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Mo, 19. Juni 2017, 09:03

Software::Kernel

Linux 4.14 soll nächster LTS-Kernel werden

Greg Kroah-Hartman verkündete kürzlich seine Pläne, Kernel 4.14 zum nächsten LTS-Kernel zu machen.

Greg Kroah-Hartman

Wikipedia

Greg Kroah-Hartman

Während Linus Torvalds kürzlich Kernel 4.12-rc5 veröffentlicht hat, plant Greg Kroah-Hartman voraus und hat Kernel 4.14 als nächsten Kernel mit mindestens zwei Jahren Langzeitunterstützung auserkoren. Auf Google+ fragte Kroah-Hartman jetzt nach, ob es dagegen Einwände gebe. Wenn er an dem Plan festhält und die Entwicklung von 4.12 und 4.13 zeitlich planmäßig abläuft und diese mit jeweils sieben Veröffentlichungskandidaten auskommen, könnte Kernel 4.14 LTS Anfang November 2017 erscheinen.

Der derzeitige LTS-Kernel ist 4.9, den Debian am Wochenende zur Grundlage der Veröffentlichung von Debian 9 »Stretch« gemacht hat. Das Debian-Release-Team hatte sich mit der Wahl des Kernels für Debian 9 leicht verspekuliert. Die Entwickler hatten mit Kernel 4.10 als nächstem LTS-Kernel gerechnet und den Beginn des Freeze als letzte Entwicklungsphase für Debian 9 aus diesem Grund um zwei Monate hinausgeschoben.

Zu der falschen Spekulation trug bei, dass Kroah-Hartman Kernel 4.9 als LTS-Kernel bereits im September 2016 ankündigte, diesen Status aber erst mehr als einen Monat nach Erscheinen von 4.9 im Januar 2017 bestätigte. Der Grund hierfür sind schlechte Erfahrungen mit der frühen Bestätigung der Langzeitpflege eines Kernels. Es soll damit verhindert werden, dass Entwickler Patches mit heißer Nadel stricken, um ihre Arbeit in einen LTS-Kernel zu bekommen.

Außer Kernel 4.9, der noch mindestens bis Dezember 2018 gepflegt wird, sind derzeit noch die Kernel 4.4, 4.1, 3.16, 3.10, 3.4, und 3.2 in der Langzeitpflege. Nicht immer endet die Pflege aber nach zwei Jahren. Ein Beispiel hierfür ist Kernel 3.18, dem Hartman im April 2017 noch eine Verlängerung erteilte. Eigentlich sollte die Reihe im Februar eingestellt werden. In seiner Begründung schrieb Kroah-Hartman, »unglücklicherweise« laufe 3.18 noch auf Millionen von Geräten.

Nicht nur Kroah-Hartman, sondern auch andere Entwickler und Unternehmen unterstützen die Langzeitpflege des Kernels. Diese gibt es bereits seit Kernel 2.6.16, der im März 2006 veröffentlicht wurde. Adrian Bunk hatte damals sowohl 2.6.16 als auch 2.6.27 lange unterstützt. Kernel 2.6.32, der im Dezember 2009 veröffentlicht wurde, erfuhr von Willy Tarreau Unterstützung bis zum Januar 2016 und endete mit Version 2.6.32.70. Ab 2011 werden LTS-Kernel auch von der Linux Foundation in Form der Arbeitsgruppe LTSI unterstützt.

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