wo man viel billiger an gute Chinaimporte kommt)

Weiter unten auf der Seite sieht man voll ausgestattete Rechner für unter COP 1Mio (ca EUR 370,--). Da ist der Bildschirm schon mit dabei - in einem südamerikanischen Haushalt wirst Du es übrigens vergessen können, den Fernseher der Familie zu blockieren :-)

Das ist wieder so ein Beispiel, wie junge Leute aus reichen europäischen oder nordamerikanischen Kinderstuben ihr Geld verbrennen um der "3. Welt" zu "helfen" ohne die Verhältnisse vor Ort zu kennen.

Computer haben übrigens alle, die ich drüben kenne, auch die die ökonomisch nicht so toll dastehen - notfalls alte Mühlen mit Windows98. Für "Face" (book) reicht das allemal.

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    Von jochenplumeyer am Di, 21. April 2015 um 23:58 #

    Dieselben Beobachtungen machte ich in der Dominikanischen Republik.

    Entweder refurbished günstiger, sonst gebraucht oder neu.
    Es zirkuliert genug Gebrauchtes von Leuten, die sich die aktuellere Hardware leisten können.

    Un gusto saludar a un linuxero colombiano-alemán! :)

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    Von tronco_flipao am Mi, 22. April 2015 um 09:25 #

    Das ist wieder so ein Beispiel, wie junge Leute aus reichen europäischen oder nordamerikanischen Kinderstuben ihr Geld verbrennen um der "3. Welt" zu "helfen" ohne die Verhältnisse vor Ort zu kennen.


    Hättest Du Dir die Mühe gemacht, die Kickstarter Page zu lesen, wüsstest Du, dass dem nicht so ist.

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      Von beccon am Mi, 22. April 2015 um 13:39 #

      doch habe ich :-) zugegebenermaßen erst jetzt. Insbesondere Bilder und Biografien der Gründer.

      Aber ich bleibe bei meiner Auffassung, denn Sprößlinge aus gutbügerlicher Kinderstube in Schwellen- und Entwicklungsländern schlagen unser benevolentes Jungvolk in der Disziplin der Merkbefreiung i.d.R. um Längen. :-)

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      Von Techbot am Mi, 22. April 2015 um 15:01 #

      beccon triffts leider haargenau.

      Folgend einige ungeänderte Sätze aus der Kickstarter-Seite die ich, durch Fussnoten, zueinander in Beziehung setze.

      While smartphones and tablets[1] are good for content consumption and communication, computers[1] remain our hubs for content creation[2]. A computer means full access[3]. Virtually everyone who can afford a computer has one[4].

      [1] Almost 5 billion people do not have computers.

      [2] A computer can mean access to information, health, livelihood, and jobs in our global economy. It is opportunity, if you can only access it.

      [3] Note that Endless was designed to be solid instead of flexible. It is not meant to be jailbroken and altered. Doing so beyond normal usage could render the operating system unusable.

      [4] We realized that existing software is broken for emerging market users.

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    Von wtf!? am Do, 23. April 2015 um 09:52 #

    ich hab gleich an OLPC gedacht - computer als allheilmittel "wir brauchen kein konzept, die technik macht das von alleine"

    vgl http://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-2-Wie-Technik-Probleme-in-Entwicklungslaendern-loest-2501153.html

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Von Desti am Mi, 22. April 2015 um 17:05 #

Ein sinnlos teurers, schnell kaputt-gehendes Plastik-Müll Designer Gehäuse. Das wird sicherlich helfen, die Müllberge in den Entwicklungsländern zu reduzieren.

Ein ganz simples eckiges Gehäuse aus Eisen wäre nicht nur günstiger, es liese sich auch einigermaßen brauchbar recyclen.

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