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Do, 27. Juli 2017, 12:15

Software::Systemverwaltung

ZFS für Linux 0.7.0 erschienen

Das Projekt »ZFS on Linux« hat Version 0.7.0 der ZFS-Dateisystemimplementation für Linux herausgegeben. Diese Version bringt viele neue Funktionen und arbeitet mit Linux-Kerneln bis einschließlich Linux 4.12.

ZFS on Linux

»ZFS on Linux« wird schon seit der Version 0.6.1 von den Entwicklern als produktiv nutzbar bezeichnet. Damals hatte »ZFS on Linux« allerdings noch einen Funktionsrückstand auf die Referenzimplementation OpenZFS. Mit Version 0.6.3 vom September 2014 hatte das System diesen Rückstand weitgehend aufgeholt. Die jetzt freigegebene Version 0.7.0 wartet als erste Freigabe seit der Version 0.6.5 vom September 2015 nicht nur mit Korrekturen auf. Die neuen Funktionen sind daher zahlreich ausgefallen.

Die neue Version 0.7.0 ist kompatibel mit Linux-Kerneln bis einschließlich Linux 4.12. Eine der Neuerungen ist, dass Sende- und Empfangs-Operationen (zum Kopieren oder Synchronisieren von Dateisystemen) unterbrochen und wieder aufgenommen werden können. Auch komprimierte Dateisysteme können jetzt von den Sende- und Empfangs-Operationen genutzt werden.

Gemeinsam genutzte Pools in Failover-Konfigurationen können jetzt nicht mehr von mehreren Hosts gleichzeitig importiert werden, denn dies würde das Dateisystem zerstören. Die Statistik- und Statusausgabe des Programms zpool kann um zusätzliche Spalten angereichert werden. Ferner kann man sich Histogramme zu Latenzzeiten und Größen der Operationen ausgeben lassen.

Das Kommando zpool scrub kann nun angehalten und später wieder fortgesetzt werden. Berechtigungen zum Verwalten eines ZFS können nun auch an nicht privilegierte Benutzer vergeben werden. Eine Option für größere »dnodes« kann genutzt werden, um mehr Metadaten im dnode zu speichern, was die Geschwindigkeit bei Operationen auf den Metadaten erhöhen kann. Quotas und Benutzungszähler wurden erweitert, so dass sie sich auf einzelne Objekte anwenden lassen. Für die verwendeten kryptografischen Prüfsummen stehen jetzt die stärkeren Algorithmen SHA-512, Skein und Edon-R zur Verfügung.

Weitere Verbesserungen beziehen sich auf die Verwaltung von Dateisystemen, die mehrere Festplatten nutzen. Außerdem wurde die Geschwindigkeit in einigen Punkten optimiert. So wurde die Speicherfragmentierung verringert, bestimmte Daten werden komprimiert im RAM gehalten, so dass mehr davon gespeichert werden können, beim Berechnen von Prüfsummen kommen SIMD-Instruktionen zum Einsatz, und die gzip-Kompression wird von der Hardware statt von der CPU übernommen, wenn möglich. Darüber hinaus wurden dem Dateisystem zahlreiche weitere Optionen hinzugefügt.

Auch wenn ZFS wegen der zur GPLv2 inkompatiblen Lizenz nicht in den Linux-Kernel aufgenommen werden kann, kann es doch von den Distributionen im Quellcode verteilt und von den Benutzern als Modul in den Kernel geladen werden. Das Dateisystem kann zu den in Linux enthaltenen Dateisystemen als gleichwertig oder gar fortschrittlicher angesehen werden und steht auf der Projektseite im Quellcode und als Binärpakete zum Download bereit.

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Kommentare (Insgesamt: 7 || Alle anzeigen || Kommentieren )
ZFS 0.7.0 für Linux erschienen (marv17, Sa, 29. Juli 2017)
Re[3]: Encrytion (KDE Fan, Sa, 29. Juli 2017)
Re[2]: Encrytion (jb_, Fr, 28. Juli 2017)
Re: RAID erweitern (isi, Fr, 28. Juli 2017)
Re: Encrytion (KDE Fan, Fr, 28. Juli 2017)
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