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Mi, 17. Mai 2017, 13:49

Software::Distributionen::BSD::FreeBSD

FreeBSD: Statusbericht von Januar bis März

Das FreeBSD-Projekt hat den Statusbericht für das erste Quartal 2017 vorgelegt. Der Bericht gibt einen guten Überblick über die vielfältigen Aktivitäten im Projekt und die geplanten kommenden Versionen.

Anton K. Gural/freebsd.org

Eine neue Version von FreeBSD gab es im ersten Quartal 2017 nicht. Die Veröffentlichung von FreeBSD 10.4 wird, mehr als ein Jahr nach Version 10.3, aber vorbereitet.

Wohl zum ersten Mal in der fast 25-jährigen Geschichte von FreeBSD wurde ein Mitglied des Projekts ausgeschlossen. Der Mitarbeiter wurde wegen unakzeptablem Verhalten aus dem Ports-Team ausgeschlossen und die Entscheidung wurde vom Core-Team bestätigt. Das Core-Team war ansonsten damit beschäftigt, einen Vorschlag auszuarbeiten, wie FreeBSD-Mitarbeiter, die keine oder noch keine Änderungsrechte besitzen, aber viel geleistet haben, mehr Anerkennung erhalten können. Der Vorschlag soll demnächst publiziert werden. Ferner nahm das Team die frühere Praxis wieder auf, Entwickler, die lange nicht mehr aktiv waren, zu kontaktieren. In dem Fall, dass Entwickler sei8 18 Monaten inaktiv waren und keine Pläne haben, wieder aktiv zu werden, wurde um die Rückgabe der Änderungsrechte gebeten. So ist FreeBSD jetzt auf dem Papier um 20 »Committer« ärmer.

Die FreeBSD Foundation unterstützte die Entwicklung etlicher Projekte finanziell. Weiter wurden Arbeiten an den FreeBSD-Veröffentlichungen, die Infrastruktur, Marketing und Konferenzen unterstützt. Ein Zeitplan für FreeBSD 11.1 wurde erstellt, der die Freigabe für den 26. Juli anpeilt.

Die Ports-Sammlung enthält nun rund 29.500 Pakete, die Zahl der offenen Fehlermeldungen stieg leicht an auf 2400. 167 Personen beteiligten sich an der Pflege der Ports und brachten über 6.600 Änderungen und Korrekturen ein. Die Zahl der Pakete ist somit gestiegen, während die Zahl der Entwickler und die Aktivitäten leicht fielen. Einige Aktualisierungen in diesem Quartal waren pkg 1.10.1, linux c6_64, Firefox 52, Chromium 57, GCC 4.9.4, Gnome 3.18.0, Xorg 1.18.4, Qt 4.8.7 und 5.7.1, PHP 7.1, die Alphaversion MySQL 8.0 und Rust 1.16.

Das Projekt der Portierung von Ceph machte Fortschritte und ist nun in den Ports, allerdings noch ohne den FUSE-Treiber, dar aber bereits funktionieren soll. Das CloudABI-Framework, die Entwicklung von strikt in Sandboxen eingesperrten Anwendungen erleichtern soll, ist jetzt so weit, dass der Standard-Bitcoin-Client darin laufen kann. Die Unterstützung für eMMC-Flash und schnellere SD-Karten ist nun im FreeBSD-Entwicklungszweig angekommen, hat aber noch eine Reihe von weiteren Modi zu unterstützen, bevor sie abgeschlossen ist.

Der Linuxulator, mit dem Linux-Programme direkt unter FreeBSD ausgeführt werden können, wurde um die Systemaufrufe preadv und pwritev erweitert. Ein neues Projekt widmet sich der Aufgabe, die MMC/SD-Treiber mit dem CAM-Framework neu zu implementieren. Das Parallel NFS (pNFS)-Server-Projekt musste seinen ersten Ansatz, mit GlusterFS zu arbeiten, aus Geschwindigkeitsgründen verwerfen und setzt jetzt auf eine reine FreeBSD-Lösung mit einem NFSv4.1-Client, der das pNFS-Datei-Layout versteht. Bei den Architekturen wird die PowerPC Book-E-Architektur auch in 64 Bit unterstützt. Die Portierung auf s390x wurde erneut aufgenommen.

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