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Thema: Gnome 3.26 »Manchester« veröffentlicht

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Von Naugrim am Do, 14. September 2017 um 15:18 #

Das Dilemma mit Gnome 3 im allgemeinen und der Gnome Shell im speziellen zeigt sich sehr gut in Bild 4:

* Man kann einzelne Programme nicht am Namen unterscheiden, geschweige an einer Beschreibung (Tooltip o.ae.)
- "Libre Office C..."
- "Libre Office ..."
- "Libre Office I..."
- "Libre Office ..."
==> Wer die Icons nicht auswendig kennt (hier die Farben), oeffnet das falsche Programm

* Es gibt keine Kategorien - Alles in einer einzigen riesigen Icon View.
- Wer hier etwas suchen muss, sucht lange.
- Wer den Programmnamen kennt, gibt ihn ins Suchfelt ein.
==> Die Program Icon View ist unbrauchbar und wird kaum verwedet.

* Mausbedienung:
1. Oben Links: "Activities" Button
2. Unten Links: Icon Grid Symbol Button
3. Unten Mitte: "All" Button
4. Mitte Rechts: Pager Dot
5. Mitte Mitte: Program Icon
==> Lange Mauswege - Einmal um den gesamten Bildschirm

Gnome wollte die Bedienung einfacher machen.
Doch haben sie vieles nur verschlimmbessert.

Die Gnome Shell 3.6 war IMHO besser bedienbar, als die aktuelle.
Vieles was Gnome macht ist gut, doch mindestens ebensoviel unzureichend.

Das beginnt dabei, das man das Datumsvormat im Filebrowser nicht einstellen kann und den User "Me" anstatt des Usernamens angezeigt bekommt. Geht weiter, dass man den Ordner mit den Hintergrundbildern nicht einstellen kann, sondern unbedingt "Images" dafuer verwenden muss. Bis dahin, dass Dateierweiterungen in "Documents" ausgeblendet werden, um man somit nichteinmal zwischen dem ODF und dem PDF unterscheiden kann.

Ich bin seit etwa einem Jahr vom Gnome Desktop weg. War User seit Version 1.4 und sah viel positives in den 3er Konzepten.
Aber die fehlenden Konfigurationsmoeglichkeiten, sowie schlechte Ideen, wie Dateierweiterungen auszublenden und die Unzureichende Suchfunktion der Shell (so wie die funktioniert verwendet man sowiso alternativen) haben mich zusehr gestoert. Mir scheint es, dass technische Anwender (die z.B. auch mal das Datumsformat einstellen wollen, weil es sich Daten im ISO 8601 Format wesentlich uebersichtlicher sind, als "Gestern") nicht mehr zur Zielgruppe gehoeren. Was nutzt es komplexe Dinge zu vereinfachen und zu integrieren, wenn einfache Dinge unabaenderlich umstaendlich sind?

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    Von Holla die Waldfee am Do, 14. September 2017 um 16:15 #

    Wenn du Kategorien haben möchtest, dann lässt dir die GNOME-Shell doch völlig freie Hand.

    Ich kann nur "LibreOffice Impress" (mit meinen Einstellungen) nicht komplett lesen u. das zu bemängeln wäre mir ehrlich gesagt hochgradig peinlich, aber gut: Jeder Jeck ist anders.

    I.d.R. kennt man doch seinen eigenen Namen, also warum soll er auch noch in den Ordnereigenschaften angezeigt werden? :)

    Den Ordner für beliebige Hintergrundbilder kann man im GNOME-Tweak-Tool einstellen ...

    usw. usf.

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      Von Naugrim am Do, 14. September 2017 um 20:22 #

      Wenn du Kategorien haben möchtest, dann lässt dir die GNOME-Shell doch völlig freie Hand.
      Die Vorsortierung der GUI-Programme in Kategorien ist einer der praktischsten Features des Linux-Desktops. Die haette ich gerne auch wieder in der Gnome-Shell. Alle GUI-Programme zusammen in einer einzigen Kategorie anzuzeigen ist maessig sinnvoll. Dass man sie seit einigen Versionen gruppieren kann ist OK, jedoch nicht so praktisch wie die Vorsortierung und auch nicht so komfortabel und bei weitem nicht so gut umgesetzt wie man das von Smartphones her kennt.

      Ich kann nur "LibreOffice Impress" (mit meinen Einstellungen) nicht komplett lesen u. das zu bemängeln wäre mir ehrlich gesagt hochgradig peinlich, aber gut: Jeder Jeck ist anders.

      Mit Deinen Einstellungen geht das also. Gratulation - ist ja toll - mit den Standardeinstellungen geht das nicht!
      Gnome hatte einmal den Anspruch gute Accessibility zu bieten (Design-Rules, damit auch weniger Versierte und Behinderte Menschen mit dem Desktop und den Anwendungen zurecht kommen). Ausreichend Platz fuer komplette Anwendugesnahmen ist wohl nicht mehr schick genug. Von der Anzeige kurzer Beschreibugen in Tooltips oder Untertitel ganz zu schweigen.
      Ich brache das nicht. Aber unter anderem deswegen moechte ich diesen Desktop keinen unversierten Nutzern installieren. Das ist halt schlecht, wenn jemand das System kennen lernen will. Es ist vor allen Dingen so unnoetig und wahrscheinlich auch recht einfach zu verbessern.

      I.d.R. kennt man doch seinen eigenen Namen, also warum soll er auch noch in den Ordnereigenschaften angezeigt werden? :)
      Da steht jedoch nicht der Anwendername, sondern "Me". Das steht dort fuer jeden User, mit dem man sich einloggt. Das ist weder praktisch, noch smart, sondern einfach nur beknackt. Es ist auch inkonsitent und inkonsequent, denn bei Users steht "users" und nicht etwa "Das Team Ihres Vertrauens".

      Den Ordner für beliebige Hintergrundbilder kann man im GNOME-Tweak-Tool einstellen ...
      Nein. Dort kann man ein einzelnes Hintergrundbild einstellen - nicht den Ordner. Will man einen individuellen Ordner muss man manuell verlilnken!.
      Auch hier geht es mir nicht um ein grosses Problem, sondern exemplarisch, wie Gnome versucht die Anwender in ein Corset zu stecken und unnoetiger Weise zu wenige individuelle Einstellungsmoeglichkeiten zulaesst. Derartiges findet man an vielen Stellen.

      usw. usf.
      Du wirst schon noch merken, was ich meine.
      Gnome sollte wieder durchgehend "design follows function" und Accessibility beherzigen, dann waere der Desktop wirklich gut und empfehlenswert.

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        Von Holla die Waldfee am Do, 14. September 2017 um 20:52 #

        Hauptsache nörgeln u. quengeln - selbst, wenn man sich in jedem 2. Satz widerspricht. :)

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        Von #! am Do, 14. September 2017 um 22:10 #

        Programmordner per Drag and Drop soll es ab 3.28 geben. Das gibt es wohl schon in Endless OS (die benutzen eine modifizierte Shell) und die Entwickler wollen es upstreamen.

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          Von Naugrim am Do, 14. September 2017 um 23:12 #

          Programmordner per Drag and Drop soll es ab 3.28 geben.
          Das ist gut so!
          Was ich mich nur dabei frage ist: Was soll es bringen?
          Jedenfalls, wenn man nicht noch weitere Veraenderungen/Verbesserungen bringt, gewinnt man als Anwender nichts. Letztendlich sortiert man die Programme nur wieder selber ein. Die, die man nicht benoetigt, oder nichts genau weiss wofuer sie sind bleiben in der Wurzelgruppe liegen, oder wandern in eine Gruppe "Stuff".
          Sinn kann eine Sortierung machen, wenn man die Programme als Favoriten ausgesucht hat. Dann kann man aber auch die Programme vorsortieren. Welchen Sinn hat das Abschaffen der Vorsortierung durch Entwickler und Distributoren dann gehabt? Das ist es, was ich fuer sinnlos erachte.

          Das gibt es wohl schon in Endless OS (die benutzen eine modifizierte Shell) und die Entwickler wollen es upstreamen.
          Endless OS hat einen guten Eindruck auf mich gemacht. Es ist allerdings einige Zeit her, als ich es mir naeher ansah und kenne es nicht so gut wie Gnome - also auch nicht um dessen Schwaechen bei der realen Verwendung. Ich glaube es wird sich positiv auf die Entwicklung von Gnome auswirken, wenn es konkurrierende Desktop-Systeme mit vergleichbaren Ansaetzen und Zielgruppen gibt.

          Ebenfalls interessant und in vielerlei Hinsicht Gnome 3 aehnlich ist der Deepin OS Desktop.

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        Von Jossele am Fr, 15. September 2017 um 08:14 #

        "Die Vorsortierung der GUI-Programme in Kategorien ist einer der praktischsten Features des Linux-Desktops. Die haette ich gerne auch wieder in der Gnome-Shell."

        Ich bin mir nicht sicher ob die Seite https://extensions.gnome.org bzw. https://extensions.gnome.org/local/ allgemein bekannt ist. Wenn du die Application Menu Erweiterung aktivierst, hast du eine Vorsortierung der GUI-Programme.

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          Von Naugrim am Fr, 15. September 2017 um 09:08 #

          Natürlich sins mir die Extensions bekannt.
          Die von Ihnen vorgeschlagene Erweiterung installiert ein Menü, bietet jedoch nicht die Programkategorien in der Application-Selection.
          Das in einem obern Post verlinkte Video zum Deepin Desktop zeigt eine gute, moderne Implementierung.

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            Von glasen am Fr, 15. September 2017 um 10:02 #

            Die von Ihnen vorgeschlagene Erweiterung installiert ein Menü, bietet jedoch nicht die Programmkategorien in der Application-Selection.
            Also bei mir sind die Kategorien zu sehen.

            Das ist übrigens keine Sache der GNOME-Shell, sondern die Entwicker der Anwendung geben die Kategorien vor. Genauso schaut es bei LibreOffice aus. Der Name wird von den LibreOffice-Entwicklern festgelegt und nicht von den GNOME-Entwicklern.

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              Von Naugrim am Sa, 16. September 2017 um 14:55 #

              Die von Ihnen vorgeschlagene Erweiterung installiert ein Menü, bietet jedoch nicht die Programmkategorien in der Application-Selection.
              Also bei mir sind die Kategorien zu sehen.

              Ich finde ja die Umsetzung bei Deepin gut.

              Bei Gnome war das bis etwa Version 3.6 prinzipiel aehnlich implemntiert. Ueberhaupt waren die Mauswege bis Version 3.6 auch kuerzer.

              Jetzt kann man entweder ein Add-On installieren, das eine Art Startmenue mit Kategorien zur Verfuegung stellt und nach dem naechsten Gnome-Update nicht unwahrscheinlich inkompatibel wird. Oder man konfiguriert die Shell so, dass sie die Kategorien als Gruppierung zeigt. Letzteres ist jedoch nicht Anwenderfreunglich, als relativ umfangreicher Befehl, zu konfigurieren. Gerade die Anwender, fuer die die Anwendungskategorien am hilfreichsten waeren, werden sie sich nicht konfigurieren koennen. Das Gnome-Tweaktool stellt, soweit ich weiss, keine Option die dies Konfiguriert.

              Das ist übrigens keine Sache der GNOME-Shell, sondern die Entwicker der Anwendung geben die Kategorien vor. Genauso schaut es bei LibreOffice aus. Der Name wird von den LibreOffice-Entwicklern festgelegt und nicht von den GNOME-Entwicklern.

              Das weiss ich und etwas anderes habe ich nicht beschrieben!

              Gnome stellt einfach eine zu geringe Breite fuer laengere Application-Namen im Applicaltion-Menu zur Verfuegung. Auch hier zeigt Deepin wie es besser geht, indem sie wenigstens zwei Zeilen ermoeglichen, die allerdings ebenfalls nicht fuer alle Applikationsnamen ausreichen. Es zeigt eine Moegliche Loesung. Mehrzeilige Textfelder sind auch bei Gnome nicht ungewoehnlich. Der Datei-Browser Nautilus stellt beispielsweise in der Icon-View bis zu drei Zeilen fuer Dateinamen zur Verfuegung.

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    Von ___# am Fr, 15. September 2017 um 14:14 #

    * Mausbedienung:
    1. Oben Links: "Activities" Button
    2. Unten Links: Icon Grid Symbol Button
    3. Unten Mitte: "All" Button
    4. Mitte Rechts: Pager Dot
    5. Mitte Mitte: Program Icon
    ==> Lange Mauswege - Einmal um den gesamten Bildschirm

    Das ist aber etwas, was man sehr selten macht. Wenn ich Programme starte, dann habe ich sie in den Favoriten/Dock. Wenn nicht, dann klicke ich auf den Icon Grid Symbol Button und habe alle oft verwendeten Programme zur Auswahl. Nur wenn da dann das Programm nicht dabei ist, muss ich deine Schritte 3 und vielleicht 4 gehen. Aber im gewöhnlichen täglichen Ablauf, muss ich das nie.

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      Von Naugrim am Sa, 16. September 2017 um 15:26 #

      Aber im gewöhnlichen täglichen Ablauf, muss ich das nie.
      Das ist tatsaechlich das beste Argument fuer die Umstaenliche Bedienung: Man benoetigt dieses Menu sowieso selten. Das ist wahrscheilich der Grund warum es keinen sonderlich interessiert. Gut ist es trotzdem nicht. Ich denke, das Applikationsmenu wuerde wesenlich haeufiger verwendet werden, wenn es besser Zugaenglich und besser gestaltet waere. Wenn man eine Applikation darin suchen will ist es nach meiner Erfahrung absolut unbrauchbar. Bei mir zeigt es neun Seiten. Darin findet man nichts, wenn man nicht sowieso weiss, wie das Programm heisst. Wenn man glueckhat assoziert man das Programm mit stichworten, die auch von der Suche gefunden werden und diese Zeigt das Programm an. Dann kann man das Applikationsmenue aber auch gleich ganz abschaffen.

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Von tvn am Do, 14. September 2017 um 17:48 #

Das Video fasst für mich die wesentlichen Neuerungen gut zusammen.

Ich freue mich mal wieder auf die neue Version. Besonders die Verbesserungen bei Disks halte ich persönlich für wichtig um Gparted mehr und mehr obsolet zu machen. Schon jetzt verwende ich für meine Aufgaben lieber Disks als die Konsole.

Alles in allem ist nicht alles Rosa bei Gnome aber für mich (Entwickler und Admin) und meine Familie seit 3.12 die erste Wahl. Vorher war die Familie zwischen fvwm, awesome und Unity gespalten.

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