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Mi, 9. November 2016, 12:40

Software::Distributionen::Suse

Suse Linux Enterprise 12 SP2 erweitert Hardware-Unterstützung

Suse hat das zweite Service Pack für Suse Linux Enterprise 12 veröffentlicht. Rund zwei Jahre nach der Freigabe von Suse Linux Enterprise 12 liefert die neue Ausgabe erweiterte Hardware-Unterstützung und einige Aktualisierungen für Server und Desktop.

Novell

SLES 12 SP2 kommt rund zehneinhalb Monate nach dem ersten Update und beruht nun auf Linux 4.4 mit zahlreichen Erweiterungen. Der ursprüngliche auf Linux 3.12 beruhende Kernel von SLES 12 dürfte aber weiter verfügbar sein. Der neue Kernel ermöglicht zahlreiche neue und erweiterte Funktionen.

Nutzer, die Software-definierte Netze mit der Kombination aus Open vSwitch und dem Data Plane Development Kit (DPDK) nutzen, sollen mit SLES 12 SP2 eine Beschleunigung um das bis zu Zehnfache erreichen. Die Unterstützung für SAP-Anwendungen auf Basis von SAP HANA, das auch Cluster bilden kann, wurde verbessert.

Die Unterstützung für IBM Power Systems LC und OpenPOWER-Server wurde verbessert und SLES 12 SP2 kann jetzt auch direkt auf deren Hardware laufen. Außerdem wurde auf Power-Systemen die Zeit für die Speicherinitialisierung minimiert. Ferner lassen sich jetzt auch Power-Systeme mit SLES 12 SP2 in Hochverfügbarkeits-Konfigurationen betreiben und geografisch verteilte Cluster bilden.

Erstmals unterstützt SLES 12 SP2 auch die ARMv8-A-Architektur einschließlich des Raspberry Pi 3. Außerdem wird nun Intels skalierbare Omni-Path-Architektur unterstützt.

Anwendungen lassen sich in NVDIMM-Speicher permanent halten, was den Datendurchsatz wesentlich erhöhen und die Zeit für einen Neustart deutlich senken kann. Für die Sicherheitsanforderungen von Behörden und Finanzinstitutionen wird zur Zeit eine FIPS 140-2-Zertifikation durchgeführt.

Benutzer von SLES 12 haben nun die Option, das Einspielen von früheren Service-Packs zu überspringen und gleich zum aktuellsten überzugehen. Zudem erhalten die Benutzer einen einfacheren Zugriff auf die neuesten Pakete und Technologien, da der SUSE Package Hub in das SUSE Customer Center integriert wurde. Zu den wenigen aktualisierten Software-Paketen gehört auch Systemd, das jetzt zwecks besserer Wartbarkeit in Version 228 genutzt wird.

SLE 12 SP2 gibt es nach wie vor in einer Server- und in einer Desktop-Variante. Neben den genannten Änderungen gab es noch eine Reihe weiterer kleiner Änderungen, die man den Anmerkungen zur Veröffentlichung entnehmen kann.

Interessenten ohne einen gültigen Supportvertrag können SLES 12 SP2 und seine Varianten ab sofort von der Seite des Herstellers in Form einer auf 60 Tage beschränkten Testversion beziehen. Kunden des Unternehmens können ihr System, sofern noch nicht passiert, auf dem regulären Weg aktualisieren.

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