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Do, 8. Juni 2017, 10:31

Software::Distributionen::Ubuntu

Kernel-Livepatch für Ubuntu 14.04 LTS eingeführt

Nachdem Canonical bereits seit geraumer Zeit den hauseigenen Kernel-Livepatch-Dienst für Ubuntu 16.04 LTS anbot, hat das Unternehmen die Unterstützung nun auch auf Ubuntu 14.04 LTS erweitert. Damit sind auch unter einem weiteren Ubuntu-System kritische Kernel-Updates ohne Neustart möglich.

Canonical

Live-Patching ist eine Technologie, um den Linux-Kernel zur Laufzeit zu patchen, ohne das System neu starten zu müssen. Dies soll beispielsweise mit einem Großteil der anfallenden Sicherheitspatches funktionieren, aber auch teilweise mit neuen Funktionen. Die Technologie kommt allen Anwendern zugute, die dringende Probleme schnell beheben wollen, aber nicht einfach die Dienste durch einen Neustart unterbrechen können. Besonders gefragt ist sie deshalb bei Unternehmen und Dienstleistern. Dort bestehen häufig extrem kurze Wartungsfenster für manche Server. Mitunter stehen nur wenige Minuten im Jahr für Wartungsarbeiten zur Verfügung, was oftmals nicht einmal für einen Neustart reicht.

Distributoren bieten deshalb bereits seit geraumer Zeit diverse Patch-Dienste an. Unter Ubuntu offerierte Canonical beispielsweise den »Livepatch Service« für die letzte stabile LTS-Version, Ubuntu 16.04. Nun hat das Unternehmen das Angebot auch auf die drei Jahre alte Ubuntu 14.04 LTS-Distribution erweitert.

Wie schon in der Vorgängerversion steht auch der »Livepatch Service« für Ubuntu 14.04 LTS sowohl Unternehmen als auch Privatanwendern bereit. Während reguläre Abonnenten von Canonical den Dienst vollumfänglich nutzen können, ist der Einsatz für Privatanwender reglementiert. So ist die kostenlose Nutzung auf drei Rechner pro Anwender beschränkt. Dabei kann es sich allerdings um PCs, Server oder auch Cloud-Instanzen handeln. Canonical will hier keine Vorgaben machen.

Eine zwingende Voraussetzung für den Einsatz des »Canonical Kernel Livepatch Service« ist ein x86_64-System. Weiterhin werden Snapd und ein Netzwerkzugang vorausgesetzt. Für die Inbetriebnahme des Dienstes wird ein personalisiertes Token benötigt, der auf dem betroffenen Server abgelegt und für die Aktivierung des Dienstes benötigt wird. Eine Anleitung auf der Seite von Ubuntu beschreibt die genaue Vorgehensweise.

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Kommentare (Insgesamt: 6 || Alle anzeigen || Kommentieren )
Re: verstehe die Aufregung nicht (blablabla233, Sa, 10. Juni 2017)
Canonical und seine Projekte ... (Gabi, Do, 8. Juni 2017)
verstehe die Aufregung nicht (Mike11, Do, 8. Juni 2017)
Re: Linux Lizenzkosten (holgerw, Do, 8. Juni 2017)
Re: Linux Lizenzkosten (Richtig lesen, bitte, Do, 8. Juni 2017)
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