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Mi, 1. März 2017, 13:34

Software::Cloud

OpenStack Ocata erschienen

Das OpenStack-Projekt hat die neue Version »Ocata« der Software zur Verwaltung von Clouds veröffentlicht. Die neue Version verbessert die Verwaltung von Containern massiv und wurde hinsichtlich Leistung und Stabilität optimiert.

OpenStack dient zum Aufbau und zur Verwaltung von öffentlichen, privaten und hybriden Clouds. Das Projekt hat einen Umfang und eine Bedeutung im Bereich des Cloud-Computings erreicht, der den des Linux-Kernels für Betriebssysteme mittlerweile übertrifft. Etwa 2000 Entwickler aus mehr als 250 Unternehmen waren an der neuen Version beteiligt, die vier Monate nach der Vorversion »Newton« erscheint.

Ocata ist nach Angaben der Entwickler das Ergebnis eines verkürzten Entwicklungszyklus, mit dem eine Verlegung der Veröffentlichungstermine erreicht werden sollte. Der Zyklus sollte vorrangig zur Stabilisierung der Komponenten genutzt werden. Trotzdem wurden auch neue Funktionen sowie Erweiterungen und Verbesserungen der bestehenden Funktionalität integriert. Aber auch an der Skalierbarkeit und der generellen Geschwindigkeit wurde gearbeitet. Die nächsten Entwicklungszyklen sollen sich auch wieder mehr neuen Funktionen widmen.

Der Trend geht derzeit nach Beobachtungen der OpenStack-Gemeinschaft zu hybriden Clouds, womit die Benutzer die Last bedarfsgerechter zwischen privaten und öffentlichen Clouds aufteilen. Ferner gibt es nun auch das Geschäftsmodell der bei einem Anbieter gehosteten privaten Clouds, in denen ein Teil der Infrastruktur exklusiv einem Benutzer zugeteilt wird.

Fotostrecke: 6 Bilder

Erstellung eines Images in OpenStack Ocata
Übersicht über die Cloud in OpenStack Ocata
Starten einer Instanz in OpenStack Ocata
Netzwerk-Topologie in OpenStack Ocata
Netzwerk-Übersicht in OpenStack Ocata
Die Unterstützung für Container-Frameworks wurde in OpenStack Ocata erweitert, besonders in den Komponenten Kolla (OpenStack-Dienste in Containern), Kuryr (Verbindung von Container-Vernetzung und Speicherung mit OpenStack) und Zun (Container-Verwaltung). Daneben wurde in Magnum »Mesosphere DC/OS« als Cluster-Typ hinzugefügt, die Kubernetes-Unterstützung wurde auf die neue Suse-Distribution erweitert, Kolla erhielt Unterstützung für Kubernetes als Steuerkomponente, Kuryr unterstützt nun auch Docker Swarm und das neue Kuryr-Unterprojekt Fuxi verbindet Cinder- und Manila-Speichervolumes mit Container-Umgebungen.

Weitere Neuerungen sind das neue »Placement«-API in Nova Compute, das es ermöglicht, Ressourcen dort zu allokieren, wo eine Anwendung sie benötigt, mehr Skalierbarkeit in Nova, Anzeige von Leistungsmessungen im Horizon-Dashboard, automatische Einrichtung von Projekten in Keystone-Systemen, Swift als optionaler Objektspeicher für den Nachrichtendienst Zaqar, verbesserte Leistung in Telemetry, Active/Active Hochverfügbarkeitskonfigurationen in Cinder und einiges mehr. Sehr ausführliche Anmerkungen zur Veröffentlichung sind für jedes einzelne Projekt verfügbar.

OpenStack wurde größtenteils in Python implementiert und und steht unter der Apache-Lizenz 2.0. Die einzelnen Komponenten können von der Projektseite heruntergeladen werden.

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