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Mi, 5. Juli 2017, 09:47

Software::Kernel

Zahlen und Fakten zu Kernel 4.12

Kernel-Entwickler Greg Kroah-Hartman hat Zahlen und Fakten zum gerade veröffentlichten Kernel 4.12 veröffentlicht.

Vor wenigen Tagen hatte Linus Torvalds Kernel 4.12 freigegeben, jetzt hat Greg Kroah-Hartman auf Google+ Zahlen dazu veröffentlicht. Die Entwicklungszeit für den aktuellen Kernel betrug demnach mit 63 Tagen eine Woche weniger als die letzten fünf Kernel davor, die alle 70 Tage brauchten. Was die Commits anbelangt, so liegt 4.12 an zweiter Stelle mit 14.570 Einreichungen.

Nur Kernel 4.9 hatte mit 16.214 Commits noch mehr zu bieten. Bei Kernel 4.9 wurde das Greybus-Subsystem hinzugefügt, was die Zahl der Commits stark steigen ließ. Bei 4.12 haben die neu hinzugekommenen Header-Dateien für AMD Vega10-ChipsDie großen Anteil an der Steigerung. Die Zahl der Dateien, die den Kernel ausmachen, stieg auf 59.806, was einer Steigerung von rund 3,2 Prozent gegenüber 4.11 entspricht. Während der Entwicklung zu 4.12 wurden täglich über 230 Änderungen vorgenommen, was fast 10 Änderungen pro Stunde entspricht.

Aktuell umfasst der Kernel 24.170.860 Zeilen Code (LOC), wobei rund 800 Zeilen pro Tag neu hinzukommen. Kernel 4.12 trug 1.202.920 neue Zeilen zu dieser Zahl bei, 141.550 Zeilen wurden verändert und 168.962 entfernt. Auch die Zahl der Entwickler steigt stetig an. So trugen dieses Mal 1821 Personen Code bei, die für rund 220 Unternehmen arbeiten. Davon trugen 334 Entwickler erstmals Code zum Kernel bei.

An vorderster Stelle bei den Unternehmen sind stets Intel, Red Hat, Linaro, Samsung, SUSE, IBM, Google und AMD zu finden.Damit hat 4.12 die höchste Zahl an beitragenden Entwicklern in der Geschichte des Kernels zu bieten. Das ist zwar positiv, reicht aber bei dem stetigen Wachstum und der Tatsache, dass viele Entwickler überarbeitet sind, nicht aus.

Insgesamt trugen die Unternehmen oder Personen auf den ersten 10 Plätzen in den letzten beiden Jahren 54 Prozent der Entwicklungsarbeit zum Kernel bei. Dabei entfallen mindestens 80 Prozent auf festangestellte Entwickler aus Unternehmen. Die Zahl der Entwickler, die außerhalb eines Unternehmens Code zum Kernel beitragen sinkt seit Jahren ständig. Das mag nicht zuletzt daran liegen, dass Personen, die Code, zum Mainline-Kernel beitragen, in Unternehmen gefragt sind und dies somit ein gutes Karrieresprungbrett darstellt.

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