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Do, 20. Juli 2017, 12:43

Hardware::Systeme

Neuer IBM-Mainframe z14 mit verdoppelter Verschlüsselungskapazität

Die neue IBM-Mainframe-Generation z14 hat die Hardware-unterstützte Verschlüsselungsleistung vervielfacht und setzt ganz auf Sicherheit, Blockchain und Cloud, aber insbesondere auch auf Linux und freie Software.

IBM-Mainframe z14

IBM

IBM-Mainframe z14

z14 ist die 14. Generation von IBM-Mainframes seit der Einführung von CMOS-Prozessoren im Jahr 1994 und natürlich die bisher leistungsfähigste. Mainframes machen immer noch einige Prozent des gesamten Rechner-Marktes aus. Als hochgradig zuverlässige und leistungsfähige Server können sie einen ganzen Cluster schwächerer Rechner ersetzen und daher bisweilen geringere Betriebskosten haben als die Alternativen. Den neuen z14 bewirbt IBM ganz besonders mit der integrierten Verschlüsselungs-Hardware, die bis zu 12 Milliarden verschlüsselte Transaktionen durchführen kann und bis zu 18-mal schneller sein soll als x86-Systeme. Mit dieser Hardware soll es möglich sein, die Daten jeder Anwendung und jedes Dienstes ohne Ausnahme zu verschlüsseln. Zum Einsatz kommen die besten derzeitigen Verschlüsselungsmethoden. Kryptografische Schlüssel sollen laut IBM auf der z14 absolut sicher sein, da im Falle, dass ein Einbruch erkannt wird, alle Schlüssel ungültig gemacht werden, später aber wieder hergestellt werden können.

Die Basis des z14 bilden von POWER8 abgeleitete Prozessoren. Als Betriebssysteme des z14 sind sowohl die IBM-Systeme z/OS z/VM, z/VSE und z/TPF als auch Linux-Distributionen mit KVM und Distributionen spezifisch für die zSystem-Architektur, die es unter anderem von Canonical, Red Hat und Suse gibt. Anwendungen des z14 sind sowohl die traditionellen Einsatzgebiete, unter anderem auch Zahlungssysteme, als auch Blockchain-Verarbeitung. Zudem ist das System auf die Ausführung von virtuellen Maschinen und Containern optimiert, in denen in der Regel Linux läuft. Bis zu zwei Millionen Docker-Container und tausend NoSQL-Datenbankinstanzen sollen parallel laufen können, wobei JavaScript- und Java-Code schneller als auf anderen Plattformen ausgeführt werden soll. Außerdem hat IBM die Preise, die sich wohl nach den Containern berechnen, nach eigenen Angaben vereinfacht. Damit soll das System im Wettbewerb mit anderen Systemen besser dastehen.

Zu den Hardware-Eigenschaften des z14 gehören 30 bis 170 (z13: bis zu 141) Prozessoren, je nach gewählter Konfiguration. Jeder Prozessor besitzt zehn Kerne mit jeweils zwei Hypertreads. Im Vergleich zur z13 wurden die Prozessoren etwa 10 Prozent schneller und erhielten erweiterte SIMD-Instruktionen. Weiterhin sind spezielle Prozessoren auf dem Chip zur Beschleunigung von Verschlüsselung und Kompression vorhanden. Bis zu 32 TB RAM können in dem System eingesetzt werden. Gegenüber der z13 bedeutet das die doppelte Verschlüsselungsleistung und die dreifache Speichermenge. Als Bussystem dient FICON Express.

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