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Mi, 5. April 2017, 10:46

Software::Netzwerk

Linux Foundation stellt FRRouting vor

Die Linux Foundation hat mit »FRRouting« einen Fork des GPL-lizenzierten Routing-Servers »Quagga« unter ihren Schirm aufgenommen. Als Grund für die Abspaltung werden ein offeneres Entwicklungsmodell und eine stärkere Einbeziehung der Gemeinschaft genannt.

frrouting.org

»Quagga« ist ein Fork der Routing-Suite GNU Zebra und stellt eine offene Routingsoftware dar, die ein dynamisches Routing von Paketen erlaubt. Die Software ist in allen gängigen Linux-Distributionen enthalten, läuft aber auch auf anderen Unix-Derivaten. Die im Wesentlichen aus einem Daemon und diversen Routingprozessen bestehende Lösung übernimmt dabei nicht das eigentliche Routing, das weiterhin durch das System erledigt wird, sondern ändert die Routingtabelle entsprechend des eingesetzten Protokolls und der besten Strategie. Dabei unterstützt Quagga zahlreiche IP-Protokolle, darunter OSPF (»Open Shortest Path First«), RIP (»Routing Information Protocol«), IS-IS (»Intermediate System To Intermediate System«) und BGP (»Border Gateway Protocol«). Nun allerdings wird auch Quagga selbst gespalten.

Wie die Linux Foundation bekannt gab, kann die Organisation ein neues Projekt unter ihrem Dach begrüßen. FRRouting, so der Name des Projektes, existiert schon eine Weile und stellt eine Abwandlung von Quagga dar. Die Software wird durch diverse Unternehmen und Organisationen vorangetrieben und auch durch ehemalige Quagga-Entwickler unterstützt. Mit der Aufnahme wird FRRouting nun ein Zusammenarbeitsprojekt der Linux Foundation.

Über die Gründe für die Abspaltung und die Unterstützung von FRRouting hüllt sich die Linux Foundation in Schweigen. Wie allerdings einer früheren Präsentation von Martin Winter von OpenSourceRouting entnommen werden kann, soll FRRouting mehr auf die Bedürfnisse der Gemeinschaft ausgerichtet sein und einem offeneren und schnelleren Entwicklungsmodell unterliegen. Dazu sollen unter anderem Patch-Einreichungen von Drittentwicklern integriert und der Code automatisch geprüft werden. Zudem soll die Entwicklung auf GitHub ausgelagert und durch gewählte Vertreter aus der Gemeinschaft gesteuert werden.

FRRouting kann ab sofort in der initialen Version 2.0 vom Server des Projektes heruntergeladen werden. Interessierte Entwickler finden weitere Informationen entweder auf der Seite des Projekts oder im GitHub-Repositorium von FRRouting.

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