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Di, 20. Juni 2017, 09:33

Software::Distributionen::Debian

Debian Edu »Stretch« freigegeben

Die auf Debian basierte und vorwiegend an Schulen adressierte Distribution »Debian Edu« wurde in einer neuen Version freigegeben. Die neue Version »Stretch« basiert auf Debian 9 und beinhaltet diverse Neuerungen und Verbesserungen.

Software in the Public Interest (SPI)

Debian Edu, Codename »Stretch«, stellt einen kompletten Kommunikationsserver zur Verfügung. Dabei können an einem Debian Edu-Server sowohl normale Clients als auch Terminalserver betrieben werden, an dem wiederum Thin Clients einsetzbar sind. Besonderen Wert legt das Team auf einfache Installation und auf die Vollständigkeit der Netzwerkkonfiguration. Adressiert ist die Lösung, die ursprünglich in Norwegen unter dem Namen »Skolelinux« gestartet wurde - Skole bedeutet Schule - und sich später mit dem Edu-Projekt zusammenschloss, an schulische Einrichtungen und Bildungsstätten. So sollen auch ungeschulte Anwender in wenigen Schritten sowohl einen Kommunikationsserver als auch eine Arbeitsstation oder ein Notebook als Einzelplatzrechner installieren.

Die neue Version von Debian Edu basiert auf der aktuellsten Version 9 von Debian. Der genutzte Kernel trägt dementsprechend die Versionsnummer 4.9 und als Desktops kommen Gnome 3.22, KDE Plasma 5.8 mit den KDE-Anwendungen 16.08, Xfce 4.12, Mate 1.16 und LXDE in die Auswahl. Als Browser können Mozilla Firefox 45.9 und zur Textverarbeitung LibreOffice 5.2 genutzt werden. Mit von der Partie sind zudem GIMP 2.8.18, Mozilla Thunderbird 45.8 und Ruby 2.3. Icinga ersetzt zudem Nagios als Monitoring-Werkzeug und LTSP nutzt als Root-Dateisystem NBD anstatt NFS.

Debian Edu »Stretch« ist als Netinstall und DVD-Install im Downloadbereich des Projekts verfügbar. Weitere Informationen zur Veröffentlichung bietet die Beschreibung der neuen Version sowie die Statusseite der aktuellen Freigabe. Eine Wiki-Seite auf dem Server des Projektes hilft zudem bei der Installation und Konfiguration eines eigenen Projektes. Um einen kleinen Server zu betreiben, reicht ein Server mit 2 GB RAM. Als Thin-Clients reichen sogar Systeme mit nur 64 MB RAM. Bei Arbeitsstationen werden dagegen mindestens eine 800 MHz schnelle CPU und 512 MB RAM vorausgesetzt, wobei allerdings für normales Arbeiten 1 GB RAM empfohlen wird.

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