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Mo, 6. März 2017, 11:33

Software::Distributionen::Debian

Siduction 2017.1.0 mit neuem Installer erschienen

Die auf Debian Unstable basierende Distribution siduction hat eine erste Veröffentlichung für 2017 freigegeben.

MATE Desktop

siduction

MATE Desktop

Die neue Version siduction 2017.1.0 umfasst dank der derzeit eingefrorenen Debian-Basis den vollen Umfang der von der Distribution gepflegten Desktop-Umgebungen. Auf den Download-Servern liegen somit Abbilder für Plasma 5, Gnome, Cinnamon, LXQt, LXDE, Xfce und Mate. Zusätzlich gibt es noch ein Abbild lediglich mit X.org und dem Fenstermanager Fluxbox sowie ein Image ohne X. Die letzteren beiden wollen Anwender ansprechen, die sich ihr System gerne von Grund auf aufbauen.

Erstmals veröffentlicht siduction nur noch Abbilder der 64-Bit-Architektur. Wie die Entwickler in den Release Notes schreiben, sei der Aufwand der Erhaltung von 32-Bit-Abbildern insgesamt zu hoch und die freiwerdende Zeit besser an anderen Stellen eingesetzt. Wer siduction weiterhin mit 32 Bit betreiben möchte, kann dies mit einem Kernel von Liquorix oder Debian tun.

Fotostrecke: 3 Bilder

MATE Desktop
Calamares Installer
Plasma 5 Dashboard
Die auffälligste Änderung der neuen Veröffentlichung ist ein neuer Installer. Dieser basiert auf dem Installer-Framework Calamares, das Distributionen einen Installer mit Modulen als Baukasten bietet. Mit einem Grundstock an Python-Kenntnissen lässt sich so ein individueller Installer zusammenstellen, der mittlerweile von über 20 Distributionen genutzt wird. Ansonsten sind die Versionen der ausgelieferten Desktop-Umgebungen wegen der eingefrorenen Debian-Basis zum Teil nicht ganz aktuell. So ist Plasma noch in Version 5.8.4-1 anstatt des aktuellen 5.9.x vertreten. Der hauseigene Kernel steht bei 4.10, Systemd wird in Version 232-19 ausgeliefert.

Siduction will Anwender ansprechen, die zwar gerne die Aktualität von Debian Unstable aka Sid möchten, dabei aber ein wenig mehr Unterstützung erwarten, als bei Debian für das dort nicht offiziell veröffentlichte Unstable geboten wird. Das Entwicklerteam warnt die Anwender vor kaputten Paketen, die bei Sid ab und zu vorkommen. Bei wichtigen Paketen werden die Fehler, wenn möglich, schnell behoben und das Paket intern gepflegt, bis Debian ein funktionierendes Paket anbietet. Im Gegensatz zu Debian bietet siduction auch unfreie Software an, die zur Inbetriebnahme von diversen WLAN-Chips und Grafikkarten gebraucht wird. Diese wird bei der Installation mit übertragen, es sei denn, der Anwender möchte eine DFSG-konforme Installation und widerspricht dem.

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Kommentare (Insgesamt: 25 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re[10]: Pitchfrork (cryptosteve, Mi, 8. März 2017)
Re[10]: Pitchfrork (blablabla233, Mi, 8. März 2017)
Re[9]: Pitchfrork (holgerw, Mi, 8. März 2017)
Re[9]: Pitchfrork (holgerw, Mi, 8. März 2017)
Re: Ist das das ehemalige Sidux? (reddark, Di, 7. März 2017)
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