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So, 4. Juni 2017, 09:00

Software::Spiele

Steam: Linux-Nutzung weiter gering

Die Betreiber der Vertriebsplattform Steam haben eine neue Statistikauswertung der genutzten Betriebssysteme veröffentlicht. Demnach nutzten im Mai 0,8 Prozent der Anwender das freie Betriebssystem.

Steam unter Linux

Mirko Lindner

Steam unter Linux

Gut 0,8 Prozent (0,81) der Steam-Awender setzen auf Linux. Das ergibt eine Auswertung der detaillierten Betriebssystemangaben, die die kommerzielle Vertriebsplattform Steam veröffentlichte. Das freie Betriebssystem erreicht damit auch über vier Jahre nach der Freigabe von Steam für Linux keine nennenswerten Marktanteile und unterschreitet weiterhin die Ein-Prozent Marke erheblich. Vor Linux liegt in der Auswertung mit knapp drei Prozentpunkten Mac OS X. Platz eins geht wie erwartet an Windows. Das beliebteste Betriebssystem ist dabei mit knapp 49 Prozentpunkten die 64 Bit-Variante von Windows 10. Das mittlerweile in die Jahre gekommene Windows 7 kommt auf 32 Prozent, gefolgt von Windows 8.1 mit 7.1 Prozent.

Valve hatte vor über vier Jahren Steam unter Linux veröffentlicht und verkündet, künftig das freie Betriebssystem mehr unterstützen zu wollen. Einer der Gründe war die Abkehr von Windows und der Start einer eigenen, auf Linux aufsetzenden Plattform unter dem Namen »Steam Machine«. Doch auch wenn sich die Zahl der Spiele für das freie Betriebssystem seit der Freigabe vervielfachte, konnte Linux immer noch keine nennenswerten Marktanteile auf der Plattform erziehen. Die Präsenz des Systems bliebt – von geringen Abweichungen abgesehen – stets bei knapp einem Prozent.

Fakt ist allerdings auch, dass die Zahlen von Steam nicht unumstritten sind. So liegt beispielsweise Linux bei Humble-Verkäufen bei Weitem besser, als es auf Steam den Anschein hat. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass die von Steam erhobenen Daten manuell eingetragen werden. Im Gegensatz zu einer Nutzerstatistik handelt es sich bei der Anzeige um eine Auswertung einer freiwilligen Umfrage, die zufällig manchen Anwendern eingeblendet wird. Gerade aber bei kleinen Marktanteilen kann die freiwillige Anzeige variieren und die Resultate in beide Richtungen teils drastisch verfälschen. Valve könnte dem entgegentreten, indem das Unternehmen die realen Nutzerzahlen bekannt gibt, was allerdings noch nicht geschehen ist.

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