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Do, 18. Mai 2017, 08:01

Hardware::Systeme

ZX Spectrum Next: Kickstarter-Kampagne erfolgreich

Unter dem Namen »ZX Spectrum Next« will ein mehrköpfiges Team eine Reimplementierung des legendären Heimcomputers wagen. Über drei Wochen nach dem Start ist die angepeilte Summe von 250.000 britische Pfund nun weit übertroffen.

ZX Spectrum Next - Prototyp

kickstarter.com

ZX Spectrum Next - Prototyp

Der Sinclair ZX Spectrum war ein preisgünstiges Heimsystem, das im Jahre 1982 von dem in Großbritannien ansässigen Unternehmen Sinclair Research vorgestellt wurde. Der Computer war ein Nachfolger des Sinclair ZX81 und basierte auf einem Zilog Z80 Prozessor. Die Speicherausstattung lag bei 16 bzw. 48 KB Arbeitsspeicher. Um die Bildausgabe kümmerte sich ein spezieller Chip unter dem Namen »ULA«, der sämtliche Aufgaben der Bilddarstellung übernahm. Als Datenspeicher diente ein handelsüblicher Kassettenrekorder. Die Hardware konnte über einen externen Steckplatz erweitert werden. An Software waren unter anderem Spiele, aber auch diverse Office-Anwendungen, wie Textverarbeitung sowie diverse Programmiersprachen erhältlich.

In Deutschland war das System einer der erfolgreichsten Heimrechner seiner Zeit. Seine größten Erfolge erlangte der ZX Spectrum allerdings in Großbritannien. Dort kam er früher als der legendäre Commodore 64 auf den Markt und konnte vor allem durch seinen Preis überzeugen. Kaum verwunderlich deshalb, dass gerade dort ein Team an einer Wiedergeburt der Legende arbeitet.

ZX Spectrum Next - Designstudie

kickstarter.com

ZX Spectrum Next - Designstudie

Wie einer Kampagne auf Kickstarter entnommen werden kann, planen die Initiatoren von »ZX Spectrum Next«, wie das System heißen soll, bereits im kommenden Jahr eine verbesserte Version des »ZX Spectrum« herauszugeben. Das neue System wird durch den Ur-Designer, Rick Dickinson, kreiert und ebenfalls auf einen Z80 Prozessor mit 3,5 und 7Mhz basieren. Der interne Speicher wird allerdings weit größer ausfallen und mindestens 512 KB betragen. Als Grafikausgabe kann RGB-, VGA- oder HDMI-Hardware dienen. Die Farbtiefe wird bei 256 Farben liegen.

Weiterhin soll das System über eine Audio-, SD-Card-, Joystick- und PS/2-Schnittstellen verfügen. Zudem sollen sich an »ZX Spectrum Next« auch externe Erweiterungen des Ur-Systems anschließen lassen. Optional kann der neue Rechner auch mit einem Wifi-Modul und einem Raspberry Pi Zero-basierenden Beschleunigungsboard erweitert werden.

Über drei Wochen nach dem Start ist die angepeilte Summe von 250.000 britischen Pfund weit übertroffen und einer Realisierung steht nichts mehr im Wege. Geht alles nach Plan, wird die Hauptplatine des ZX Spectrum Next im August 2017 und das komplette System Anfang des kommenden Jahres fertig sein. Die Reimplementierung soll in der Lage sein, alle damaligen Spiele zu starten. Zusätzliche Modi und Erweiterungen in der Software sollen allerdings die erweiterte Hardware unterstützen und ZX Spectrum Next zu einem würdigen Nachfolger machen.

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