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Mi, 5. April 2017, 13:16

Software::Distributionen::Univention

Univention Corporate Server 4.2 freigegeben

Der Linux-Distributor Univention hat den Univention Corporate Server in Version 4.2 veröffentlicht. Das System erhielt ein neues Portal, Docker-basierte Apps und ein komplettes Update aller Pakete.

Die neue Ausgabe 4.2 des Univention Corporate Server erneuert den Kernel auf den Stand von Linux 4.9, ein deutlicher Sprung gegenüber der zuvor eingesetzten Version 4.1. Linux 4.9 ist ein Kernel mit mindestens zweijähriger Unterstützung, der neben vielen Neuerungen auch zusätzlich Unterstützung für neuere Hardware mitbringt. Aktualisiert wurde auch Samba von Version 4.3 auf Version 4.6, die in in sämtlichen Bereichen Verbesserungen bringen soll.

Die größte sichtbare Änderung gegenüber UCS 4.1, das nun über 16 Monate zurückliegt, ist allerdings das erweiterte Portal, dessen Bedienkonzept nach Angaben von Univention deutlich weiterentwickelt und vereinfacht wurde. So soll es nun einen schnellen Zugriff auf alle Anwendungen der Umgebung sowie die Verwaltung der unterschiedlichen UCS-Instanzen ermöglichen. Für die Benutzer soll es einfacher werden, auf freigeschaltete Anwendungen zuzugreifen. Das Portal soll individuell konfigurierbar sein und kann somit auf die Bedürfnisse jeder Organisation und sogar jedes einzelnen Nutzers zugeschnitten werden. Für die Anzeige von Suchergebnissen kann man künftig zwischen einer Galerie- und einer Listenansicht umschalten. Eine Reihe von durchgeführten Benutzertest regte die Entwickler zu weiteren Verbesserungen der Bedienbarkeit an.

Fotostrecke: 4 Bilder

Univention-Portal in Univention Corporate Server 4.2
App-Center in Univention Corporate Server 4.2
UCS 4.2: Galerieansicht von Suchergebnissen im Portal
UCS 4.2: Ansicht eines Benutzerkontos im Portal
Im App-Center werden die dort verfügbaren Apps hin zu Container-Apps auf Basis der Container-Technologie Docker migriert. Dabei unterstützt UCS 4.2 beide Konzepte, die mit Docker möglich sind: Container als virtuelle Maschinen, die bereits den Großteil der Systembasis von UCS enthalten und so weitgehend autark genutzt werden können, und Container, die sehr klein sind und nur einen bestimmten Prozess oder Service beinhalten.

UCS 4.2 wechselt zudem die Betriebssystembasis von Debian 7 »Wheezy« zu Debian 8 »Jessie«. Infolge dieser massiven Aktualisierung wurden rund 15.000 Quellcode-Pakete aktualisiert und das Standard-Init-System ist nun Systemd. Künftig baut Univention aber nicht mehr die gesamte Debian-Distribution in seinem eigenen Buildsystem neu, sondern nur noch eine Teilmenge. Das soll es ermöglichen, zukünftige Sicherheits-Updates schneller zu veröffentlichen, auch für Pakete aus dem »unmaintained«-Repositorium von UCS. Darüber hinaus erhöht Univention nach eigenen Angaben die Binärkompatibilität.

UCS 4.2 kann kostenlos als VM- oder ISO-Image bei Univention heruntergeladen werden. Der Univention Corporate Server ist freie Software unter der AGPLv3 und steht seit April 2015 allen Anwendern wahlweise mit oder ohne Supportvertrag zur Verfügung.

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