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Di, 13. Juni 2017, 13:49

Software::Distributionen::Solus

Solus-Projekt verstärkt sich gleich doppelt

Das Projekt um die freie Linux-Distribution Solus nimmt einen der aktivsten Entwickler in ihr Kernteam auf. Außerdem wird der Projektgründer Ikey Doherty künftig in Vollzeit an Solus arbeiten.

Solus 1.2

solus-project.com

Solus 1.2

Solus ist eine Linux-Distribution, die von Grund auf neu konzipiert wurde und sich auf Desktop-Anwendungen konzentriert. Als Desktop-Umgebung setzt Solus die Eigenentwicklung »Budgie« ein, die mit der Infrastruktur und den Anwendungen aus Gnome 3 ergänzt wird. Die Desktop-Umgebungen Gnome und Mate werden als offizielle Alternativen unterstützt, KDE Plasma 5 seit neuestem inoffiziell, um wichtige KDE-Anwendungen bereitstellen zu können.

Seit knapp einem Jahr ist Solus eine Rolling Release-Distribution, die häufige Aktualisierungen erhält. Dabei soll aber nicht wahllos aktualisiert werden, sondern es wird ein möglichst stabiler Kern mit aktuellen Anwendungen angestrebt. Die im Oktober erschienene Version 1.2.1 von Solus dürfte daher wohl die letzte Ausgabe sein, die eine Versionsnummer trägt. Die Paketverwaltung »ypkg« von Solus ist eine Weiterentwicklung von Pisi, das von der inzwischen eingestellten türkischen Distribution Pardus stammt.

Bisher war Solus ein reines Freizeitprojekt für das Team um den Projektgründer Ikey Doherty. Vor einiger Zeit setzte sich das Projekt aber das Ziel, einen hauptberuflichen Entwickler einzustellen, um den Fortschritt der Entwicklung deutlich zu beschleunigen. Dies sollte durch eine Spendenkampagne auf Patreon erreicht werden, bei der sich die Spender zu monatlichen Zahlungen bereiterklären. Beim Erreichen der 2500-Dollar-Marke sollte nach einem festen Mitarbeiter gesucht werden.

Fotostrecke: 8 Bilder

Solus 1.2 mit Applets
»Software Center« in Solus 1.2
Tastaturauswahl in Solus 1.2
Solus 1.2 - Vereinfachte Installation
Budgie Remix 16.10
Aktuell sind es erst etwa 1400 US-Dollar, die monatlich erzielt werden, doch für Ikey Doherty war dies der Anlass, seinen Job bei Intel, wo er an Clear Linux mitarbeitete, zu kündigen und sich künftig vollständig Solus zu widmen. Doherty zog es vor, selbst an Solus zu arbeiten, statt einen Entwickler einzustellen. Er erhofft sich davon eine starke Zunahme der Entwicklungsaktivitäten und darauf folgend eine Vergrößerung der Solus-Gemeinschaft. Unterstützt wird er von einem Kernteam, das aus Joshua Strobl (Gnome-Shell, Außendarstellung von Solus), Peter O’Connor (KDE/Plasma), Justin Zobel (Mate) und Bryan T Meyers (wissenschaftliche Software, künstliche Intelligenz) besteht. Zum Kernteam kommt jetzt noch Stefan Ric hinzu, der bereits bedeutende Beiträge zum Budgie-Desktop geleistet hat. Unter anderem gehen die Applets Places, Haste und Screenshot auf sein Konto.

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