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Mi, 12. April 2017, 09:37

Software::Distributionen::Fedora

Ubuntu Snaps offiziell in Fedora

Fedora bietet ab Version 24 jetzt offizielle Unterstützung für Ubuntus Paketformat Snap.

fedoraproject.org

Vor wenigen Tagen erklärte Mark Shuttleworth auf Google Plus, es werde unter anderem Snap-Unterstützung für GNOME und KDE geben. Weitere Ziele seien MATE und Elementary OS. Dass GNOME unter den Zielen sein werde, war zu erwarten, nachdem Canonical vergangene Woche unter anderem die Unterstützung für Unity fallen ließ und GNOME zum neuen Desktop ab Ubuntu 18.04 erkoren hat.

So verwundert es nicht, dass Fedora, das GNOME als Standard einsetzt, jetzt offizielle Unterstützung von Canonical erhielt. Somit können Fedora-Anwender jetzt das hauseigene Flatpak offiziell dem Snap-Prinzip von Canonical gegenüberstellen. Die Unterscheide liegen hauptsächlich in der Ausrichtung der beiden Paketformate. Zielt Flatpak eher nur auf den Desktop ab, so soll, wenn es nach Canonical geht, Snap als Grundlage von Snappy Core das Internet der Dinge erobern.

Um Unterstützung für Snaps in Fedora zu erhalten, muss das Paket snapd installiert werden. Gerade erschien Snapd 2.24, das die Unterstützung für Fedora ab Version 24 mitbringt. Snaps zur Installation werden auf Uappexplorer angeboten, die letzten Entwicklungen bei Snap vermittelt die Seite Desktop-Snaps.

Die Sache hat allerdings unter Fedora einen Haken, der in den unterschiedlichen Sicherheitsvorkehrungen der beiden Konzepte zu finden ist. Während Fedora auf SELinux setzt, verwendet Canonical das Kernel-Modul AppArmor mit eigenen Anpassungen. Das bedeutet, dass, solange es kein SELinux-Backend für Snap gibt, Snaps unter Fedora nicht in einer Sandbox abgesichert sind. Der Kommentar in der Ankündigung, dass man Patches dafür gerne annimmt, klingt nicht so, als wolle Canonical dieses Problem lösen.

Snaps und Flatpaks können eine Ergänzung zu den althergebrachten Paketformaten darstellen. Besonders die Art der Aktualisierung, zeitnah und direkt vom jeweiligen Upstream, ist für bestimmte Szenarien, wie etwa im Internet der Dinge, interessant.

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