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Mo, 31. Juli 2017, 10:55

Hardware::Notebooks

GNU/Linux PowerPC Notebook-Projekt sammelt Spenden

Seit 2014 arbeitet ein Projekt an der Erstellung eines GNU/Linux PowerPC Notebooks als Open-Hardware. Jetzt ist eine Spendenkampagne angelaufen, die das Design des Mainboards finanzieren soll.

Mirko Lindner

Das Projekt versucht, Spenden in Höhe von 12.600 Euro zu sammeln, um als ersten konkreten Schritt das Design des Mainboards zu finanzieren. Bisher sind dafür 4.500 Euro eingegangen. Das in Italien beheimatete Projekt nahm 2016 Kontakt zu der ebenfalls italienischen Firma Acube Systems auf, die Erfahrung mit dem Design von Power-PC-Mainboards hat und offene Hardware unterstützt. Nun müssen die Mittel erbracht werden, um das Mainboard-Design zu finanzieren. Im Rahmen des Projekts soll auch der von Debian aufgegebene PowerPC-Port wiederbelebt werden.

Ziel ist es, der PowerPC-Plattform mit offener Hard- und Software zu einer Wiedererstarkung zu verhelfen. Die dazu in Mailand gegründete Non-Profit-Organisation »Power Progress Community« will zusammen mit Acube das Mainboard in Italien entwerfen und produzieren lassen. Die Produktion des Gehäuses, dass auf einem 15-Zoll Standard-Gehäuse für die x86-Plattform basiert, soll anschließend an einen OEM-Fertiger vergeben werden. Auf der technischen Seite soll das zu erstellende Notebook von einer NXP T208x-CPU angetrieben werden, zwei Speicherbänke für DDR3L SO-DIMM aufweisen und sowohl NVME als auch die M.2-2280-Schnittstelle unterstützen.

Auf der Webseite stellt das Projekt fünf Planungsphasen und die jeweils dafür veranschlagten Geldmittel vor. Die jetzt zu finanzierende erste Phase dient der Hardwarekomponenten-Forschung, Architekturanalyse und dem Design der elektrischen Schaltpläne und soll 12.600 Euro kosten. Phase 2 umfasst die Erstellung der Leiterplatte anhand der erarbeiteten Schaltpläne und ist mit 950 Euro geplant. Erweist sich das Ergebnis als tauglich, sollen in der dritten Phase fünf Mainboard-Prototypen für 8.800 Euro erstellt werden. Phase 4 soll Hardware-Tests mittels vom Produzenten ACube zur Verfügung gestellter Software ermöglichen und schlägt mit 14.400 Euro zu Buche. In der letzten Phase, die 12.500 Euro kosten soll, steht die Vorprüfung zum CE-Zertifikat an.

Jede der oben genannten Phasen soll durch separate Spendenrunden finanziert werden. Das Projekt entschied sich - nicht zuletzt auch wegen seines Status als Non-Profit - gegen eine kommerzielle Crowdfunding-Plattform. Jede Phase, beziehungsweise jeder Finanzierungsschritt umfasst jeweils einen separaten Vertrag, der mit ACube eingegangen und jeweils initiiert wird, sobald das dafür erforderliche Kapitalziel erreicht wird. Sobald der Produzent das Ergebnis einer Phase liefert, wird zum nächsten Schritt übergegangen und damit wieder die öffentliche Aufmerksamkeit auf die neue Kampagne und das neue Phasenziel konzentriert. Alle Fortschritte und Ergebnisse werden offen geteilt. Einen festen Zeitplan gibt es nicht, da die Entwicklung stark vom Spendenfluss abhängt. Für den Abschluss der einzelnen Phasen sind Zeiträume von jeweils 30 bis 40 Tagen vorgesehen. Bei Interesse der Finanzierung oder Mitarbeit und für Fragen an das Projekt steht ein Kontaktformular bereit.

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