Login
Newsletter
Werbung

Di, 21. Februar 2017, 10:33

Software::Distributionen::Mageia

Mageia 6: Massiv verspätet, aber nicht tot

Die Entwicklung von Mageia 6 hinkt mittlerweile massiv hinter dem ursprünglichen Zeitplan hinterher. Nun meldete sich das Team zu Wort und verkündete, dass die Freigabe der kommenden Version zwar verspätet ist, aber nicht aufgehoben wurde. Mageia 6 wird veröffentlicht – wann, steht aber immer noch nicht fest.

Mageia

Mageia ist eine Abspaltung von Mandriva, die in den letzten Jahren mehrere Hauptversionen veröffentlicht hat. Die letzte stabile Hauptversion 5 liegt allerdings auch schon eine Weile zurück. Zuletzt haben die Entwickler eine Aktualisierung von Mageia 5 herausgebracht, wobei die Gemeinschaft allerdings eher mit der Hauptversion 6 rechnete. Diese ist bereits seit geraumer Zeit in Arbeit und wurde im Sommer des vergangenen Jahres in einer Testversion veröffentlicht.

Der Zeitplan für einen zweiten Schnappschuss sah den Oktober vor, wobei allerdings schon im Vorfeld klar war, dass die Entwickler die Freigabe nur schwer erreichen können. Als dann einer der für die Infrastruktur und das Build-System verantwortlichen Entwickler aus gesundheitlichen Gründen zurücktreten musste, kam der Zeitplan vollends aus dem Tritt. Um für die Anwender die Zeit bis zur Veröffentlichung von Mageia 6 zu überbrücken und die Aktualisierung nach der Installation zu vereinfachen, hat das Team mit Mageia 5.1 eine Aktualisierung mit einem neuen Kernel veröffentlicht.

Doch gerade die Integration des neuen Kernels sowie Probleme beim Bau der Abbilder haben die Freigabe von Mageia 6 weiter verzögert. Die Zwischenlösung wurde zu einer Belastung, denn die Infrastruktur des Teams erlaubte es nicht, parallel zwei Versionen herauszugeben. »Die Erstellung von Mageia 5.1, die eigentlich schnell und einfach sein sollte, hat uns aufgrund des neuen Kernels mehr Probleme bereitet, als erwartet«, so Samuel Verschelde im Blog des Projekts. Durch die Komplikationen musste die Version um weitere zwei Monate verschoben werden – trotz der Tatsache, dass nicht alle Entwickler an Mageia 5.1 gearbeitet haben und etliche weiter die aktuelle Version vorangetrieben haben.

Mittlerweile im Jahre 2017 angekommen – etliche Monate hinter dem ursprünglichen Veröffentlichungsdatum – stand der Freigabe einer zweiten Vorschau theoretisch nichts mehr im Wege. Wie sich allerdings nun herausstellte, gab es einen fatalen Fehler im Installer, der die Partitionierungstabelle zerstören konnte. Dadurch wurde die neue Version wieder hinfällig. Denn ohne Korrektur des Problems liefen die Entwickler Gefahr, die Systeme der Benutzer unbrauchbar zu machen. »Die Häufigkeit des Fehlers war zu hoch, als dass wir der Allgemeinheit einen Schnappschuss, auch mit Warnungen und Erratas, zugänglich machen konnten«, so Verschelde weiter.

Mittlerweile wurden etliche Fehler der neuen Version behoben. In so genannten »Pre-Testing Live ISOs« wurden die Probleme bereits adressiert und nun ist es an der Zeit die Korrekturen in die finalen Abbilder zu überführen. Sobald auch noch der Partitionierungsfehler zufriedenstellend behoben werden konnte, wird das Team die aktuelle Version an das Testteam übergeben. »Dann werden wir so schnell wie möglich handeln und die letzten die Veröffentlichung blockierenden Fehler korrigieren, sodass Mageia 6 der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden kann«, schreiben die Entwickler. Einen festen Termin gibt es aber nicht.

Werbung
Pro-Linux
Unterstützer werden
Neue Nachrichten
Werbung