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Thema: Ubuntu 18.04: Petition für Plasma als Standard-Desktop

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Von kubuntuuser am Di, 25. April 2017 um 03:34 #

Ich nutze mein Notebook vom Typ Lenovo T530 nun schon seit Jahren mit Kubuntu. Aktuell noch Version 16.10. Mit nutzen meine ich, es ist praktisch ständig im Einsatz. Auf Geschäftsreisen bei Kunden oder im Hotel wie im Home-Office oder im Auto auf dem Schoss am Rastplatz. Bei Kunden-Schulungen wie Präsentationen im geschäftlichen Umfeld. Ein instabiles System wäre da tödlich!

Zu den kolportierten Absturzproblemen: Ich bin wirklich sehr froh, dass ich so ein unheimlicher Glückspilz bin. Außer dem Akonadi-EWS-Connector (Exchange-Anbindung), der sich aber in einem sehr frühen Stadium der Entwicklung befindet, stürzt bei mir nichts ab. Ok, ich bin vielleicht nicht der typische User. Weil ich auf das Notebook tatsächlich beruflich angewiesen bin und es ständig im Einsatz ist. Ich starte es übrigens selten neu. Meistens geht es "schlafen" und wacht auch wieder problemlos auf. Neustarts nur dann, wenn ich den Grafikchip der Hybridgrafik umschalten muss, weil mir sonst der Akku zu schnell flöten geht.

Die immer wieder berichteten Absturzprobleme stammen mutmaßlich wohl häufig von schlechten Grafik-Treiben, wie Martin Grässlin vom KDE-Team schon öfters hier und an anderer Stelle berichtet hat. Da habe ich wohl das ungeheure Glück, dass meine privaten als auch Firmen-Notebooks immer Thinkpads waren: T500, T510 und aktuell ein T530. Die Geräte gelten zurecht als "linuxfreundlich". Plasma nutzt wohl die Grafikmöglichkeiten recht intensiv. Wer Probleme damit hat sollte daher damit beginnen alle Grafik-"Spielereien" abzuschalten und dann nach und nach wieder zuzuschalten um zu ergründen, was genau Probleme macht. Bei mir läuft jedenfalls der Desktop mit einer Vielzahl von Effekten reibungslos und sehr flott dazu!

Nein, das bedeutet nicht, dass überall nur eitel Sonnenschein herrscht. So macht die Anbindung an unseren Exchange-Server immer noch Probleme. Kmail hat oft Probleme über den Akonadi-EWS-Connector Verbindung zu bekommen. Das liegt aber mutmaßlich am Akonadi-EWS-Connector und weniger an Kmail. Die Alternative Davmail (falls jetzt gleich Einwände kommen) ist kein vollwertiger Ersatz! Erstens sehr langsam, zweitens verschickt Davmail immer mal wieder Emails doppelt oder dreifach. Da wäre ich echt dankbar, wenn es mal eine wirklich stabile Anbindung an Exchange-Server für den KDE-Desktop gäbe (Kontact)

Plasma hat leider auch noch Probleme im Multimonitorbetrieb. Zuhause auf der Docking-Station mit dem proprietären Nvidia-Treiber zerhaut es mir beim Wechseln zwischen Dockingstation mit 27 Zoll Eizo-Monitor und freiem Betrieb immer wieder die Auflösung bzw. die Schriftgrößen. Ohne Neustart ist dann die Schrift plötzlich auf dem Notebook-Display viel zu klein.

Fazit: Nach mir muss sich Canonical zwar nicht richten: Von mir aus muss KDE nicht der Standard-Ubuntu-Desktop werden solange es Kubuntu gibt und ich die Wahlmöglichkeit habe.

Und natürlich waren die anfänglichen Versionen der 4er und 5er Plasma-/KDE-Generation keinesfalls praxistauglich! Nach meiner ganz persönlichen Erfahrung ist Kubuntu inzwischen jedoch absolut businesstauglich! Ob Powerpoints, Excel-Tabellen oder Word-Dokumente. Man kann in der Regel ohne viel Nacharbeit mittels LibreOffice ganz gut damit leben und tatsächlich produktiv arbeiten! Digikam, Scribus, Gimp, Kicad, Qucs und viele andere Anwendungen laufen einfach super! Auch der Network-Manager und VPN. Alles was man halt im Business-Alltag so braucht. Dank Wine funktionieren auch unsere firmeneigenen Programmier-Tools für unsere älteren Produkte via RS-232. Unsere neueren Geräte bieten eine Web-Oberfläche aber eben nicht die zahlreichen altgedienten Geräte im Markt.

Ich für MICH, und nur darum geht es mir, kann damit produktiver arbeiten als z.B. unter Windows 7 Professionell, welches wir im Unternehmen angeboten bekommen. Das dafür zur Verfügung gestellte Notebook liegt nutzlos zuhause herum.

Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert. Zuletzt am 25. Apr 2017 um 03:40.
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    Von urias am Sa, 29. April 2017 um 08:05 #

    Das trifft meinen Erfahrungshorizont bei einem T520 recht gut.
    Kubuntu (als ganzes) lief gut (d.h. Plasma auch), jedoch waren einige Pakete (KDE-Connect) recht alt. Seit einigen Monaten setze ich KDE Neon ein, noch nicht als Produktivsystem, erst einmal nur zum Antesten.

    Das läuft auf meinem T520 (bisher) ebenfalls echt gut, bisher gab es kein einziges irgendwie geartetes Problem.
    Den KDE-Crashhandler habe ich in der gesamten Zeit nirgendwo jemals zu Gesicht bekommen.

    Zu LibreOffice, auch wenn es nicht passt: ich habe inzwischen das erste unter Word 2016 erstellte Dokument (eine mehrseitige Tabellen in einem Fließtext mit sich wiederholender Überschrift), das LibreOffice besser darstellt als Word selbst. Word verschluckt, trotz entsprechenden Einstellungen, die sich wiederholende Überschrift, seit die Tabelle etwas komplexer geworden ist (vereinigte Zellen).

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